Jahr: 2007

Workshop zu Öko-Innovations-Indikatoren am 3. und 4. September in Brüssel

Am 3. und 4. September wird im DG Environment Gebäude in Brüssel im Rahmen des EU-Projektes ECODRIVE ein Stakeholder Workshop zu Öko-Innovations-Indikatoren stattfinden. Organisatoren sind neben dem CSM, das CML Leiden und das PSI London. Teilnehmen werden weiterhin das DG Environment, DG Enterprise, DG Research, VU Amsterdam, UNEP, INNOVA, EEA, SenterNovem, ENSPAC der Roskilde University, Fondación LEIA, ENEA, IÖW, die Technopolis-Group, die European Investment Bank, Friends of Earth Europe and NERI Denmark. Mit Hilfe dieses Workshops sollen bisherige Erkenntnisse bezüglich der Herleitung geeigneter Indikatoren zur Messung der Öko-Effizienz von innovativen Produkten und Prozessen evaluiert als auch weitere Erkenntnisse gewonnen werden. Mehr Informationen zum Projekt und zum Workshop können hier eingesehen werden.

Eröffnungsvortrag der Reihe „Nachhaltigkeitsmanagement in der Praxis“.

Die Vortragsreihe „Nachhaltigkeitsmanagement in der Praxis“ richtet sich insbesondere an die Teilnehmer des InWEnt MBA Sustainability Management (Studienangebot Nachhaltigkeitsmanagement für Lateinamerika), ist aber für jedermann offen. Den Studierenden aus Lateinamerika werden hiermit beispielhafte Einblicke in die nachhaltige Unternehmenspraxis in Deutschland ermöglicht. Eröffnet wurde die Reihe der Praxisvorträge mit dem Thema Erneuerbare Energien im ländlichen Raum durch Herrn Manfred Ebeling, Landwirt und Verteter von „Regionen aktiv“ für die Region Wendland/Elbetal aus Luckau. Die Region Wendland/Elbetal ist mit einer Vielzahl geförderter Projekte in den Bereichen Landwirtschaft, Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe, Kultur/Bildung/Tourismus sowie Naturschutz/Kulturlandschaft in der Tat eine höchst aktive Region mit Modellcharakter für die gesamte Bundesrepublik. Die Aktivitäten erfolgen im Rahmen des bundesweiten Regionalförderungskonzepts „Regionen aktiv“ . Zentrale Themen des Vortrags von Herrn Ebeling waren der regionale Anbau von Energiepflanzen und deren energetische Verwertung in Biogasanlagen sowie das höchst innovative Konzept der WEGAS. Hinter diesem Akronym verbirgt sich das Konzept „Wendländer BioGas“ . Hierbei handelt es sich um eine Biogastankstelle, welche Methangas aus regional erzeugten Rohstoffen als Fahrzeugkraftstoff für die Region verkauft. Die positive Wirkung der …

„Die klimaneutrale Uni“ – Seminarreihe des CSM zur Klimaneutralität der Leuphana Universität

Seit dem Jahr 2000 verfolgt die Leuphana Universität Lüneburg eine Strategie zur Verminderung der Emission klimarelevanter Treibhausgase. Diese entstehen vor allem aus dem Strom- und Wärmeverbrauch sowie dem durch die Universität induzierten Verkehr. Die Strategie sieht eine Reduktion des Energieverbrauchs sowie Kompensationsmaßnahmen für verbleibende Emissionen vor. Im Bereich der energieeffizienten Nutzung wurden durch die Sensibilisierung von Nutzerinnen und Nutzern im Rahmen des Projekts „Sustainable University“ bereits deutliche Einsparungen erreicht. In enger Zusammenarbeit mit der Umweltkoordinatorin der Universität, Irmhild Brüggen, führt das CSM nun eine Seminarreihe zum Thema Klimaneutralität der Universität durch. In dem Projektseminar „Die klimaneutrale Uni“ werden von Studierenden seit dem Sommersemester 2007 Teilkonzepte für die Umsetzung des Ziels einer vollständigen Klimaneutralität der Universität Lüneburg bis 2012 in sechs verschiedenen Teilbereichen erarbeitet: CO2-Reduktion durch Energiesparmaßnahmen, CO2-Reduktion durch Verringerung des Verkehrsaufkommens, CO2-Reduktion durch Kompensationsmaßnahmen, Kommunikation der Klimaneutralität, Finanzierung der Klimaneutralität, Projektmanagement und Transdisziplinarität. Diese Teilkonzepte bilden dann die Basis für Folgeseminare im Wintersemester 2007/08, in denen die konkrete Planung und Umsetzung der Klimaneutralität vorangetrieben werden soll. Zielgruppe sind Diplom- und Bachelor-Studierende der Umweltwissenschaften, Wirtschafts- und …

20 LateinamerikanerInnen zu Gast in Lüneburg

  Wie viele wahrscheinlich schon wissen, hat sich der MBA Nachhaltigkeitsmanagement internationalisiert. Seit dem Frühjahr 2006 gibt es eine lateinamerikanische Klasse unseres Programms. Der MBA ist Teil eines International Leadership Trainings (ILT) unseres Kooperationspartner InWEnt gGmbH (Internationale Weiterbildung und Entwicklung). Ziel ist es MultiplikatorInnen für Nachhaltigkeit in Schwellenländern auszubilden. Die lateinamerikanische Klasse des MBA absolviert die ersten beiden Module berufsbegleitend von Lateinamerika aus. Dann reisen die 20 InWEnt-StipendiatInnen für ein Jahr nach Deutschland, in dem sie zwei intensive Präsenzphasen in Lüneburg verbringen (2x 6 Wochen), ein individuelles Praktikum absolvieren (4 Monate) und ein von InWEnt organisiertes Begleitprogramm (4 Wochen). Nach Rückkehr in ihre Herkunftsländer setzen sie ein Transferprojekt um und schreiben die Masterarbeit. Am kommenden Wochenende kehrt der jetzige Jahrgang aus den unterschiedlichen Praktika zurück nach Lüneburg. Wir freuen uns auf intensive Wochen mit den LateinamerikanerInnen hier am Campus! Mehr Informationen gibt es unter: http://www.gc21.de/ibt/de/ilt/ibt/programme/nachhaltigkeitsmanagement/xhtml/index.sxhtml

ELAN III – Projekt

Im Rahmen der dritten Initiative des eLearning Academic Network Niedersachsen (ELAN III) sind wir Projektpartner zur Entwicklung hochwertigen eLearnings zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement. Weitere Projektpartner sind das IEG, das INFU der Leuphana Universität und Dr. Martin Müller der Universität Oldenburg. Die Lerneinheiten sind bis Ende 2008 zu realisieren.

Die Begriffe: Öko-Effizienz, Ressourceneffizienz, Ressourcenproduktivität,

Die Begriffe werden sehr unterschiedlich verwendet. Besonders verwirrlich ist es, wenn man noch die volkswirtschaftliche, die technische und die betriebswirtschaftliche Literatur vergleicht. Anbei ein Systematisierungsversuch des CSM: Öko-Effizienz ist wie Ressourceneffizienz und Ressourcenproduktivität ein relative Kennzahl, die das Verhältnis einer gewünschten Grösse zu einer unerwünschten (Schadschöpfung) darstellt. Der Fokus ist allerdings bei allen drei Begriffen ein anderer: Öko-Effizienz Öko-Effizienz = Wertschöpfung/Schadschöpfung (Schaltegger & Sturm 1990, 240ff.) Es gibt je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Konkretisierungsvarianten und -spezifikationen (z.B. Deckungsbeitrag/unternehmensbezogene Schadschöpfung des Produktes für ein Produkt aus Sicht eines Unternehmen – wenn man also nicht die gesamte Wertschöpfungs/Schadschöpfungskette betrachtet). Ressourceneffizienz Dementsprechend ist Ressourceneffizienz auch diejenige Teilbetrachtung bzw. derjenige Teilaspekt der Öko-Effizienz, der sich auf die Ressourcenbetrachtung konzentriert. Emissionen würden z.B. also nicht im Blickpunkt stehen, sondern der Ressourcenverbrauch, bzw. die Materialflüsse. Eine entsprechende Indikatorengrösse könnte sein: Wertschöpfung/Ressourcenverbrauch. Ein Beispiel hierfür ist MIPS (Material intensity of the product system, von Weizsäcker 1998; Schmidt-Bleek 1998), dass den Ressourcen- und Materialfluss, der mit einem Produktsystem verbunden ist, in Kilogramm oder Tonnen misst. Manchmal erfolgt allerdings auch hier eine Berücksichtigung von Emissionsmengen. …

2. CORE Conference in Mailand

Christian Herzig (Mitarbeiter des EMA-SEA Projektes) nahm im Juni 2007 mit einem Vortrag zum Thema: „Realising Corporate Social Responsibility and Corporate Sustainability: an Empirical Study on Management Approaches in Germany“ an der zweiten CORE Conference „The potential of CSR to support the implementation of the EU Sustainability Strategy“ in Mailand, Italien, teil. Die Konferenz wurde organisiert von Fondazione Eni Enrico Mattei und unterstützt von der Marie Curie Series of Conferences “CORE: The potential of CSR to contribute to the implementation and integration of EU strategies”.