Monate: Mai 2008

São Paulo – Stadt der Gegensätze (2)

Neben dem negativen Bild São Paulos gibt es auch andere Sichtweisen auf die Stadt. Stadtteile wie Brooklyn, Butantã und die Vila Magdalena zeichnen sich für eine Megapolis durch viele Grünlagen, Bäume und Parks aus. Diese Stadtteile im Kernbereich sind nicht gefährlicher als die Zentren europäischer Großstädte, die Bewohner sind der mittleren und gehobenen Mittelschicht zu zuordnen und die Lebensqualität in diesen Stadtteilen ist sehr hoch. Der Park Iberquera mit zahlreichen Gebäuden des berühmten brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer dient dem Besucher als Erholungsraum am Wochenende und muss einen Vergleich mit dem Tiergarten in Berlin oder dem Retiro in Madrid nicht scheuen. Die brasilianische Supermarktkette Pão de Açúcar hat einen erheblichen Anteil an den Renovierungskosten des Springbrunnens in diesem Park übernommen. Dadurch ist der Springbrunnen wieder zu Touristenattraktion geworden und erfreut den Betrachter durch eine musikalisch unterlegte Fontänenpräsentation.

Workshop Web 2.0 und CSR in Berlin

Am 19.05.2008 lud SAP internationale Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, von NGOs und aktive Blogger nach Berlin ein um über WEb 2.0 und CSR zu diskutieren. Dabei waren neben dem CSM unter anderen econsense, The International Business Leadership Forum, The European business network for CSR, The World Food Programme, Transparency International. Erfahrungen mit dem Web 2.0 waren bei den Teilnehmern sehr unterschiedlich ausgeprägt, von hauptamtlichen Bloggern wie James Governor von Redmonk bis zu Diskutanten, die während des Workshops lernten, dass die Tatsache, dass sie ein Profil in Xing oder bei LinkedIN schon zu Nutzern von Web 2.0 Anwendungen macht. Was hat aber nun CSR mit Web 2.0 zu tun: Immer wieder in den Focus der Diskussion traten die Themen Stakeholderdialog und Community Building. Die Frage, wie Unternehmen ihre Stakeholder angemessen einbinden können, und wie sie dabei Web 2.0 Anwendungen einsetzen können, wurde an unterschiedlichen Fällen diskutiert. Als innovatives Beispiel wurde IBM genannt, das alle Mitarbeiter des Unternehmens ermutigt, sich an Blogs zu beteiligen. In diesem Kontext wurde die auf Vertrauen basierte Unternehmenskultur angesprochen, die eine Voraussetzung …

MBA-Studentin im Interview mit der Süddeutschen Zeitung

Unsere MBA-Absolventin Anke Steinbach stellte sich in der Süddeutschen Zeitung am 16. Mai 2008 den Fragen des Journalisten Peter Gaide und meint auf die Frage, ob sich ihre Erwartungen an das MBA-Studium erfüllt haben: „… Ich hatte einerseits einen fundierten Überblick über das aktuellste akademische Wissen erwartet, etwa zum Thema Stakeholder-Management oder Nachhaltigkeits-Marketing. Das hat sich voll erfüllt. Zudem haben wir viel über konkrete und aktuelle Fallstudien reflektiert, was hilfreich war. Sehr inspirierend war der Kontakt zu meinen Kommilitonen. Wenn Sie tagein tagaus in einem Unternehmen oder einer Behörde arbeiten oder wie ich selbständig, existiert dieser tiefeinhaltliche Austausch nicht. Den Blick über den Tellerrand, die Netzwerkbildung dank MBA kann man gar nicht hoch genug einschätzen.“ Das lesen wir gern! Das gesamte Interview unter http://www.sutainament.de/Presse zum Download.

São Paulo – Stadt der Gegensätze (1)

São Paulo wird in der Presse als Stadt der Gegensätze beschrieben oder gar als Moloch bezeichnet (Rappold 2007). Im Stadtgebiet von São Paulo lebten im Jahr 2007 10,9 Millionen Menschen (IBGE 2007). Der Großraum São Paulo hat 19,2 Millionen Einwohner (ebd.). Das eine solche Bevölkerungszahl gravierende soziale und ökologische Probleme mit sich bringt, steht außer Frage. So ist es zum Beispiel richtig, dass neben dem wirtschaftlichen Wachstum vor allem die Favelas in Brasilien und speziell in Sampa in Anzahl und Größe wachsen. Es leben mittlerweile 2 Millionen Menschen in den Favelas von São Paulo. Das sind 37 Prozent mehr als noch vor 5 Jahren (Rapphold 2007). Die Favelas haben soziale und ökologische Wirkungen auf die gesamte Stadt. So ist die hohe Kriminalitätsrate als soziales Symptom zu nennen. Nach Aussage von Amnesty International sterben in kaum einem anderen Land der Welt so viele Menschen durch Schusswaffen wie in Brasilien (AI 2004). Die Gewalt in Brasilien spielt sich vor allem zwischen den so genannten Commandos der Favelas und der Polizei in den Städten Rio und São Paulo …

Öffentlicher Vortrag und Diskussion zum Thema: Nachhaltigkeit und Exportkredite

„Race to the bottom or race to the top“ bei Umwelt- und Sozialstandards im internationalen Wettbewerb? Exporte in Entwicklungs- und Schwellenländer sind häufig mit hohen wirtschaftlichen und politischen Risiken verbunden. Sie werden vom deutschen Staat durch die Bereitstellung von Ausfuhrgewährleistungen wie der so genannten „Hermesdeckung“ abgesichert. Die Prüfung der betroffenen Exportgeschäfte umfasst auch ökologische und soziale Aspekte gemäß den Kriterien der OECD Common Approaches. Diese Standards stehen von zwei Seiten unter Druck: Während NGOs wie Urgewald und Greenpeace sie als zu schwach kritisieren, um eine Nachhaltigkeit der Projekte sicherzustellen, fordern Vertreter der deutschen Industrie eine Abschwächung der Standards, um gegenüber Konkurrenz aus Ländern wie China oder Indien wettbewerbsfähig zu bleiben. Öffentlicher Vortrag und Diskussion mit: Dr. Thomas Solbach Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Referat für Exportförderung und Exportkreditversicherung und Andreas Hutzler Project & Trade Finance Manager bei Voith AG, einem der weltweit führenden Hersteller im Bereich der Papiertechnologie und von Turbinen für große Wasserkraftwerke Themenbereiche: * Die Bedeutung staatlicher Exportförderung für die deutsche Industrie * Risiken und Chancen der OECD-Umweltanforderungen für die Exportwirtschaft, besonders …