Nachhaltige Neuigkeiten

Workshop Web 2.0 und CSR in Berlin

Am 19.05.2008 lud SAP internationale Vertreter aus Wissenschaft, Industrie, von NGOs und aktive Blogger nach Berlin ein um über WEb 2.0 und CSR zu diskutieren.
Dabei waren neben dem CSM unter anderen econsense, The International Business Leadership Forum, The European business network for CSR, The World Food Programme, Transparency International. Erfahrungen mit dem Web 2.0 waren bei den Teilnehmern sehr unterschiedlich ausgeprägt, von hauptamtlichen Bloggern wie James Governor von Redmonk bis zu Diskutanten, die während des Workshops lernten, dass die Tatsache, dass sie ein Profil in Xing oder bei LinkedIN schon zu Nutzern von Web 2.0 Anwendungen macht.
Was hat aber nun CSR mit Web 2.0 zu tun: Immer wieder in den Focus der Diskussion traten die Themen Stakeholderdialog und Community Building. Die Frage, wie Unternehmen ihre Stakeholder angemessen einbinden können, und wie sie dabei Web 2.0 Anwendungen einsetzen können, wurde an unterschiedlichen Fällen diskutiert. Als innovatives Beispiel wurde IBM genannt, das alle Mitarbeiter des Unternehmens ermutigt, sich an Blogs zu beteiligen. In diesem Kontext wurde die auf Vertrauen basierte Unternehmenskultur angesprochen, die eine Voraussetzung dafür ist, dass ein Unternehmen allen seinen Mitarbeitern erlauben kann und sie sogar ermutigt, sich öffentlich als Unternehmensvertreter zu äußern. In vielen Unternehmen ist die Kommunikation mit jeder Art von Öffentlichkeit und insbesondere der Presse nach wie vor stark reglementiert. Bei Hewlett Packard gib es auch bereits Erfahrung mit dem Einsatz von Blogs zur Stakeholder Kommunikation. Die teilnehmende Industrievertreterin von HP betonte, dass es für ein Unternehmen wichtig ist, die Ergebnisse des virtuellen Engagements im Web 2.0 greifbar, messbar und auswertbar zu machen. Dieser Anforderung kommt die digitale Form sehr stark entgegen, da sich Zugriffszahlen etc. sehr gut dokumentieren lassen.

Gibt es ein Fazit des Workshops? Nein nicht im eigentlich Sinne, es war mehr ein Startpunkt, außer vielleicht, dass beides Web 2.0 und auch CSR noch relativ neu sind, beide setzen stark auf Partizipation und somit birgt die Kombination der beiden ein großes Potential für eine effiziente und effektive Stakeholderkommunikation. In diversen Blogs zu dem Thema wird nun der Begriff CSR 2.0 geprägt, dabei geht es zum einen um Partizipation, aber vor allem auch um eine Erhöhung der Glaubwürdigkeit von CSR Aktivitäten durch mehr Transparenz und Offenheit. Einen ausführlichen Blogbeitrag auf Englisch verfasste James Governor zu dem Workshop in Berlin.

Rückfragen gerne an Martina Prox prox [at] uni.leuphana [dot] de