CSM Alumni, MBA Sustainability Management
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Neustart: CSM-Mentoring-Programm 2014

Seit 2 Jahren bietet der Alumni-Verein des CSM für seine Mitglieder, seien es Studierende oder Absolventinnen/Absolventen, berufsbegleitendes Mentoring an. Angesprochen sind all diejenigen, die sich kurz- bis mittelfristig beruflich verändern wollen, im aktuellen Job vor Herausforderungen stehen oder sonstige berufsbezogene Themen rund um den „Change Agent for Sustainability“ haben. Zudem müssen sie sich vorstellen können, ein Jahr lang in strukturierten Gesprächen Lösungswege zu ihren Fragen zu erarbeiten.

Das Mentoring-Programm des CSM-Alumni e.V.: Mit Rückenwind die eigene Zukunft gestalten

Bis Mitte Mai noch läuft die Bewerbungsphase für das dritte Mentoringjahr, das zu den Home-Coming-Days im September starten wird. Warum Mentoring ein wunderbarer Weg ist, um den nächsten Entwicklungsschritt vorzubereiten – davon berichtet in diesem Blogbeitrag ein Mentoring-Tandem der ersten Stunde.

Tina Teucher (Mentee) und Dagmar Eisenbach (Mentorin) haben sich 12 Monate lang auf das Abenteuer Mentoring eingelassen. Was hat euch ursprünglich dazu motiviert teilzunehmen?

Tina Teucher: Ich habe mir Feedback zu meinen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten von einer erfahrenen „Business-Person“ erhofft, aber auch Austausch zu Beobachtungen, Do’s und Don’ts in größeren Firmenstrukturen. Unter anderem um herauszufinden, ob die Arbeit in oder mit einem Konzern zu mir passt oder eher andere Arbeits- und Teamstrukturen.

Dagmar Eisenbach: Ich wollte mehr über Nachhaltigkeit lernen, und gerne von meiner langjährigen Managementerfahrung weitergeben.

Was für Erwartungen hattet ihr an das Mentoring – und wie hat sich das Jahr tatsächlich entwickelt?

Tina Teucher: Ich habe nicht direkt etwas erwartet, sondern wollte von den Erfahrungen meiner Mentorin lernen. Diese Offenheit hat mir sicher auch geholfen im Laufe des Jahres, weil man viel mehr erfährt, als man überhaupt vorher „erwarten“ kann.

Im Laufe des Jahres hat sich ein reger Austausch entwickelt, vor allem weil wir die „Beziehung“ als ein wechselseitiges Voneinanderlernen begriffen haben. Ich konnte alle Fragen offen stellen, auch wenn ich erst dachte: Vielleicht ist das eine doofe Frage. Zum Beispiel, wann und wie die unterschiedlichen Kommunikationsmuster von Männern und Frauen im Business eine Rolle spielen. Wie ich mit bestimmten Führungssituationen umgehen kann. Das Wichtigste war, dass meine Mentorin mir meine Gedanken immer durch Fragen gespiegelt hat und ich mir so selbst Antworten geben konnte. Solche Erkenntnisse fruchten viel mehr als einfache Ratschläge von außen.

Dagmar Eisenbach: Ich war auch einfach offen und neugierig. Ich finde Mentoring einen wunderbaren Weg,  voneinander zu lernen. Die Fragen von Tina haben mich oft dazu gebracht, meine Erfahrung in Worte zu fassen. Sie hat mir spannende Fragen gestellt, die mir andere Perspektiven aufgezeigt haben. Beantwortet hat sie sich ihre Fragen letztlich oft selbst, und ich habe von den Antworten ebenfalls profitiert, weil sie oft anders waren, als ich erwartet hätte.

Gab es Hürden, Komplikationen und Umwege? Wie seid ihr damit umgegangen?

Tina Teucher: Gleich im ersten Gespräch brachte mich meine Mentorin darauf, das Leben mehr als Segeltour denn als Motorradfahrt zu betrachten. Ich bin eher die Biker-Braut, die direkt von A nach B kommen will und Umwege vermeidet. Diese „Angst“, Zeit zu „verschwenden“, indem man auch mal einen Umweg segelt, um ans Ziel zu kommen (das vielleicht anders, aber schöner als das ursprünglich angepeilte ist), konnte Dagmar mir von Anfang an nehmen. Und so konnte ich völlig frei an das Mentoringjahr herangehen, ohne den sonst allgegenwärtigen Leistungsdruck.

Dagmar Eisenbach: Ja, daran sollte ich mich auch öfter erinnern!  Das einzige, was mir hier noch zu ergänzen einfällt, ist, dass es nicht immer leicht war, Termine zu finden. Aber irgendwie haben wir auch das immer wieder geschafft.

Was würdet ihr künftigen Mentees bzw. Mentorinnenen/Mentoren raten?

Tina Teucher: So schnell wie möglich persönlich treffen. Gespräche gut vorbereiten, konkrete Fragen stellen, auf die sich die Mentorin/der Mentor einstellen kann. In die Mentoringvereinbarung (Anm. d. Red.: Eine solche wird zu Beginn des Mentorings von Mentee und Mentor/-in formuliert) auch Ziele des Mentors aufnehmen (was kann sie oder er aus dem Mentoring lernen?), um gut auf Augenhöhe miteinander arbeiten zu können.

Dagmar Eisenbach: Habt einfach Spaß, lasst euch darauf ein, seid offen und neugierig und bereit zu lernen und zu wachsen. Ihr könnt nicht verlieren.

Hintergrund: Mentoring des CSM Alumni e.V. im MBA Sustainability Management

Mentoring ist eine in Wirtschaft wie Wissenschaft erfolgserprobte Methode zur Förderung der beruflichen wie persönlichen Entwicklung. Es bezeichnet eine hierarchiefreie Lernpartnerschaft auf Zeit zwischen einer weniger erfahrenen Person (Mentee) und einer erfahrenen Person (Mentor/-in). Die Mentorin bzw. der Mentor unterstützt dabei über einen definierten Zeitraum hinweg die Entwicklung seiner/seines Mentees: Sie oder er gibt in einer geschützten, Vertraulichkeit gewährleistenden Atmosphäre professionelles Feedback, das neutral ist, durchaus auch kritisch, aber immer wohlmeinend. Der/dem Mentee ist es dann überlassen, dieses Feedback für sich zu prüfen und ins eigene Handeln zu übernehmen im Sinne neuer und alternativer Problemlösungsstrategien. Dabei gilt immer: Die/der Mentee ist das treibende Element. Sie oder er setzt aktiv die Themen, über die gesprochen werden soll. Die Mentorin bzw. der Mentor hat nicht zur Aufgabe, die Probleme des Mentees zu lösen.

Mehr Informationen zum Mentoring-Programm und den Teilnahmemodalitäten unter:

http://www.sustainament.de/alumni/unser-angebot/mentoring-programm/