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Forschungsprojekt: Nachhaltige Geschäftsmodelle gestartet

Forschungsprojekt gestartet: Nachhaltiges Geschäftsmodelle

Höhere Wettbewerbsfähigkeit durch mehr Nachhaltigkeit: Jedes Unternehmen hat ein Geschäftsmodell, bei dem durch das Schaffen von Werten Geld verdient werden soll. Doch gehen von dieser Grundlogik positive oder negative Nachhaltigkeitswirkungen aus? Wie können Unternehmen ihr Geschäftsmodell so weiterentwickeln, dass ihre Kernaktivitäten zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen?

Nachhaltigkeitswissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg suchen jetzt Antworten auf diesen Fragen. Sie entwickeln eine Methode, mit der Unternehmen ihr Geschäftsmodell auf Nachhaltigkeit prüfen und optimieren können. Bis Herbst 2015 stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Verfahren vor. Gemessen, bewertet und verbessert werden zum Beispiel Merkmale wie CO2-Emissionen, ethische Arbeitsbedingungen oder Ressourcenbedarf. „Wer sich systematisch mit seinem Geschäftsmodell auseinandersetzt, kann neue Wege zur Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Probleme öffnen und gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten oder sogar ausbauen“, ist Projektleiter Professor Stefan Schaltegger überzeugt. „Nachhaltige Unternehmen können als Arbeitgeber und Anbieter neuer Lebensstile langfristig eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung wesentlich voran bringen und dabei den Unternehmenserfolg stärken.“

Die Forschungsgruppe ist am Centre for Sustainability Management beheimatet. Das Wissenschaftsteam mit Birte Freudenreich und Marten Stock entwickelt die neue Methode gemeinsam mit sieben regionalen Unternehmen mit Hilfe von Workshops, Testläufen und Gesprächsrunden. Zusätzlich gibt es einen Expertenbeirat, der regelmäßig Feedback zum Forschungsfortschritt gibt.

Das Forschungsprojekt „Nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsmodellentwicklung“ bzw „Sustanability-Oriented Business Model Assessment“, kurz „SUST-BMA“) läuft bis 31. Juli 2015.

Als Teil des Regionalentwicklungsprojektes Innovations-Inkubator der Leuphana Universität Lüneburg wird es als Modellvorhaben mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.