Forschung und Projekte am CSM, Nachhaltige Neuigkeiten
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Uni Lüneburg: Millionensegen für Nachhaltigkeitsforschung

Vier neue Forschungsprojekte zum Thema Nachhaltigkeit mit einem Volumen von über 4,5 Millionen Euro starten an der Leuphana Universität Lüneburg. Damit ist keine andere Universität im neuen Förderprogramm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ der VolkswagenStiftung und des Landes so erfolgreich wie die Uni Lüneburg.

© David Carreno Hansen für VolkswagenStiftung

Bestätigung für die Nachhaltigkeitsforschung der Leuphana Universität Lüneburg: Gleich vier Forschungsprojekte der Hochschule werden vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der VolkswagenStiftung gefördert. Dabei geht es hauptsächlich um sozial-ökologische Forschung, neue Methoden, nachhaltige Stadtentwicklung und nachhaltigen Konsum. Auch ein Forschungsprojekt des Centre for Sustainability Management (CSM) unter Koordination von Prof. Stefan Schaltegger und Prof. Erik G. Hansen wird unterstützt.

Die Mittel kommen aus dem neuen Förderprogramm „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“. 66 Förderanträge standen zur Wahl, acht bewilligte eine Gutachterkommission in einer erstmals praktizierten öffentlichen Ausscheidungsrunde unter Beteiligung von rund 200 wissenschaftsinteressierten Zuhörern (siehe Bild). Die Fördersumme beträgt insgesamt 12,1 Millionen Euro.

Niedersachsen fördert Nachhaltigkeitsforschung auch 2016

„Wir wollen Nachhaltigkeit als eine der Leitideen der niedersächsischen Forschung stärken”, erklärt die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić. Sie stellt außerdem weitere 15 Millionen Euro zur Wissenschaftsförderung in Aussicht. Innerhalb des Programms „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ folgen in den kommenden beiden Jahren weitere Ausschreibungsverfahren (15. März 2015 und 15. März 2016).

Die Auswahl von gleich vier Forschungsvorhaben der Leuphana auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ist ein großer Erfolg, über den wir uns riesig freuen“, so Universitätspräsident Sascha Spoun. „Die Förderung durch die VolkswagenStiftung stärkt den Ansatz der transdisziplinären Zusammenarbeit unser Forscherinnen und Forscher über Fachgrenzen hinweg. Wir arbeiten intensiv daran, durch diesen Transfer unserer Forschung zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft beizutragen.“

Nachhaltige Energienutzung im europäischen Regionenvergleich

Konkret geht es für die Leuphana zum einen um die Frage, wie schon kleine Änderungen zu einem fundamentalem Wandel in einem Gesamtsystem führen können. Sogenannte „Leverage Points“ oder Stellschrauben können Menschen, Institutionen oder neue Erkenntnisse der Gesellschaft sein. Das Verhältnis Mensch-Umwelt wird im Projekt mit Hilfe europäischer Fallstudien verglichen: Transsilvanien in Rumänien mit Niedersachsen in Deutschland. Der Fokus liegt auf der nachhaltigen Nutzung von Energie und Ernährung. Die Leuphana-Professoren Daniel Lang, Jörn Fischer und Jens Newig leiten das Projekt. Es hat ein Volumen von 2,6 Millionen Euro.

Das zweite geförderte Projekt ist eine Kooperation der Leuphana mit der Arizona State University. Untersucht wird die Entstehung gegenwärtiger Vorstellungen von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung. Verantwortlich dafür sind die Professoren Ulli Vilsmaier, Erich Hörl, Daniel Lang und Manfred Laubichler. Sie fragen: Kann nachhaltige Entwicklung allein durch Steuerungs- und Kontrollvorhaben erreicht werden oder bedarf es eines grundlegenden Paradigmenwechsels? Die Fördersumme für dieses Projekt beläuft sich auf rund 1,2 Millionen Euro.

Stadt als Möglichkeitsraum für Nachhaltigkeit

Das Projekt „Stadt als Möglichkeitsraum“ untersucht den positiven Einfluss von (Lebens-)Künstlern und alternativer Bewegungen auf die Entwicklung einer Stadt. Dabei geht es um tragfähige soziale und ökonomische Strukturen, die es erlauben, kreative Akteure in die Stadtplanung einzubeziehen. Die Professoren Volker Kirchberg, Ute Stoltenberg, Ursula Weisenfeld und Dr. Sacha Kagan leiten das Forschungsvorhaben. Die Fördersumme beläuft sich auf 550.000 Euro.

Im Fokus eines von der Universität Osnabrück koordinierten Vorhabens stehen die Auswirkungen der Digitalisierung der Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht die Frage „Wie kann ein nachhaltiger Konsum von Informations- und Kommunikationstechnologien gelingen?“. Das Leuphana-Team um die Professoren Stefan Schaltegger und Erik G. Hansen beschäftigt sich mit Ansätzen zur Entwicklung von partizipativen Geschäfts- und Nutzungsmodellen.

Dieser Text basiert auf Pressemeldungen der Veranstalter