Monate: Februar 2015

Forschungsmagazin CSM-Impulse: Geschäftsmodelle für unternehmerische Nachhaltigkeit

Wie stellen sich Innovationsprozesse dar und welche Mittel und Methoden erscheinen geeignet, Geschäftsmodelle zu bewerten, wenn man den Blick auf nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen lenkt? Mit diesen und weiteren verwandten Fragstellungen setzen sich die Wissenschaftler des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg auseinander. Im neuen Forschungsmagazin „CSM Impulse“ werden aktuelle Ansätze und Ergebnisse vorgestellt. In ihrem Beitrag stellen Dr. Florian Lüdeke-Freund, Prof. Erik G. Hansen und Prof. Stefan Schaltegger die Bedeutung von „Geschäftsmodellinnovationen für unternehmerische Nachhaltigkeit“ heraus. Dabei ordnen die Autoren die aktuelle Debatte und deren Konzepte im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeitsstrategie und Geschäftsmodellinnovation ein. Eine Analyse von Dr. Florian Lüdeke-Freund blickt in der aktuellen CSM Impulse auf „Geschäftsmodellinnovation und -evolution am Beispiel BP Solar“. Das Unternehmen BP entwickelte sich nach der Ölkrise der 1970er Jahre zu einem der größten Solar-Unternehmen der Erde. Die vorgestellte Fallstudie rekonstruiert BP Solars Geschäftsmodell und dessen Evolution im Zeitraum 1998 bis 2011, und das Unternehmen diesen Geschäftsbereich wieder aufgab. Im Gegensatz zur aufgelösten BP Solar untersucht Samuel Wicki an einem noch bestehenden Unternehmensbeispiel „Nachhaltige Geschäftsmodellinnovation: Erfahrungen aus der Praxis“. Sein …

Editorial: Geschäftsmodelle für unternehmerische Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung in Unternehmen wird häufig nicht mehr primär durch technische Innovationen, sondern insbesondere durch Veränderungen von Geschäftsmodellen vorangetrieben. Damit rückt die geamte Wertschöpfungslogik in den Fokus. Diese komplexere Sichtweise birgt neue Potentiale für Nachhaltigkeitsinnovationen, ist aber auch mit neuen Herausforderungen verbunden. Viele innovative Geschäftsmodelle basieren auf einer Veränderung des Angebots vom konventionellen Verkauf zur (Mit-)Nutzung. Aufbauend auf dieser Grundidee werden Firmen gegründet, die zum Beispiel Kinderspielzeug über Online-Portale vermieten. Verliert ein Kind das Interesse an einem Spielzeug, wird der Gegenstand zurückgesandt und ein anderer gemietet. So können mehrere Kinder das gleiche Spielzeug über sein Produktleben nutzen, womit im Vergleich zum konventionellen Verkauf von Spielzeugen weniger hergestellt, mehr repariert und Ressourcen geschont werden. Dabei verändert der Wandel von der Herstellung zum Vermieten zentrale Elemente des Unternehmensverständnisses wie das Wertangebot, die Leistungsprozesse, das Netzwerk an wertschaffenden Stakeholdern oder das Finanzierungsmodell. Sharing economy Zeichen der Tertiarisieriung der Wirtschaft Während diese sogenannte „Sharing economy“ auf den ersten Blick wie die Realisierung einer auf Tausch und Teilen basierenden alternativen Kommunenutopie erscheinen mag, handelt es sich aus ökonomischer Sicht vielmehr …

INaMi-Showreel: Innovationsmotor nachhaltiger Mittelstand

Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. In Niedersachsen ist er dank der Initiative vieler engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer auch ein wichtiger Innovationsmotor für Nachhaltigkeitsprojekte. Zahlreiche erfolgreiche Projekte des Innovationsverbundes nachhaltiger Mittelstand (INaMi) am Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universtität belegen das eindrucksvoll. Das Team hat in vielen Schritten und Entwicklungsstufen innovative und nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen wissenschaftlich begleitet. Zum Abschluss dieser Projektphase ist jetzt eine Video-Dokumentation entstanden. Idee Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme zu entwickeln, ist für viele Mittelständler der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Nachhaltiges Design, ökologische Lebensmittel, nachhaltiger Tourismus oder Nachwuchsförderung sind nur einige Themen, die den betrieblichen Alltag von Mittelständlern in der Konvergenzregion Lüneburg prägen. Dieses innovative Potenzial gezielt auf Nachhaltigkeitsinnovation zu lenken, erfordert passgenaue, erprobte Formen des Wissenstransfers. Dazu setzt der Innovationsverbund „Nachhaltiger Mittelstand“ (INaMi) auf enge Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft. Er bietet Workshops und Arbeitsgruppen an, in denen Mittelständler, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie externe Expertinnen und Experten gemeinsam aktuelle Nachhaltigkeitsprobleme bearbeiten. Nutzen Dreimal im Jahr können die Mitglieder an eintägigen Workshops zu Nachhaltigkeitsthemen, z.B. zu ökologischem Produktdesign, teilnehmen, um neue Ideen …

Neue Gastprofessur „Geschäftsmodelle für Elektromobilität“ am CSM

Im Zuge des Ausbaus des Forschungsschwerpunkts zu Geschäftsmodellen für Nachhaltigkeit am Cenre for Sustainability Management (CSM) besteht seit Februar 2015 eine Gastprofessur für Geschäftsmodellinnovationen in der Elektromobilität. Die neue Professur übernimmt Prof. Nizar Abdelkafi als „Gastprofessor für Geschäftsmodellinnovationen in der Elektromobilität für regionale KMU“. Die Professur ist Teil eines Verbundprojekts des Innovations-Inkubators der Leuphana Universität Lüneburg. An der Schnittstelle zwischen Forschung und Forschungstransfer sollen mit der Professur Geschäftsmodelle im Bereich der Elektromobilität untersucht werden. Dabei liegt die thematische Konzentration auf der Entwicklung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Nizar Abdelkafi hat als Leiter der Gruppe Geschäftsmodelle und Dienstleistungen am Fraunhofer MOEZ in Leipzig gearbeitet. Im Jahr 2008 hat Nizar Abdelkafi an der Technischen Universität Hamburg-Harburg zum Thema „Variety-Induced Complexity in Mass Customization: Concepts and Management“ promoviert. Vorher war er als Projektassistent an der Universität Klagenfurt tätig. Außerdem verfügt Nizar Abdelkafi über einen Ingenieurabschluss der Universität Tunis Elmanar (Tunesien) und über einen managementorientierten, betriebswirtschaftlichen Abschluss der Technischen Universität München. Herr Nizar Abdelkafi hat seine bisherigen Forschungsarbeiten in zwei Monografien sowie in über 35 wissenschaftlichen Zeitschriften und …

Sustainable Entrepreneurship: FGF-Arbeitskreis wird gegründet

Der Förderkreis Gründungs-Forschung e.V. (FGF) ist die führende und mitgliedsstärkste wissenschaftliche Vereinigung für Unternehmensgründung und Entrepreneurship im deutschsprachigen Raum. Der FGF setzt sich dafür ein, Gründungsforschung und Gründungslehre an deutschen Hochschulen zu etablieren. Auf Initiative von Prof. Klaus Fichter (Oldenburg) und Prof. Stefan Schaltegger (Lüneburg) konstituiert sich nun der Arbeitskreis „Stustainabile Entrepreneurship“ als neues Fach- und Forschungskolleg für Nachhaltigkeitsorientiertes Gründungs- und Unternehmertum. Motivation für die Gründung eines AK „Sustainable Entrepreneurship“ Vor dem Hintergrund sich verschärfender ökologischen und sozialen Herausforderungen haben Fragen eines nachhaltigen Unternehmertums in Forschung und Praxis erheblich an Bedeutung gewonnen. Spätestens seit den 1990er Jahren prägt diese globale Entwicklung politische Debatten, hat Einfluss auf unternehmerisches Handeln und wirkt sich auf die Gründungs-, Innovation- und Nachhaltigkeitsforschung aus. Die Anzahl von Forschungs- und Umsetzungsprojekten im Bereich Sustainable and Green Entrepreneurship sowie „grüner“ und nachhaltigkeitsorientierter Gründungen und Innovationen (erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Elektromobilität usw.) ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Konstituierung des AK Sustainable Entrepreneurship Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum sind in der Forschung zum Thema Umwelt- und Nachhaltigkeitsinnovation sowie nachhaltiges Unternehmertum sehr …