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Forschungsmagazin CSM-Impulse: Geschäftsmodelle für unternehmerische Nachhaltigkeit

Titel_CSM_Impulse_2_2014Wie stellen sich Innovationsprozesse dar und welche Mittel und Methoden erscheinen geeignet, Geschäftsmodelle zu bewerten, wenn man den Blick auf nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen lenkt? Mit diesen und weiteren verwandten Fragstellungen setzen sich die Wissenschaftler des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg auseinander. Im neuen Forschungsmagazin „CSM Impulse“ werden aktuelle Ansätze und Ergebnisse vorgestellt.

In ihrem Beitrag stellen Dr. Florian Lüdeke-Freund, Prof. Erik G. Hansen und Prof. Stefan Schaltegger die Bedeutung von „Geschäftsmodellinnovationen für unternehmerische Nachhaltigkeit“ heraus. Dabei ordnen die Autoren die aktuelle Debatte und deren Konzepte im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeitsstrategie und Geschäftsmodellinnovation ein.


Eine Analyse von Dr. Florian Lüdeke-Freund blickt in der aktuellen CSM Impulse auf „Geschäftsmodellinnovation und -evolution am Beispiel BP Solar“. Das Unternehmen BP entwickelte sich nach der Ölkrise der 1970er Jahre zu einem der größten Solar-Unternehmen der Erde. Die vorgestellte Fallstudie rekonstruiert BP Solars Geschäftsmodell und dessen Evolution im Zeitraum 1998 bis 2011, und das Unternehmen diesen Geschäftsbereich wieder aufgab.


Im Gegensatz zur aufgelösten BP Solar untersucht Samuel Wicki an einem noch bestehenden Unternehmensbeispiel „Nachhaltige Geschäftsmodellinnovation: Erfahrungen aus der Praxis“. Sein Praxisbericht schildert die Herausforderungen für einen neuen Anbieter mit Innovationen für Erneuerbare Energien bzw. Speicherlösungen.


Im Beitrag über „Nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsmodellbewertung“ legen Birte Freudenreich und Marten Stock dar, welche Ansätze derzeit am Centre for Sustainability Management (CSM) verfolgt werden, um Bewerungsrahmen für nachhaltige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Auch in diesem Projekte sind zahlreiche Praxisakteure involviert und liefern die empirische Datenbasis.


Matthias Schock identifiziert anhand seiner Erfahrungen einen „Wandel der Mobilität? Herausforderungen von Elektromobilitätsprojekten für erfolgreiche Geschäftsmodelle“. Sein Text skizziert die Prozesse eines mittelständischen Möbelunternehmens, das in der Region zu einem Pionier in der Elektromobilität geworden ist.


Zunehmend mehr Elektrogeräte werden hergestellt; ihre Nutzungsphase und somit ihr Leben werden immer kürzer. Neben dem steigenden und bereits hohen Ressourcenverbrauch in der Herstellung führen Elektro-Altgeräte zu einem weiteren Problem: wohin mit den alten Geräten? Die denkbare Lösung als „Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Verwertung von Elektro-Altgeräten“ bespricht Dr. Dimitar Zvezdov.


Einen Blick für auf die internationalen Entwicklungen im Kontext des Themas wählen Dr. Dorli Harms und JProf. Jacob Hörisch in ihrem Beitrag „Nachhaltigkeitsorientierte Geschäftsmodellinnovation im internationalen Vergleich“. Sie kommen zu dem Schluss das westeuropäische und ostasiatische Großunternehmen die Potenziale nachhaltiger Geschäftsmodellinnovation konsequent nutzen, und dagegen in Deutschland viele Potentiale noch mobilisierbar erscheinen.

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