Monate: April 2015

Ländlicher Raum: Forschungsgruppe elektrisiert Pendler

Neben der Energiewende gilt die Reduzierung von Verkehrsemissionen etwa durch Elektromobilität als eine der größten Herausforderungen für die Klimaziele in Deutschland. Nachhaltigkeitsforscher des CSM haben in den letzten beiden Jahren untersucht, wie praxistaugliche Lösungen und Geschäftsmodelle im ländlichen Raum aussehen können. Das Mobilitätsverhalten ist eine wichtige Komponente zum Gelingen der Energiewende. Rund ein Viertel der Kohlenstoffdioxidemissionen privater Haushalte fällt derzeit im Verkehr an. Diese werden zu 80 Prozent durch das Auto verursacht. Ein verändertes Mobilitätsverhalten könnte daher die Umwelt deutlich entlasten (vgl. UBA Umweltbewusstseinsstudie 2014). Pilotprojekte, etwa in Berlin und einigen anderen Großstädten zeigen, dass für die Zielgruppe der Berufspendler das Elektro-Fahrrad einen deutlichen Beitrag für einen nachhaltigeren Mobilitätsmix leisten kann. Mit zwei Projekten im ländlichen Gebiet von Niedersachsen belegen Forscherinnen und Forscher der Leuphana Universität Lüneburg, dass auch im ländlichen Raum vielfältige Chancen für alternative Mobilität liegen. INaMi analysiert Projekte zu E-Mobilität So hat der Innovationsverbund Nachhaltiger Mittelstand (INaMi) am CSM in den letzten beiden Jahren mehrere Umsetzungsmöglichkeiten für E-Mobilität auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Dabei lag der Projektfokus auf der so genannten leichten Elektromobilität. …

„Nationalen Klimabeitrag“ des Stromsektors konsequent umsetzen – 2020-Ziel einhalten

-OFFENE ERKLÄRUNG VON ÖKONOM_INNEN UND ENERGIEWISSENSCHAFTLER_INNEN- Deutschlands nationales Klimaziel der 40-prozentigen Senkung von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 ist nur zu erreichen, wenn der Stromsektor einen signifikanten Beitrag leistet. Zu diesem Zweck wurde von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) Ende März der so genannte „nationale Klimabeitrag“ als Maßnahme vorgeschlagen. Mit dem Instrument sollen die Kohlenstoffdioxid–Emissionen des Stromsektors im Jahr 2020 um zusätzlich 22 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) reduziert werden. Dies ist das absolute Mindestmaß an Einsparungen, um die deutschen Klimaziele nicht zu gefährden. Mit diesem offenen Brief unterstützen wir daher den Vorschlag als kleinen Schritt in die richtige Richtung und fordern dessen konsequente Umsetzung. 2020-Klimaziel nur mit ergänzendem nationalen Instrument für den Stromsektor Um die ohnehin schon eng bemessenen Ziele und Einsparvorhaben des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 zu erreichen, müssen die Emissionen der Energiewirtschaft bis zum Jahr 2020 von heute rund 350 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid auf dann höchstens 290 Mio. Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Rund ein Drittel dieser Minderung (mindestens 22 Mio. Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr) ist nicht durch bestehende Maßnahmen gedeckt und auch die weiteren …

Studentin gewinnt internationales Nachhaltigkeitsstipendium

Susanne Mira Heinz, Masterstudentin der Leuphana Universität Lüneburg, gehört in diesem Jahr zu den  Wild Card-Gewinnern der Ellen-MacArthur-Foundation. Die Stiftung der britischen Weltumseglerin Ellen MacArthur widmet sich der Förderung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Das Stipendium hat einen Wert von 10.000 Pfund, welche jeweils für Stipendiatin und den Betreuer gewährt werden. Kreislaufwirtschaft Leitidee für akademischen Werdegang Heinz hatte sich für das Stipendium beworben, weil das Thema Kreislaufwirtschaft bzw. Circular Economy mit Aspekten wie Cradle to Cradle, Benign by Design, Biomimicry, Service Economy oder Natural Capitalism großen Einfluss auf ihren akademischen Werdegang hatte, wie die Stipendiatin in einer Stellungnahme betont: „Ich bin fasziniert von der Idee der Circular Economy, Produkte nur zu benutzen anstatt sie zu besitzen“ Als Mentor für das Stipendium hat Heinz Professor Erik G. Hansen gewählt. Er forscht und lehrt als Angehöriger des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universtität zu Energiewende und nachhaltigen Geschäftsmodellen. Hansen freut sich nun darauf, die Studentin aus dem Masterstudium Sustainability Science und das Ellen MacArthur-Netzwerk insgesamt unterstützen zu können. Dazu wird er seine Expertise im Bereich nachhaltigkeitsorientierter Innovationen …

Research Digest: Anwendung von Nachhaltigkeitsmanagementmethoden in KMUs und Großunternehmen: Eine Frage des Know-how?

Nachhaltigkeitsmanagement in KMUs und Großunternehmen: Eine Frage des Know-how? Für die erfolgreiche Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Anwendung konkreter Methoden des Nachhaltigkeitsmanagements unerlässlich. Obwohl in den vergangenen Jahren die Entwicklung solcher Methoden sowohl für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) als auch für Großunternehmen vorangeschritten ist, wenden vor allem Großunternehmen Nachhaltigkeitsmanagementmethoden an. Die bisherige Forschung hat die Größenunterschiede als den Grund für das höhere Engagement von Großunternehmen vermutet. Professor Jacob Hörisch, Dr. Matthew P. Johnson und Professor Stefan Schaltegger haben nun erstmalig vertieft untersucht, welche Ursachen diesem Unterschied in der Nachhaltigkeitsmanagementpraxis zugrunde liegen. Die im Journal „Business Strategy and the Environment“ vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass Methoden des Nachhaltigkeitsmanagements in KMUs in erster Linie weniger bekannt sind als in Großunternehmen. Die geringere Anwendung ist daher über einen geringeren Wissensstand zu erklären. Wissenvorsprung im Nachhaltigkeitsmanagement ist relevant Es wird somit deutlich, dass die Kenntnis über entsprechende Methoden der entscheidende Unterschied zwischen dem Nachhaltigkeitsmanagement von KMUs und Großunternehmen darstellt. Ist eine Methode einmal bekannt, so hat die Unternehmensgröße keinen Einfluss mehr auf die Anwendung. KMUs sind daher vor allem …

Nachhaltigkeitsforscher auf der Hannover Messe 2015

Vom 13. bis 17. April 2015 stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leuphana Universität Lüneburg auf der Hannover Messe vor, wie eine nachhaltige Hochschule in die Gesellschaft wirkt. Auch nachhaltigkeitsorientiere Geschäftsmodelle sind Teil der Präsentation zur Messe. Forscherinnen und Forscher präsentieren am Gemeinschaftsstand des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums in Halle 2, Stand A 08 mit Vorträgen und in mehreren Fachforen. Dabei stellen sie mit konkreten Beispielen dar, wie das universitäre Leitbild der Nachhaltigkeit in Lüneburg Forschung, Lehre und regionale Umgebung beeinflusst. Forschungsprojekt „Klimaneutraler Campus“ So gelang es der Leuphana Universität 2014 als erster deutscher Hochschule, den Campus klimaneutral zu machen. Das Forschungsprojekt „Klimaneutraler Campus und Energiesysteme“ verfolgt jetzt das Ziel, die klimaneutrale Energieversorgung des Campus Scharnhorststraße auf den angrenzenden Lüneburger Stadtteil Bockelsberg auszuweiten. Das Forscherteam „One Lüneburg“ aus dem EU-Regionalentwicklungsprojekt Innovations-Inkubator der Hochschule stellt einen exemplarischen Weg vor, wie nachhaltige Stadtquartiere geplant und entwickelt werden können. Auch nachhaltige Geschäftsmodelle sind Thema Volkswirt Lars Holstenkamp hält im Smart Grids Forum in Halle13 Stand C35 am 17.4. um 10.20 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Neue Geschäftsmodelle für kleine und …

Universitätsentwicklung: Nachhaltigkeitsideen gesucht

Die Leuphana möchte auch zukünftig mit innovativen Projekten neue Maßstäbe in der nachhaltigen Entwicklung setzen. Die Senatskommission Nachhaltigkeit sucht Projektideen zur Weiterentwicklung der Leuphana als nachhaltige Universität. Ziel der Leuphana ist es, auch zukünftig mit der Partizipation aller Akteure_innen Nachhaltigkeit an der Universität zu stärken. Dabei sind die Anwendungsfelder nachhaltiger Aktivitäten vielfältig und können von ganz unterschiedlichen Personen bespielt werden. Bis 10. Mai 2015: Universitätsmitglieder können neue Nachhaltigkeits-Ideen einreichen. Ökostrom und CO2-Ampeln, Studien und Vorlesungen, Informationskampagnen: Nachhaltigkeit ist an der Leuphana Campus-, Forschungs- und Transferthema. Mitglieder der Universität können bei der Senatskommission Vorschläge zur Weiterentwicklung einreichen. Nachhaltiges Handeln ist ein Grundprinzip der Leuphana. Die Leuphana denkt Nachhaltigkeit ganzheitlich, als Verbindung von Human- und Naturwissenschaften, transdisziplinär. Das verbindende Ziel: nachhaltige Entwicklung aus Sicht verschiedener Akteur_innen in unterschiedlichen Anwendungsfeldern zu erklären und zu leben. Was zeichnet die Leuphana als nachhaltige Universität aus? • Gemeinsam Nachhaltigkeit leben: Die Hochschulgemeinschaft lebt in ihrem täglichen Tun und Handeln die Prinzipien der Nachhaltigkeit. So gehen die Hochschulangehörigen im Hörsaal, am Arbeitsplatz und in Gebäuden bewusst mit Energie um, CarSharing und StadtRad …