Monate: Mai 2015

Bundesregierung: Monitoringbericht zu Klimawirkungen & Anpassung

Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Das ist das Ergebnis des bislang umfassendsten Berichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel. Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen. Die Zahl der so genannten „Heißen Tage“ pro Jahr, mit Temperaturen über 30 Grad, ist in Deutschland von drei auf acht gestiegen. Die über längere Zeiträume andauernden Hitzewellen können sich vielfältig auswirken. So mussten im Sommer 2003 über 30 europäische Kernkraftwerke ihre Stromproduktion drosseln, weil aufgrund der Trockenheit nicht genügend Kühlwasser zur Verfügung stand. Steigende Temperaturen führen auch zu steigenden Gesundheitsrisiken, da die Hitze Menschen stark belasten kann. In bestimmten Regionen Süddeutschlands breiten sich zudem neue wärmeliebende Insekten wie die Tigermücke aus. Sie können schwere Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber übertragen. In der Landwirtschaft führen Trockenstress oder Extremereignisse wie Stürme, Starkregen und Hagel zu großen Qualitätsschwankungen und Ertragseinbußen. …

Research Digest: Motivationen für unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement

Was motiviert Unternehmen sich für Nachhaltigkeit zu engagieren und wie äußert sich dies in der Implementierung unternehmerischer Nachhaltigkeit? Diesen Fragen sind Dr. Sarah Windolph, Dr. Dorli Harms und Prof. Dr. Stefan Schaltegger in ihrer Publikation im Journal „Corporate Social Responsibility and Environmental Management“ nachgegangen. Zu diesem Zweck wurden basierend auf der bestehenden Literatur drei mögliche Beweggründe analysiert: Legitimität, Markterfolg und interne Optimierung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Funktionsbereiche Rechnungswesen, Finanzierung und Controlling in der Unternehmenspraxis kaum in das Nachhaltigkeitsmanagement involviert sind, während die PR-Abteilung fast durchgängig stark das Nachhaltigkeitsmanagement mitgestaltet. Im Gegensatz zum bisherigen Stand der Forschung lässt dies den Schluss zu, dass die Sicherung und Wahrung der unternehmerischen Legitimität eine Hauptmotivation für unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement darstellt. Den Artikel finden Sie im Journal Corporate Social Responsibility and Environmental Management

Forschungsprojekt Slow Fashion: Mode und unternehmerische Nachhaltigkeit

Slow Fashion (InNaBe) Im Projekt „Slow Fashion – Gestalterische, technische und ökonomische Innovationen für massenmarkttaugliche nachhaltige Angebote im Bedarfsfeld ‚Bekleidung’“ (InNaBe) wird untersucht, ob und wie Innovationen in den Bereichen Modedesign und -entwurf, Textiltechnik, Kleidungsproduktion und Dienstleistungsangebote sowie neue Geschäftsmodelle dazu beitragen können, die Nutzungsphase von Kleidung zu verlängern. Zudem wird analysiert, wie der Diffusionsprozess von Slow Fashion über die Segmente der Innovatoren und umweltbewussten Milieugruppen hinaus gefördert werden und die Anschlussfähigkeit nachhaltiger Innovationen in den Mainstream-Milieus erreicht werden kann. Schwerpunkt Mode & unternehmerische Nachhaltigkeit Der Fokus des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität liegt in diesem Projekt auf unternehmerischem Nachhaltigkeitsmanagement und -marketing und insbesondere auf der Erforschung von Geschäftsmodellen. Nach der grundlegenden Betrachtung von Entwicklungsdynamiken und der Analyse von Nachhaltigkeitsinnovationen im Bekleidungsmarkt wird untersucht, welche konventionellen und innovativen Geschäftsmodelle im Markt existieren, was ihre Nachhaltigkeitsauswirkungen sind und wie sich diese klassifizieren lassen. In der weiteren Analyse werden neue Geschäftsmodelle entwickelt und dann Umsetzungskonzepte und -strategien mit dem Ziel entworfen, dass nachhaltige Bekleidungsprodukte und damit verbundene innovative Geschäftsmodelle den Massenmarkt durchdringen. Projektpartner Die …

Energiewende durch Innovation und Unternehmertum

In Bezug auf Art und Umfang ist die Energiewende sicher das weltweit einmalige und weitreichendste Transformationsprojekt in einer bedeutenden Industrienation: Die politische Zielstellung einer dezentraleren Energieversorgung soll negative Umweltauswirkungen verringern und die weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern einleiten. Auch die Bundesregierung trägt dieser Bedeutung Rechnung. Das Budget für die Energieforschung wurde in den vergangenen Jahren erhöht. Im Jahr  2014 hat sie nach eigenen Angaben für diesen Bereich rund 800 Millionen Euro aufgewendet. Drei Viertel der Mittel, jeweils rund 300 Millionen Euro, flossen in Forschungsarbeiten zu Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Eine Einordnung der aktuellen Entwicklungen rund um die Energiewende aus Managementperspektive unternimmt Prof. Erik G. Hansen in einem Gastbeitrag auf Dialog-Energie-Zukunft.de

Call for Papers: Creating Solutions with Sustainable Entrepreneurship

6th Leuphana Conference on Entrepreneurship: Lüneburg, Germany , January 14th – 16th 2016 Conference Rationale: The 6th Leuphana Conference on Entrepreneurship (LCE) will explore approaches to sustainable entrepreneurship and its interaction with sustainability innovations, sustainability-oriented business models an business cases. Sustainable entrepreneurship and related concepts such as ecopreneurship and social entrepreneurship have been characterized in different ways. The conference intends to embrace the broad variety of research foci in this area including, for example, entrepreneurial approaches to reduce environmental degradation through entrepreneurial action (Dean & McMullen 2007), to preserve nature and communities in the pursuit of perceived opportunities of economic and non-economic gains (Sheppert & Patzelt 2011), to initiate entrepreneurial discover (Kirzner 1997) of “worthy contributions” (Parrish 2010) and solutions to social and environmental problems, to search for the most effective methods of serving social missions (Dees 1998; Seelos & Meir 2007), to realize processes of creative destruction (Schumpeter 1939) of unsustainable products, services and organisations through the introduction of more convincing sustainable offers (Schaltegger & Wagner 2011) and to create sustainability transformations of the …

Bundesregierung startet neues Rahmenprogramm für Nachhaltigkeitsforschung

Die Bundesregierung will Nachhaltigkeitsforschung wirksamer fördern. Sie erweitert bestehen Strukturen und startet ein neues Rahmenforschungsprogramm zur Forschung für Nachhaltige Entwicklung. Ende April hat Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das neue Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3) öffentlich vorgestellt. Das FONA-Programm ist das zentrale Förderinstrument des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zum globalen Wandel, zum nachhaltigen Wirtschaften und zu sozialökologischen Fragen. FONA3 startet nun mit den neuen Themenfeldern „Zukunftsstadt“, Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften für weitere fünf Jahre. „Mit FONA3 werden wir die Forschung für Nachhaltige Entwicklung deutlich wirksamer fördern.“ Ministerin Wanka bei der Vorstellung des Wissenschaftsprogramms Im Rahmen von FONA3 wird den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in die weitere Erneuerung von Forschungsschiffen und Großgeräte für die Klimaforschung investiert, unter anderem den neuen Höchstleistungsrechner zur Klimamodellierung. Die Projektförderung für die Nachhaltigkeitsforschung wird ausgebaut, dafür stehen in den kommenden fünf Jahren mehr als 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit den Themen Zukunftsstadt, Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften ist FONA3 auch Teil der neuen Hightech-Strategie des BMBF. FONA3 Programm als PDF-Download (5 mb)