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Kreislaufwirtschaft: Schmidt-MacArthur Summer School 2015

Ende Juni fand an der London Business School (LBS) die Schmidt-MacArtur Summer-School zum Thema Kreislaufwirtschaft statt. Die Veranstaltung ist Teil eines renommierten Wissenschaftsförderprogramm der Schmidt-MachArtthur-Stiftung. Als einzige Vertreter einer deutschen Universität sind in diesem Jahr Susanne Mira Heinz, Masterstudentin der Nachhaltigkeitswissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg und Professor Erik G. Hansen als ihr Mentor im Fellowship-Programm mit einem eigenständigen Projekt vertreten.

Die Nachwuchswissenschaftler des Fellowship-Programms werden aus einem Netzwerk von vierzehn Partneruniversitäten ausgewählt. Diese sind international anerkannte Universitäten und Institutionen mit Schwerpunkten zu Design, Technik und Wirtschaft. Darunter renommierte Einrichtungen wie MIT, Stanford, Yale, LBS, Imperial College oder Berkeley. Außerdem gibt für externe Teilnehmer die Chance auf eine Wild-Card. In diesem Jahr u.a. für Heinz und ihren wissenschaftlichen Betreuer von der Leuphana.

image003Das Programm der Summer School war vielfältig. Studierende und Mentoren führten eine umfangreiche Debatte zu Stärken und Schwächen einer Kreislaufwirtschaft und ihrer Konzepte. Die Teilnehmer trafen auch auf viele Vorwärtsdenkerinnen und Vorwärtsdenker, wie beispielweise Marian Chertow von der Yale Universität, ihres Zeichens Pionierin in Feld Industrial Symbiosis oder Bill Burnett, Executive Director einer Innovationsschiede für Design Thinking in Stanford. Dabei wurden weiterführende Fragen beleuchtet, beispielweise: Wie kann Kreislaufwirtschaft auch sozial sein? Auch gemeinsam mit Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertretern wurden in kleinem Kreis die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft erarbeitet und Bilanz aus ersten Umsetzungen gezogen.

Workshopkonzept für nachhaltige Produkt-Service-Systeme in KMU

Bis Ende 2016 wird Susanne Mira Heinz an einem „Circular Economy Innovation Project“ als Teil des Stipendienprogramms arbeiten. Sie konzeptioniert Workshops zu nachhaltigen Produkt-Service Systemen, die es Herstellern ermöglicht wertvolle Materialien verantwortungsvoll im Kreislauf zu führen und sich parallel von technischer Konkurrenz durch Service abzugrenzen.

Der Höhepunkt der Summer School war der CE100 Summit, die Jahreskonferenz der  MacArthur-Foundation zum Thema Kreislaufwirtschaft bzw Circular Economy. Sie dient dem Aufbau neuer Initiativen und dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Summer School beweist mit dieser Resonanz und der Einbettung und Vernetzung der Wissenschaftler im Fellowship-Programm, dass Kreislaufwirtschaft ein Zukunftsthema bleibt, dessen Grundlagen bereits gelegt sind. Nun gilt es den Transfer von der Wissenschaft in die Praxis zu bewerkstelligen.