Nachhaltige Neuigkeiten

G7-Allianz zur Ressourceneffizienz: Win-Win-Thema für Wirtschaft und Umwelt?

Aufgrund der Initiative der Bundesregierung beschäftigen sich die G-7, also der Verbund der sieben größen Industrienationen der Erde, derzeit intensiv mit den Chancen von Ressourceneffizienz für Umwelt und Wirtschaft.

Erstmals tagte nun die G7-Allianz für Ressourceneffizienz, unter der Leitung des Bundeswirtschafts- und des Bundesumweltministeriums. Die Allianz wurde auf Initiative der Bundesregierung von den Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen am 7. und 8. Juni 2015 auf Schloss Elmau ins Leben gerufen. Ziel der Allianz ist der Austausch von Best Practices zur sparsamen und umweltfreundlichen Nutzung von Rohstoffen und Materialien.

Wie notwendig diese Initiative ist, erschließt sich auch dem Laien, wenn man auf aktuelle Entwicklungen blickt: Der globale Rohstoffverbrauch hat sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt. Ein Fünftel der Menschheit verbraucht rund vier Fünftel der abgebauten Mineralien und Metalle. Das darf und kann nicht dauerhaft so bleiben. Deshalb ist bei vielen gloabelen Akteuren mittlerweile absolut unstritig, dass man die internationale Zusammenarbeit für Ressourceneffizienz stärken müsse.

„Mit der Allianz führen wir Ökonomie und Ökologie auf Ebene der sieben stärksten Wirtschaftsnationen noch enger zusammen. Das ist ein wichtiger Impuls für mehr Innovationen, Investitionen und Nachhaltigkeit. Ressourceneffizienz ist ein Win-Win-Thema für Wirtschaft und Umwelt. „

Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium

Weitere Veranstaltungen auf G7-Ebene zum Thema Ressourceneffizienz sind für Ende Oktober in Birmingham und für November 2015 in Berlin geplant. Die Bundesregierung vor diesem Hingrund weitere Informationen rund um das Thema Ressurceneffizienz zusammengetragen.

stahlwerkDas Recycling von Metallen sowie die Nutzung von Sekundärrohstoffen tragen wesentlich zur Steigerung der Ressourceneffizienz bei. Die deutsche Produktion von Nicht-Eisen-Metallen (Aluminium, Blei, Zink, Kupfer) basiert beispielsweise bereits seit vielen Jahren zu etwa 50 Prozent auf sekundären Vorstoffen. Weltweit sind die Anteile meist deutlich geringer. Während Stahl, Basis- und Edelmetalle aufgrund ihres Wertes und der großen anfallenden Mengen schon in hohem Maße wiederverwendet werden, ist dies bei den Hochtechnologiemetallen wie Seltenen Erden, Indium oder Germanium in der Regel nicht der Fall. Hier bestehen beim Recycling noch große Potenziale (Angaben siehe Quelle oben).