Nachhaltige Neuigkeiten

Forschungspreise Bio-Lebensmittelwirtschaft 2016 verliehen

Seit drei Jahren prämieren Vertreter der Bio-Lebensmittelwirtschaft akademischen Abschlussarbeiten. Auch 2016 ziehen sie ein positives Fazit: Die Arbeit junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist von hoher Bedeutung für Bio-Firmen.

Die Bio-Branche ist wie kaum eine andere von einer ihrer Innovationskraft geprägt: Beim Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft, der nun in Nürnberg an drei Preisträgerinnen verliehen wurde, zeigte sich: Die nötigen Ideen dazu können gerade auch aus den Hochschulen kommen. Der in diesem Jahr mit 8.000 Euro dotierte Forschungspreis wurde zum dritten Mal verliehen, und zwar in den Kategorien Bachelor und Master. Wie im Vorjahr waren 21 Arbeiten eingereicht worden, die sich mit Rechts- und Umweltfragen oder mit Themen aus der Lebensmitteltechnologie und mit Nachhaltigkeitsmanagement befassten.

Neue Idee: Sonnenblumen als Basis für Tofu

So hatte sich Preisträgerin Svenja Herzog, die für ihre Bachelorarbeit ausgezeichnet wurde, mit der Frage befasst, wie das Protein, das in den jährlich weltweit produzierten 16 Millionen Tonnen Sonnenblumenpresskuchen enthalten ist, nicht nur wie heute für die Tierfütterung verwendet werden kann, sondern für die menschliche Ernährung. Also etwa als ein Tofu nicht auf Basis von Soja, sondern mit Hilfe von Sonnenblumen.

Neuer Ansatz: Rinderrassen für die Weidehaltung

Bei der Masterarbeit von Maria Jaeger stand die Weidekuh im Mittelpunkt: Jaeger fahndete nach geeigneten Rassen für die in der Bio-Landwirtschaft wichtige Weidehaltung. In ihrer Forschung stand also nicht die sonst übliche Frage nach noch mehr Leistung im Vordergrund, sondern das Verhalten, die  Gesundheit und damit das Wohlbefinden der Kühe. Das Ergebnis: Rinderrassen aus neuseeländischer Herkunft eignen sich für die Weidehaltung wohl besser, als solche aus deutscher Hochleistungszucht.

Neue Produkte: Innovationsmanagement als Basis für unternehmerische Erfolg

Eine Ansatz mit deutlichem Bezug zur Disziplin Nachhaltigkeitsmanagement wählte die dritte Preisträgerin: Die Masterarbeit von Janna Möllers führt in den Alltag von Herstellern biologischer Lebensmittel: Denn in den Firmen entstehen zwar auf allen Ebenen, ob im Marketing, bei den Entwicklern oder dem Inhaber, jede Menge Ideen für neue Produkte. Aber welche sind tauglich? Die Preisträgerin konzipierte eine Innovations- und Ideenmanagement, das die Basis für Produktinnovationen und somit letztlich für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sein kann.

Hinweis: Text basiert auf der Meldung des Veranstalters