Nachhaltige Neuigkeiten

Größte Forschungsinitiative zur Energiewende gestartet

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gibt die vier ausgewählten „Kopernikus-Projekte für die Energiewende“ bekannt. Auch ein Lehrender des MBA Sustainability Management übernimmt eine aktive Rolle bei Kopernikus.Das Forschungministerium stellt für die Startphase bis zu 120 Millionen Euro bereit, insgesamt rund 400 Millionen Euro in den kommenden zehn Jahren.

In diesem Zeitraum werden gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt. Mit dem Start der Kopernikus-Projekte geht die größte Forschungsinitiative zur Energiewende in vier Schlüsselbereichen in die Umsetzung: Der Entwicklung von Stromnetzen, der Speicherung überschüssiger erneuerbarer Energie durch Umwandlung in andere Energieträger, der Neuausrichtung von Industrieprozessen auf eine fluktuierende Energieversorgung und dem verbesserten Zusammenspiel aller Sektoren des Energiesystems.

Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung /Steffen Kugler

„Wir werden zeigen, dass eine sichere, bezahlbare und saubere Energieversorgung machbar ist, ohne auf Wohlstand und Arbeitsplätze zu verzichten.“

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka

Die Kopernikus-Projekte haben eine erhebliche Mobilisierungswirkung in Wissenschaft und Wirtschaft entfaltet: Insgesamt haben sich rund 1000 Institutionen in 41 Projektvorschlägen beworben. 230 Institutionen werden nun die Projekte umsetzen.

Die erfolgreichen Projekt-Konsortien sind:

  • Neue Netzstrukturen:
    Konsortium „ENSURE“ unter der Leitung von Professor Holger Hanselka (Karlsruher Institut für Technologie)
  • Speicherung von Überschussstrom:
    Konsortium „Power-to-X“ unter der Leitung von Professor Walter Leitner (RWTH Aachen)
  • Industrieprozesse:
    Projekt „SynErgie“ unter der Leitung von Professor Eberhard Abele (Technischen Universität Darmstadt)
  • Systemintegration:
    Projekt „ENavi“ unter der Leitung von Professor Ortwin Renn vom Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) Potsdam.

Lehrender des MBA Sustainability Management in Projektleitung

Das CSM beglückwünscht  insbesondere Professor Renn und dessen Team, der in den letzten Jahren im MBA Sustainability Management als Lehrender tätig war. Das vom Ortwin Renn geleitete Projekt ENavi betrachtet die Energiewende als einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess. Auf diesem Wege soll das Projekt dazu beitragen, die Energiewende mit größtmöglicher Akzeptanz voran zu treiben. Die erwarteten Erkenntnisse erlauben zudem eine Abschätzung des Marktpotentials verschiedener Technologien.

Kopernikus: Projektlaufzeit bis 2025

Für die erste Förderphase bis 2018 stellt das BMBF bis zu 120 Millionen Euro bereit. Für die Kopernikus-Projekte sind zwei weitere Phasen vorgesehen, die in eine Gesamtlaufzeit von bis zu zehn Jahren münden. Bis 2025 sollen dafür weitere 280 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis: Der Text basiert auf einer Meldung des BMBF.