Nachhaltige Neuigkeiten

Sustainability Image Score 2016: Kunden wollen grüne Marken!

Zum sechsten Mal legt die Kommunikationsagentur Serviceplan ihre Nachhaltigkeitsstudie „Sustainability Image Score“ (SIS) vor. Die Erhebung zeigt, welchen Einfluss Nachhaltigkeit und Corporate Responsibility auf das Image von Unternehmen, die Kaufbereitschaft sowie die Kundenbindung haben.

Die Anstrengungen der Unternehmen zahlen sich aus: Nachhaltiges Agieren wird von Verbrauchern immer besser beurteilt. Die Anzahl der Branchen, die bei der aktuellen SIS-Studie mindestens im Mittelfeld abschneiden, hat sich seit 2012 verdoppelt und rund ein Drittel der untersuchten Unternehmen schneidet mit Gut ab. Das ist mehr als je zuvor. Dieses Jahr wird besonders deutlich, wie wichtig die Authentizität von Unternehmen für ein gutes Nachhaltigkeitsimage und die Unternehmensreputation ist. Kunden urteilen zunehmend sensibler und beobachten genau, was tatsächlich geleistet und versprochen wird.

Nachhaltigkeits-Skandale schlagen voll durch

Gleichzeitig zeigt die sechste Auflage des „Sustainability Image Score“, dass Verfehlungen schnell und gravierend bestraft werden. Dies bekam im vergangenen Jahr Burger King zu spüren, jetzt rutscht Volkswagen in den tief roten Bereich ab. Im Schlepptau auch der Ex-Image-Führer Audi, der sich in diesem Jahr nur auf Platz 39 wiederfindet.

Quelle: SIS 2016 – serviceplan.com/de/press

Viele Unternehmen mit schlechtem Nachhaltigkeitsimage verharren schon seit Jahren auf den hintersten Rängen – darunter McDonald’s, KiK, die Deutsche Bank oder H&M. Fest steht, dass konsequentes Handeln und Engagement im Bereich Nachhaltigkeit langfristig zu besseren Bewertungen führt.

Reputation im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsstudie

Ein unterschätzter Faktor bei der Steuerung des Nachhaltigkeitsimages ist die Kommunikation. „Die Befragungen zeigen, dass Kunden die Kommunikation der Top-5-Unternehmen als leicht verständlich, glaubwürdig und konsistent empfinden. Bei den Flop-5-Unternehmen ist das Gegenteil der Fall“, erklärt Christoph Kahlert, Geschäftsleiter von Serviceplan Corporate Reputation. Authentizität sei für Marken und Unternehmen bei der Vermittlung von Nachhaltigkeit immer entscheidender. Kunden beobachteten genau, welche Haltung ein Unternehmen vertritt und was ein Unternehmen wie kommuniziert. Inkonsistenz wird von Verbrauchern bestraft, wie man am Bio-Burger von McDonald´s sehen könne.

An oberster Stelle steht daher konsequentes Nachhaltigkeitsengagement und gelebte Corporate Responsibility – im zweiten Schritt folgt die kunden- und stakeholderorientierte Kommunikation. Nur so können Unternehmen erfolgreich mit Nachhaltigkeit Reputation aufbauen.

Das Studiendesign: Feldzeit und Stichprobe

  • Onlinebefragung (Interviewdauer ca. 20 Minuten)G
  • Gesamtstichprobe n=15.399Beurteilungen / 9.000 Teilnehmer
  • Beurteilung von meist 2 Marken je Teilnehmer
  • Screening-Verfahren: Zunächst Angabe der Teilnehmer, bei welchen Unternehmen sie Kunde sind; danach erfolgt per Zufallsauswahl die Zuteilung zu je zwei Marken, die im Anschluss bewertet werden
  • 106 Unternehmen aus 16 Branchen
  • Neu in 2016: Erhebung der Branche Kaffee, Sportartikelhersteller und Outdoor
  • ca. n=150 Kunden pro Unternehmen
  • Feldzeit: 31.03.2016 –20.05.2016

Hinweis: Der Text basiert auf der offiziellen Meldung zur Studie