Nachhaltige Neuigkeiten

Gründungsradar: Erster Platz für Leuphana Universität Lüneburg

München, Lüneburg und Leipzig haben Hochschulen mit der besten Gründungs­kultur: Wer dort studiert, wird am besten vorbereitet, nach dem Studium ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das ergab der dritte „Gründungsradar“ des Stifterverbandes und der Nixdorf Stiftung, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.  Die Leuphana Universität Lüneburg belegte dabei in der Gruppe mittelgroßer Universitäten den ersten Platz des Rankings.

Nach dem aktuellen Gründungsradar gehören folgende Hochschulen – je nach Größe – zu den Spitzenreitern beim Thema Gründungsförderung:

  • Hochschule München und Technische Universität München 
    Kategorie: Große Hochschulen mit mehr als 15.000 Studierenden
  • Leuphana Universität Lüneburg
    Kategorie: Mittlere Hochschulen mit weniger als 15.000 Studierenden
  • HHL Leipzig Graduate School of Management
    Kategorie: Kleine Hochschulen mit weniger als 5.000 Studierenden

Für die Leuphana Universität Lüneburg eine wiederholt tolle Auszeichnung. Konnte die Hochschule doch erneut den Spitzenplatz behaupten. Dr. Mark Euler – der als Lehrender im MBA Sustainability Management das Fachmodul zu Entrepreneurship betreut –   und den Gründungsserivce der Uni mitgestaltet bilanziert das tolle Ergebnis in einem Interview folgendermaßen: Das Besondere an der Leuphana Universität sei, dass man unter Entrepreneurship nicht nur die Gründung eines profitorientierten Unternehmens, sondern eine Handlungskompetenz verstehe. Das heißt, Studierende und Mitarbeiter_innen würden bedonders dabei unterstützt, eigene Ideen zu entwickeln und eben auch umzusetzen. Unabhängig ob es sich um eine Geschäftsidee, ein soziales Projekt, eine Initiative et cetera handele.

Nachhaltigkeit und Entrepreneurship

Institutionell ist das Thema Gründung mit vier Entrepreneurship-Professuren fest an der Leuphana Universtität Lüneburg verankert. Dabei kommt insbesondere auch der Nachhaltigkeit-Fakultät ein Schwerpunkt zu. So ist am Centre for Sustainability Management (CSM) die Juniorprofessur Social Entrepreneurship verortet, und dort wird auch der  SocialChangeHub mitorganisiert.

Deutsche Hochschullandschaft gründungsfreundlicher

Insgesamt haben fast alle teilnehmenden Hochschulen ihr Engagement in der Gründungsförderung seit 2012 intensiviert. Dabei gab es Leistungssteigerungen in allen vier Bereichen: Gründungssensibilisierung und –unterstützung, institutionelle Verankerung sowie Gründungsaktivitäten. Treiber sind vor allem die kleinen Hochschulen.

Ein Erfolgsfaktor bei der Gründungsförderung ist die institutionelle Verankerung. In diesem Bereich haben sich viele Hochschulen stark verbessert. In einem Schwerpunkt des Gründungsradars sagt der Großteil der Hochschulen, die interne Vernetzung zwischen Lehre, Forschung und Beratung sowie die Kooperation mit externen Akteuren seien der Schlüssel für eine erfolgreiche Gründungskultur. Hinzu kommt ein konkreter Ansprechpartner in der Hochschulleitung für mehr Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit sowie ein hohes Engagement der Professoren aus gründungsrelevanten Bereichen.

Um die Qualität und Quantität der Gründungsaktivitäten weiter zu steigern, empfehlen die befragten Hochschulen, mit der öffentlichen Förderung regionale Vernetzungen zu stärken, jeweilige Hochschulgrößen und -profile noch stärker zu berücksichtigen und EXIST-Anreizmaßnahmen beizubehalten. Darüber hinaus sollten die rechtlichen Rahmenbedingungen für Hochschulbeteiligungen an Gründungen vereinfacht werden.
gruendungsradar_2016_ranking_mittelgrosse_hochschulen

Der Beitrag basiert auf einer Meldung des Veranstalters