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BAUM-Umweltpreis 2017: Projektpartner des CSM ausgezeichnet

Auf der diesjährigen Jahrestagung des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (BAUM) dreht sich alles um Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor für Unternehmen: Und mit CEWE, Voelkel und der Fattoria La Vialla erhalten drei Mittelständler den B.A.U.M.-Umweltpreis 2017. Glückwünsche an die Preisträger! Insbesondere auch an Voelckel, die als Partner bei Fallbeispielen, Praxissimulationen und Modulworkshops bereits viele Berührungspunkte mit dem CSM und dem MBA Sustainability Management hatte.

Unter dem Kürzel B.A.U.M. verbindet der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management e.V. seit 1984 erfolgreich und zukunftsorientiert ökonomische, ökologische und soziale Fragen –  also die Prinzipien der Nachhaltigkeit, miteinander. Heute ist B.A.U.M. mit weit über 500 Mitgliedern das größte Unternehmensnetzwerk für nachhaltiges Wirtschaften in Europa.

Vision und Ziel: Nachhaltiges Wirtschaften

Ziel von B.A.U.M. ist es, Unternehmen, Kommunen und Organisationen für die Belange des vorsorgenden Umweltschutzes sowie die Vision des nachhaltigen Wirtschaftens zu sensibilisieren und bei der ökologisch wirksamen, ökonomisch sinnvollen und sozial gerechten Realisierung zu unterstützen. Der Verein fördert die unternehmerische Nachhaltigkeit bzw. das Nachhaltigkeitsmanagement und vergibt Preise an herausragende Initiativen, Projekte und Unternehmen.

Mittelstand Treiber unternehmerischer Nachhaltigkeit

„Der Klimawandel ist derzeit eine der größten Herausforderungen der Menschheit“, so der B.A.U.M.-Vorsitzende Professor Maximilian Gege. „Die Staatengemeinschaft hat sich im Übereinkommen von Paris ehrgeizige Ziele gesetzt. Die politische Umsetzung geht aber oft nur langsam voran. Viele Unternehmen, besonders im Mittelstand, sind da schon viel weiter.“

Die Preisträger 2017

B.A.U.M. vergibt  in der Kategorie Kleine und mittelständische Unternehmen drei Auszeichnungen. In diesem Jahr werden ausgezeichnet: CEWE, Voelkel und Fattoria La Vialla.

Stefan Voelkel / Foto: Voelkel GmbH

Stefan Voelkel leitet die von seinen Großeltern gegründete Bio-Kelterei, die Säfte in Bio- und Demeter-Qualität produziert. Viele Rohwaren stammen aus der Region. Um die übrigen Transportwege kurz und so die CO2-Emissionen gering zu halten, sind die meisten Lieferanten in Europa ansässig. Die Voelkel GmbH hat umfangreiche Maßnahmen zur Energieeffizienz durchgeführt, z. B. die Erneuerung von Dampf- und Drucklufterzeugung oder die Einführung einer neuen Methode zur Tankreinigung, bei der Dampf eingespart wird. Auch die Herstellung der Verpackung wird kontinuierlich verbessert. Von 2010 auf 2014 konnte der Stromverbrauch pro Verpackungseinheit um gut 16 Prozent und der Gasverbrauch um über 15 Prozent gesenkt werden.


Foto:Diana Pappas

Gianni, Antonio und Bandino Lo Franco gehen mit der Fattoria La Vialla auch einen Schritt weiter. Das Landgut der drei Brüder in der Toskana ist einer der wenigen Betriebe, die über ein geschlossenes Kreislaufsystem mit vollständiger Rückverfolgbarkeit für eine Vielzahl verschiedener Bio-Erzeugnisse verfügen. Die Produktion erfolgt bis auf einige Ausnahmen über die gesamte Wertschöpfungskette im eigenen Unternehmen. Seit 2008 werden alle Emissionen des Betriebs erfasst und in einer CO2-Bilanz ausgewiesen. Der ökologische Fußabdruck des Unternehmens ist seit 2009 negativ, d. h. die Fattoria La Vialla absorbiert insgesamt mehr Kohlenstoffdioxid als sie abgibt. Dazu tragen auch zahlreiche Maßnahmen im Bereich Energie- und Ressourceneffizienz sowie Logistik bei. Seit 2014 darf sich die Fattoria La Vialla als „Klimaneutrales Unternehmen“ bezeichnen.


Dr. Rolf Hollander Foto: Frank Reinhold

Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Neumüller CEWE Color Stiftung, nimmt den Umweltpreis stellvertretend für das Gesamtunternehmen CEWE Stiftung & Co KGaA entgegen. Der Fotoservice-Anbieter hat im Rahmen einer Selbstverpflichtung für alle Produktivbereiche umweltschonende Strategien eingeführt, durch die seit 2012 jährlich über fünf Prozent Kohlenstoffdioxid und seit 2006 mehr als 60 Prozent Wasser eingespart werden konnten. 2012 erhielt das unternehmenseigene Rechenzentrum in Oldenburg den „Blauen Engel“ und wurde 2015 erfolgreich rezertifiziert – als eines der ersten vier Unternehmen deutschlandweit. Seit 2009 nimmt CEWE am Carbon Disclosure Project teil, seit 2015 als Indexleader.

Hintergrund:  B.A.U.M.-Umweltpreis

Mit dem B.A.U.M.-Umweltpreis zeichnet B.A.U.M. ganz bewusst engagierte Einzelpersonen und nicht Organisationen aus. Der Preis wurde 1993 ins Leben gerufen, um vor allem die Arbeit der „Macher“ in Unternehmen und Institutionen, die Arbeit derer, die das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement verantworten und operativ umsetzen, anzuerkennen. Immer wieder berichteten Umweltbeauftragte, die den Preis erhalten hatten, wie diese Auszeichnung ihnen Rückenwind gegeben und ihre Position auch im eigenen Unternehmen gestärkt hat. Aber auch CEOs, die für nachhaltige Entwicklung in ihrem Unternehmen stehen, werden ausgezeichnet.

Die Preisverleihung erfolgt am Nachmittag des 17. Mai im Rahmen der B.A.U.M.-Jahrestagung in Frankfurt / Main.