Alle Artikel mit dem Schlagwort: Biodiversität

Biosprit: Weltweit größte Untersuchung von Jatropha-Projekten offenbart ungelöste Probleme

Pressemitteilung Biosprit-Pflanze Jatropha auf dem Prüfstand Weltweit größte Untersuchung von Jatropha-Projekten offenbart ungelöste Probleme Erst Heilsbringer, dann Teufelszeug: Die Biosprit-Pflanze Jatropha steht symbolisch für das Schicksal der gesamten Biokraftstoff-Industrie. Denn Biosprit ist nicht per se nachhaltig; er wird für steigende Nahrungsmittelpreise, Landraub und Biodiversitätsverlust verantwortlich gemacht. „Jatropha galt als Lösung dieser Probleme, doch unsere Studie zeigt, wie komplex eine Nachhaltigkeitsbewertung ist“, erläutert Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) an der Leuphana Universität Lüneburg. In der weltweit größten Untersuchung zum Status quo des Jatropha-Anbaus zeichnen die Nachhaltigkeitswissenschaftler der Leuphana ein differenziertes Bild und betonen gleichzeitig die enormen Herausforderungen für den Sektor.

Neue Studie des CSM: Biodiversität im unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagement

Unternehmerisches Handeln verändert die biologische Vielfalt. Pflanzen und Tiere werden als Rohstoffe entnommen und Lebensräume wandeln sich durch ihre Bewirtschaftung. Im Gegenzug beeinflussen bestimmte, auf der Biodiversität basierende Leistungen den unternehmerischen Erfolg. Dies ist unter anderem der Fall, wenn Unternehmen von diesen Leistungen abhängig sind oder der Umgang mit den natürlichen Ressourcen die Produkt- und Unternehmensreputation beeinflusst.

Expertenworkshop zum Thema Biodiversität – 22. März 2012, Hamburg

Natürliche Ressourcen – und damit die „Produkte“ der Biodiversität – werden von Unternehmen genutzt und sind oft Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Weltweit schwindet jedoch die biologische Vielfalt in einem erschreckenden Tempo. Daher stehen Unternehmen in der Verantwortung, Biodiversität zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Die frühzeitige und langfristige Berücksichtigung von Biodiversität in unternehmerischem Handeln kann wirtschaftliche Risiken minimieren und neue Chancen bieten, wenn Unternehmen es verstehen, bereits heute das Thema des unternehmerischen Biodiversitätsmanagements aufzugreifen.

Sicherung der Vielfalt bedeutet unternehmerischen Erfolg

Ein naturverträgliches Wirtschaften kann sowohl zur Erhaltung der Biodiversität als auch zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs beitragen. Verschiedene Initiativen sowie Projekte auf internationaler und nationaler Ebene haben das Ziel, deutlich zu machen, wie ein unternehmerisches Biodiversitätsmanagement Win-win-win-Effekte zu Gunsten von Biodiversität, Unternehmen und Gesellschaft ermöglich. Prof. Stefan Schaltegger und Uwe Beständig beschreiben in Ihrem Beitrag für die Zeitschrift Natur und Landschaft die Zusammenhänge unternehmerischen Biodiversitätsmanagements. Bestellen Sie hier den Artikel.

CSM entwickelte Handbuch zum unternehmerischen Biodiversitätsmanagement

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum „Internationalen Jahr der Artenvielfalt“ erklärt, das im Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin feierlich eröffnet wurde. Dies soll die öffentliche Aufmerksamkeit auf den weltweit anhaltenden Verlust an biologischer Vielfalt lenken. Schließlich ist die Biodiversität eine wichtige Basis für verschiedene gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse. Sie ist damit auch ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Performance von Unternehmen. Sich ergebende Risiken und Chancen lassen sich dabei mit Hilfe eines unternehmerischen Biodiversitätsmanagements bearbeiten. Das Bundesumweltministerium initiierte daher 2008 die internationale „Biodiversity in good company Initiative„, welche von der GTZ koordiniert wird. Ziel dieser Initiative ist es den Privatsektor stärker bei der Erhaltung der Biodiversität zu beteiligen. Zu ihrer Unterstützung entwickelten Prof. Dr. Stefan Schaltegger und Uwe Beständig vom Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg in Zusammenarbeit mit Firmenvertretern aus der Praxis ein Handbuch zum unternehmerischen Biodiversitätsmanagement. Das Handbuch erläutert systematisch die Bezüge von unternehmerischen Handelns und Biodiversität und benennet mögliche Ansatzpunkte sowie Vorteile eines Biodiversitätsmanagements. Das theoretische Konzept wird dabei durch zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulicht, so dass sich vielfältige …

Biodiversität und Unternehmen: CSM bearbeitet BMU-Forschungsprojekt

Die Themen Biodiversität und nachhaltige Unternehmensentwicklung sind in vielerlei Hinsicht miteinander verwoben. Daher stellt der fortschreitende Verlust an biologischer Vielfalt auch ein langfristiges Risiko für viele Wirtschaftszweige dar. Andererseits ist die Erhaltung der Biodiversität auch eine Chance zur Steigerung der unternehmerischen Wettbewerbsfähigkeit. Beispiele für Unternehmensrisiken und –chancen, die sich aus der Biodiversitätsthematik ergeben, sind in vielen Branchen anzutreffen, nicht nur der Landwirtschaft, dem Tourismus und der Pharmaindustrie. Häufig ist die Unternehmensrelevanz jedoch noch wenig beachtet worden. Im Anschluss an das von der „Biodiversity in good company Initiative“ initiierte Handbuch zu unternehmerischem Biodiversitätsmanagement baut das CSM seine Arbeiten zum unternehmerischen Biodiversitätsmanagement weiter aus. Unter dem Titel „Biodiversität und Unternehmen“ startete das CSM Ende 2009 ein in die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ eingebettetes Projekt, das vom Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz gefördert wird. Ziel des Projektes ist die Erforschung und Entwicklung von Methoden des Biodiver-sitätsmanagements und die Verbreitung von Biodiver-sitätsmanagement in Unternehmen in Deutschland. Zusammen mit den Projektpartnern Global Nature Fund (GNF) und dem Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.e.V.) werden in diesem Projekt einzelne …

Erhalt der Biodiversität als Unternehmensziel

Der Erhalt der Biodiversität ist nicht erst seit der UN-Biodiversitätskonferenz im Mai 2008 in Bonn in den öffentlichen Fokus gerückt. Seitdem wird jedoch in zunehmendem Maße die Rolle von Unternehmen auch in Deutschland diskutiert. So sollen die Unternehmen ihren Beitrag zur Erreichung des Ziels der Biodiversitätskonvention (CBD) von Rio de Janeiro 1992 im Jahre 2010 mit einer signifikanten Verlangsamung des Rückgangs der Biodiversität leisten. Die von der Assoziation der deutschen Lebensmittel Hersteller (AOEL) und dem Deutschen Naturschutzring (DNR) am 29. Juni 2009 veranstaltete Tagung zum Thema „Erhalt der Biodiversität als Unternehmensziel“ widmete sich diesem Thema. Fragen wie: „Stehen die Strategien der Unternehmen mit den Konzepten der Naturschutzverbände im Einklang?“ oder „Können Unternehmen den Erhalt der Biodiversität als Unternehmensziel etablieren?“ und „Welche Ansatzpunkte gibt es?“ wurden gestellt. Nach der Eröffnung durch Johannes Doms, dem Geschäftsführer der HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG gab Dr. Helmut Röscheisen (Generalsekretär und Geschäftsführer des DNR) einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der Biodiversitätskonferenz und über die mit ihr ins Leben gerufene „Business & Biodiversity-Initiative“ sowie die ihnen verbundenen Chancen. Im …