Alle Artikel mit dem Schlagwort: Centre for Sustainability Management

Forschungsmeldung Nachhaltigkeitsmanagement: Unternehmen ist Akzeptanz wichtiger als Profit

Ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz ist für die Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vitäten von großen Un­ter­neh­men wich­ti­ger als die Aus­sicht auf mehr Ge­winn. Auch die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on spielt beim Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine größere Rol­le als der Pro­fit. Dies ist eine Er­geb­nis ei­ner in­ter­na­tio­na­len Stu­die der Pro­fes­so­ren Ste­fan Schal­teg­ger (Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg, linke Foto) und Ja­cob Hörisch (Ala­nus Hoch­schu­le, 2. v.l.). Expertenpanel: Nachhaltigkeitsmanager in über 400 Unternehmen befragt Be­fragt wur­den dazu Nach­hal­tig­keits­ma­na­ger der um­satzstärks­ten Un­ter­neh­men in zehn aus­gewähl­ten In­dus­tri­eländern in Eu­ro­pa, Nord­ame­ri­ka und Asi­en. Ins­ge­samt 432 Un­ter­neh­men be­tei­lig­ten sich an der Un­ter­su­chung. „Die Stu­die räumt mit der gängi­gen Mei­nung auf, dass Un­ter­neh­men sich nur dann für Um­welt und So­zia­les en­ga­gie­ren, wenn sich dies für sie rech­net. Da­ge­gen zeigt un­se­re Stu­die erst­mals: Haupt­an­triebs­kraft beim The­ma Nach­hal­tig­keit ist die Le­gi­ti­mitätsori­en­tie­rung“, sagt Schal­teg­ger, Lei­ter des Cen­tres for Sustaina­bi­li­ty Ma­nage­ment (CSM) an der Leu­pha­na Universität. Den meis­ten Un­ter­neh­men gehe es vor al­lem um ge­sell­schaft­li­che An­er­ken­nung. Außer­dem wird En­ga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit als ein Si­gnal nach in­nen ge­se­hen. Dafür spre­che die große Be­deu­tung, die der Ver­bes­se­rung der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on durch kon­se­quen­tes Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment bei­ge­mes­sen wer­de, so Schal­teg­ger. Unternehmersiche Nachhaltigkeit: Starke Legitimationsorientierung Gründe für …

Das passt zusammen: Nachhaltigkeitsmanager bei Stecksystem-Unternehmen Werkhaus

Das nördlichen Niedersachsen ist die Heimat eines innovativen, mittelständischen Familienunternehmens das seit der Gründung bereits viele Ideen unternehmerischer Nachhaltigkeit realisiert hat. Ein wichtiger Grund für die angehenden MBA-Absolventen und Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager der Stecksystem-Firma Werkhaus einmal ausführlicher über die Schulter zu blicken. In der Woche vom 30. November bis zum 04. Dezember waren zwölf Studierende des MBA Sustainability Management im Rahmen ihres Abschlussworkshops bei dem Unternehmen Werkhaus zu Gast. Dieser Workshop bildet den fachlichen Abschluss Ihres Studiengangs im Nachhaltigkeitsmanagement bevor sie die Masterarbeit beginnen. Sie können also erstmals ihr fachliches Know-how auch ganz praktisch im unternehmerischen Alltag anwenden. Direkt vor Ort erarbeiteten die Studierenden neue Ansätze und Konzepte für den weiteren Ausbau der unternehmerischen Nachhaltigkeit und die Erweiterung der Produktpalette des Unternehmens. Ziel: Konzepte entwickeln und praxisnah anwenden Die Studierenden des MBA entwickelten innerhalb der Workshopwoche verschiedene Konzepte, um Werkhaus bei einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine nachhaltige Unternehmensausrichtung zu unterstützen. Die Arbeitsschwerpunkte umfassten Themen wie neue Vermarktungskonzepte für Container-Produkte, ein nachhaltiger Umgang mit Zweite-Wahl-Artikeln, Nachhaltigkeitskommunikation und Social Media sowie kompromisslose Nachhaltigkeit im Outdoor-Produkt-Bereich. Begleitet …

Namhafte Unternehmensvertreter feiern Nachhaltigkeitsmanager

Am ersten Septemberwochenende feierten zahlreiche namhafte Persönlichkeiten und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den diesjährigen Absolventenjahrgang im MBA Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg. 31 Absolventinnen und Absolventen schlossen erfolgreich ihr nebenberufliches Studium ab und führen nun den begehrten MBA-Titel. Die feierliche Übergabe der MBA-Urkunden war außerdem Anlass für ein mehrtägiges Konferenzprogramm zum Nachhaltigkeitsmanagement. Bei den sogenannten „Home-Coming-Days“ tagten und diskutierten zahlreiche Nachhaltigkeitsexperten aus ganz Deutschland in Lüneburg. Zur feierlichen Titelübergabe im Lüneburger Glockenhaus zeigte sich Torsten Kallweit von den Leistungen der Absolventen beeindruckt. Er ist „Head of Corporate Sustainability“ beim Maschinenbauunternehmen Voith in Baden-Württemberg und war Praxispartner des MBA-Abschluss-Workshops im vergangenen Semester. Das Unternehmen Voith gilt als Global-Player u.a. im Papiermaschinen- und Turbinenbau und sieht sich als Familienbetrieb mit Milliardenumsatz im Selbstverständnis der Nachhaltigkeit verpflichtet. Während ihres einwöchigen Abschluss-Workshops hatten die Absolventen neue Nachhaltigkeitskonzepte für das Unternehmen diskutiert und erarbeitet und wechselseitig für Lernkurven und neue Impulse gesorgt. Vorschläge zur Verbesserung des Führungskräftedialogs beispielsweise habe man aufgegriffen und bereits realisiert, berichtete Kallweit daher vor den frisch diplomierten Nachhaltigkeitsmanagerinnen und Nachhaltigkeitsmanagern. Neue Ideen und …

Interviewreihe Green Skills: Fair-Trade in der Gastronomie

„Green Skills“ sind zurzeit in aller Munde. Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser vermeintlichen Zauberformel und wie entwickelt man Green Skills? In dieser Interviewreihe präsentieren wir Ihnen Persönlichkeiten, die es geschafft haben und zeigen auf Projekte, die in neue Richtungen weisen. Lesen Sie hier von Lösungen, Initiativen und professionellen Wegen wie Nachhaltigkeit unternehmerisch umgesetzt werden kann. Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Einkauf von Fair-Trade-Produkten. Und Gäste interessieren sich zunehmend für die Herkunft ihres Essens. Ist die Zeit also reif für ein Fair-Trade-Engagement der Gastronomie? Dieser Frage ist Wiebke Suter-Blume im Rahmen ihrer MBA-Abschlussarbeit mit Schweizer Gastronomen nachgegangen. Im Gespräch verrät sie wichtige Ergebnisse, wie sich Fair Trade für Gastbetriebe lohnen kann und worauf dabei zu achten ist.* Worum geht es bei Fair Trade eigentlich genau? Wiebke Suter-Blume: Der Faire Handel will benachteiligten Bauern im Weltsüden helfen, von ihrer Arbeit und nicht von Almosen zu leben. Dafür müssen sie Preise erzielen, von denen sie leben und ihre Kinder in die Schule schicken können. Dies garantiert der Faire Handel. Wer beim Einkauf auf Fair Trade …

Wo geht es hin mit der Nachhaltigkeit? Vom Umgang mit Trends im Unternehmen

Professor Holger Rust zu Gast im Innovationsverbund „Nachhaltiger Mittelstand“ (INaMi) Ganz im Zeichen der Zukunft stand der August-Workshop des Unternehmensverbundes „Nachhaltiger Mittelstand“ (INaMi). Welche Trends wirken auf nachhaltig wirtschaftende Unternehmen? Was bedeutet der „Megatrend“ Nachhaltigkeit für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)? Und wie geht man gut gerüstet in etwas derartig Ungewisses wie die Zukunft? Prof. em. Holger Rust zu Gast am Centre for Sustainability Management (CSM) / Foto: M. Busch/Leuphana Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen war Professor Holger Rust angereist. Holger Rust hat sich nicht nur als Kritiker der kommerziellen Trend- und Zukunftsforscher einen Namen gemacht, sondern in zahlreichen Projekten mit großen und mittelständischen Unternehmen Erfahrungen im Zukunftsmanagement gesammelt. Und ist bei seinen empirischen Arbeiten immer wieder auf zwei Herausforderungen gestoßen: Zum einen handelt es sich um eine mathematische Herausforderung, da ohne verlässliches Zahlenmaterial ein Scheitern vorhersehbar ist. Daneben existiert aber auch die hermeneutische Herausforderung,  Akteure in die Lage zu versetzen, Realität als einen zu interpretierenden Text zu begreifen, um die Geschichten hinter den Phänomenen zu verstehen. „Was bedeutet es also beispielsweise“, fragte Holger …

ABIS Doctoral Summer School 2013 gestartet

Die Academy for Business in Society (ABIS) und das Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg veranstalten bis zum 4. September 2013 die ABIS Doctoral Summer School 2013. Ziel der Tagung ist es Nachwuchswissenschaftler bei ihren nachhaltigkeitsbezogenen Forschungsarbeiten zu unterstützen und einen breiten wissenschaftlichen Austausch zu aktuellen Fragestellungen über Nachhaltigkeitsmanagement, Wirtschaftsethik und Corporate Social Responisibility (CSR) anzuregen. Rund 50 Doktoranden und Wissenschaftler aus Europa, Amerika und Australien kommen während der Tagung mit einheimischen Forscherinnen und Forschern auf dem Campus der Universität in Lüneburg zusammen. Das Tagungsthema lautet “Advancing Corporate Sustainability, CSR and Ethics. Frameworks, concepts and management approaches”. Mit zahlreichen Workshops und einem Mentorenprogramm ist die ABIS Doctoral Summer School durch den intensiven Austausch und Dialog zwischen den Doktoranden und erfahrenen Wissenschaftlern gekennzeichnet. Sie findet in diesem Format erstmals in Deutschland statt. Mentorinnen und Mentoren: Frank Boons – Associate Professor Public Administration (Netherlands) Timo Busch – Professor of Environmental Sustainability (Switzerland) Joan Fontrodona Felip – Professor of Business Ethics (Spain) Edward Freeman – Professor of Business Administration (USA) Wayne Rodgers – Professor of …

Newsletter: IMPULSE aus dem CSM – Nachhaltiger Mittelstand

Welche Rolle kommt den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu? Welche Impulse gehen von den „smart Davids“ aus und wo lassen KMU Potenziale ungenutzt? Der aktuelle Newsletter IMPULSE geht diesen Fragestellungen nach und präsentiert neue Forschungsergebnisse aus dem CSM und spannende Transferprojekte zum nachhaltigen Mittelstand. Matthias Schock zum Beispiel stellt in seinem Beitrag den „Innovationsverbund Nachhaltiger Mittelstand“ vor. Autorin Johanna Klewitz beleuchtet die Bedeutung verschiedener Interaktionstypen für die Innovationsfähigkeit mittelständischer Unternehmen. Dorli Harms, Matthew Johnson und Sarah Elena Windolph interessieren sich für Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Großunternehmen und kleinen bzw. mittleren Unternehmen (KMU) in Bezug auf deren Nachhaltigkeitsmanagement: Ihr Bericht bilanziert die Ergebnisse zweier aktueller Forschungsprojekte am CSM. Im Beitrag von Charlotte Hesselbarth wird die Professionalisierung der Nachhaltigkeitsausbildung – gerade mit Blick auf KMU – beleuchtet und Dimitar Zvezdov interessiert sich für das Informationsmanagement mittelständischer Unternehmen. Dass auch Mittelständler über die gesellschaftlichen Auswirkungen z.B. von Bauprojekten intensiv nachdenken sollten, meint Autorin Nicole Giese und blickt in ihrem Beitrag auf das Stakeholdermanagement in der Landwirtschaft. Und zu der Frage, …