Alle Artikel mit dem Schlagwort: nachhaltigkeitsstrategie

Bundesregierung beschließt Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie

Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung vom 11. Januar 2017 die „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie – Neuauflage 2016“ beschlossen. Sie steht ganz im Zeichen der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Aus Sicht der Regierung stellt Sie die umfassendste Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie seit ihrem erstmaligen Beschluss im Jahre 2002 dar. Die Nachhaltigkeitsstrategie 2016 legt äquivalent zu den globalen Sustainable Development Goals, deutsche Zielentsprechungen zu allen 17 SDGs fest und schildert, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung diese bis zum Jahr 2030 in allen Bereichen nachhaltiger Entwicklung erreichen will. Viele Bezüge zum Nachhaltigkeitsmanagement Herzstück der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem: Ziele mit Zeitrahmen zur Erfüllung, Indikatoren für ein kontinuierliches Monitoring, Regelungen zur Steuerung und Festlegungen zur institutionellen Ausgestaltung. Dabei werden Managementregeln thematisiert: In Summer zwölf Managementregeln definieren allgemeine Handlungsanforderungen für eine nachhaltige Politik. „Jede Generation muss ihre Aufgaben selbst lösen und darf sie nicht den kommenden Generationen aufbürden. Zugleich muss sie Vorsorge für absehbare zukünftige Belastungen treffen“, lautet beispielsweise die erste Grundregel der Strategie. Bundeskanzleramt bekennt sich klar zur Nachhaltigkeitsstrategie und Agenda …

Nachhaltigkeitsmanagement: Unternehmen erkennen Potenziale nicht

Viele Manager gestalten ihr Nachhaltigkeitsmanagement zu wenig wirtschaftlich aus, weil sie nicht daran glauben, so die Erkenntnis von Professor Stefan Schaltegger. Er erläutert, warum Unternehmen sich mit ihren CSR-Aktivitäten vor allem legitimieren wollen. Auf dem CSR-Forum 2015 haben Sie aufgezeigt, dass der Geschäftserfolg im Nachhaltigkeitsmanagement mit den so genannten Mindsets von Managern zusammenhängen. Was ist damit genau gemeint? Stefan Schaltegger: Jahrelang haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welchen Beitrag Nachhaltigkeitsaspekte zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens leisten können. Zu diesem Thema gibt es inzwischen viele Methoden und Konzepte. Doch viele Unternehmen scheinen die wirtschaftlichen Potenziale von Nachhaltigkeitsmaßnahmen kaum zu erkennen. Ein Erklärungsansatz ist, dass dem Nachhaltigkeitsmanagement eine gedankliche Werthaltung und eine Prädisposition – wir nennen es gedankliche Vorspurung – vorausgeht. Was ist bei der Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie am wichtigsten? Zunächst einmal müssen die Ziele des Engagements definiert werden. Der Kern des Nachhaltigkeitsmanagements ist, die Umwelt- und die Sozialleistungen zu verbessern. Dabei ist eine solche Zielsetzung allerdings immer im organisationalen Kontext zu sehen, denn ein Unternehmen ist ein Wirtschaftsunternehmen. Diesbezüglich haben wir zwei mögliche organisationale Zielrichtungen …

Umwelt-Siegel für Leuphana Universität Lüneburg

Die Leuphana Universität Lüneburg bleibt mit ihrem Umweltmanagement-System weiter auf Erfolgskurs. Das ergab die diesjährige Begutachtung der Umweltleistung durch einen Umweltgutachter. Der zeigte sich besonders beeindruckt von den Anstrengungen der Universtität, die Klimaneutralität ihres Betriebes zu erreichen: Die Universität erhält daher (wiederholt) das Siegel der EG-Öko-Audit Verordnung (EMAS). Die Leuphana Universität Lüneburg hatte das EMAS-Umwelt-Siegel erstmals im Jahr 2000 als eine der ersten Universitäten in Europa zugesprochen bekommen. Leuphana investiert in Emissionsreduktion und führt Energiecontrolling ein Die Bilanz der Leuphana in Sachen Emissionsreduktion kann sich sehen lassen: Dank der Maßnahmen zur Energieeffizienz und des Einsatzes regenerativer Energien konnten bis zum Jahresende 2014  die Emissionen durch Strom- und Wärmeverbrauch, Dienstreisen und die Nutzung von Dienstfahrzeugen vermieden oder ausgeglichen werden. Um den Energieverbrauch zu senken, wurde die Beleuchtung auf LED umgestellt, in einigen Bereichen wird sie außerdem von Präsenzmeldern gesteuert. Optimiert wurden auch die Lüftungs- und Heizungsanlagen sowie die Steuerung der Nutzung von Licht und Wärme. Neben diesen Maßnahmen werden in Zukunft weitere Meilensteine im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der Universität umgezetzt. Neu eingeführt wird derzeit  ein umfassendes …

Research Digest: Anwendung von Nachhaltigkeitsmanagementmethoden in KMUs und Großunternehmen: Eine Frage des Know-how?

Nachhaltigkeitsmanagement in KMUs und Großunternehmen: Eine Frage des Know-how? Für die erfolgreiche Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie ist die Anwendung konkreter Methoden des Nachhaltigkeitsmanagements unerlässlich. Obwohl in den vergangenen Jahren die Entwicklung solcher Methoden sowohl für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) als auch für Großunternehmen vorangeschritten ist, wenden vor allem Großunternehmen Nachhaltigkeitsmanagementmethoden an. Die bisherige Forschung hat die Größenunterschiede als den Grund für das höhere Engagement von Großunternehmen vermutet. Professor Jacob Hörisch, Dr. Matthew P. Johnson und Professor Stefan Schaltegger haben nun erstmalig vertieft untersucht, welche Ursachen diesem Unterschied in der Nachhaltigkeitsmanagementpraxis zugrunde liegen. Die im Journal „Business Strategy and the Environment“ vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass Methoden des Nachhaltigkeitsmanagements in KMUs in erster Linie weniger bekannt sind als in Großunternehmen. Die geringere Anwendung ist daher über einen geringeren Wissensstand zu erklären. Wissenvorsprung im Nachhaltigkeitsmanagement ist relevant Es wird somit deutlich, dass die Kenntnis über entsprechende Methoden der entscheidende Unterschied zwischen dem Nachhaltigkeitsmanagement von KMUs und Großunternehmen darstellt. Ist eine Methode einmal bekannt, so hat die Unternehmensgröße keinen Einfluss mehr auf die Anwendung. KMUs sind daher vor allem …

Neuer Leitfaden erschienen: Nachhaltige Beschaffung in Kommunen

Eine nachhaltige Beschaffung, bei der Umweltkriterien und Sozialstandards beachtet werden, leistet einen wertvollen Beitrag, um die Umwelt zu entlasten und das Angebot umweltfreundlicher und sozialverträglicher Waren und Dienstleistungen zu verbessern. Wie Kommunen künftig umweltfreundliche Dienstleistungen und Produkte bei Ausschreibungen berücksichtigen könnten, erklärt nun ein neuer Leitfaden des Landes Baden-Württemberg zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung. Der neue Beschaffungs-Leitfaden ordnet die Grundlagen und den Rechtsrahmen ein. Einzelne Schritte auf dem Weg zum nachhaltigen Einkauf werden vorgestellt. Auch bietet die Informationsbroschüre eine erste Orientierung über die Vielzahl an Siegeln und Angeboten. Sie wird ergänzt durch Produktwegweiser als Info-Blätter zu einzelnen Produkten wie Recyclingpapier, Reinigungsdienstleistungen, Textilien oder Sportbälle. Herausgeber sind die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz  und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg. Der Leitfaden zu nachhaltigen Beschaffung ist Teil der Maßnahmen des Landes im Rahmen der baden-württembergischen Nachhaltigkeitsstrategie. Download des Leitfadens (PDF)

INaMi auf dem Nawi-Forum in Frankfurt

Gleich zwei aus dem INaMi-Team waren nach Frankfurt gereist, um ihr Wissen mit Mittelständlern aus ganz Deutschland zu teilen: Dr. Holger Petersen und Ursula Weber. Das Nawi-Forum samt Messe, Kongress und Nawi-Award fand Anfang September bereits zum zweiten Mal statt. Das Centre for Sustainability Management (CSM) ist Kooperationspartner dieser einzigartigen Veranstaltung für „Nachhaltiges Wirtschaften im Mittelstand“. Die gut besuchten Veranstaltungen hielten ein abwechslungsreiches Programm mit den Schwerpunkten in den Bereichen „Strategische Unternehmensführung“, „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ sowie „Mitarbeiterführung“ bereit. Darüber hinaus wurden offene Formate zum Austausch und Workshops zu unterschiedlichen Themenfeldern auf dem „Markt der Möglichkeiten“ geboten. Wege zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie Holger Petersen und Ursula Weber gestalteten in zwei Workshops Beiträge zur „Orientierung auf dem Weg zur eigenen Nachhaltigkeitsstrategie“ sowie “Mitarbeiter-Akzeptanz von Nachhaltigkeit: Das Nadelöhr im Change-Prozess“. Zusammen mit Julia Bauer (Vaude) und Anne Pattberg (PWC) machte Holger Petersen erneut deutlich, dass es „weder eine beste Nachhaltigkeitsstrategie noch einen besten Weg für Mittelständler dahin geben kann.“ Die Referenten gaben dann aber zahlreiche Anregungen, wie strategische Prozesse zum Erfolg führen können. „Die Wahl der Methode erweist sich dabei …