Monate: Juli 2007

Die Begriffe: Öko-Effizienz, Ressourceneffizienz, Ressourcenproduktivität,

Die Begriffe werden sehr unterschiedlich verwendet. Besonders verwirrlich ist es, wenn man noch die volkswirtschaftliche, die technische und die betriebswirtschaftliche Literatur vergleicht. Anbei ein Systematisierungsversuch des CSM: Öko-Effizienz ist wie Ressourceneffizienz und Ressourcenproduktivität ein relative Kennzahl, die das Verhältnis einer gewünschten Grösse zu einer unerwünschten (Schadschöpfung) darstellt. Der Fokus ist allerdings bei allen drei Begriffen ein anderer: Öko-Effizienz Öko-Effizienz = Wertschöpfung/Schadschöpfung (Schaltegger & Sturm 1990, 240ff.) Es gibt je nach Anwendungsgebiet unterschiedliche Konkretisierungsvarianten und -spezifikationen (z.B. Deckungsbeitrag/unternehmensbezogene Schadschöpfung des Produktes für ein Produkt aus Sicht eines Unternehmen – wenn man also nicht die gesamte Wertschöpfungs/Schadschöpfungskette betrachtet). Ressourceneffizienz Dementsprechend ist Ressourceneffizienz auch diejenige Teilbetrachtung bzw. derjenige Teilaspekt der Öko-Effizienz, der sich auf die Ressourcenbetrachtung konzentriert. Emissionen würden z.B. also nicht im Blickpunkt stehen, sondern der Ressourcenverbrauch, bzw. die Materialflüsse. Eine entsprechende Indikatorengrösse könnte sein: Wertschöpfung/Ressourcenverbrauch. Ein Beispiel hierfür ist MIPS (Material intensity of the product system, von Weizsäcker 1998; Schmidt-Bleek 1998), dass den Ressourcen- und Materialfluss, der mit einem Produktsystem verbunden ist, in Kilogramm oder Tonnen misst. Manchmal erfolgt allerdings auch hier eine Berücksichtigung von Emissionsmengen. …

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Willkommen zu den Nachrichten aus dem Centre for Sustainability Management. Wir wollen diesen Blog nutzen, über unsere Forschungsarbeit zu informieren. Unsere erste Mitteilung: Prof. Dr. Stefan Schaltegger erhielt im Juni 2007 den „B.A.U.M. Umweltpreis 2007“ für sein herausragendes Engagement in Fragestellungen der nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Als Leiter des Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg setzt er sich für eine praxisnahe Forschung im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens ein und hat zahlreiche Kooperationen mit renommierten Unternehmen und Institutionen ins Leben gerufen. Mit dem berufsbegleitenden MBA-Studiengang Sustainability Management hat er im Jahr 2004 überdies eine innovative Ausbildung entwickelt.