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Studierende und Alumni bei der Studienresie des CSM-Alumni e.V. 2026 nach Neuss und Düsseldorf

Panta Rhein – Alles am und im Fluss: CSM-Alumni Studienreise 2026

Die diesjährige Studienreise führte für den CSM-Alumni e.V. vom 18. bis 21.06.2026 nach Düsseldorf und Neuss und ließ mit Nachhaltigkeitsblick nicht nur bildhaft die Brücken über den Rhein schlagen. Organisiert von Ralf Resch, Nadine Pörschke und Dorli Harms umfasste das Programm getreu dem Motto “Panta Rhein – Alles am und im Fluss“ eine breite Themenvielfalt entlang des Rheins. Gleichzeitig war es wieder ein herzliches Zusammenkommen von Mitgliedern des Alumni-Vereins aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ein Rückblick von Dorli Harms und Ullrike Hamer

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Hutwurf bei den Home Coming Days 2026 des MBA Sustainability Management

Hartnäckige Mythen und fliegende Hüte – die Home Coming Days 2026

42 Absolventinnen haben den MBA Sustainability Management 2026 erfolgreich abgeschlossen. Bei den diesjährigen Home Coming Days kamen 150 Teilnehmende auf dem Campus der Leuphana zusammen, um zwei Tage zu netzwerken, zu diskutieren und zu feiern. Im Mittelpunkt stand die Frage: Welche Mythen und Narrative prägen unser Denken über Nachhaltigkeit – und welche halten einer genaueren Betrachtung stand?

Moderiertes Netzwerken als Auftakt

Den Auftakt bildete in diesem Jahr kein Fachvortrag, sondern moderiertes Netzwerken. Denn bei den Home Coming Days treffen Studierende und Absolvent*innen aus 23 Jahrgängen aufeinander – ein Schatz, den es zu heben gilt. Gezielte Impulsfragen sorgten dafür, dass neue Gespräche entstanden (Danke, Tim Weinert).

„Auch wenn Nachhaltigkeit von einigen Agenden gestrichen wurde, lasst uns weitermachen. Lasst uns an unserer kleinen Untergrundrevolution arbeiten – und zwar mit dem, was wir hier im Raum haben: den Menschen.“

Britta Seidl-Bowe (Moderation)

Premiere: Live-Podcast statt klassischer Keynote

Auch im Konferenzformat wagte das Planungsteam etwas Neues. Statt einer klassischen Keynote gab es eine besondere Premiere: Marie-Sophie Wilde, Alumna des MBA Sustainability Management und Host des Podcasts The Greener Business, holte Studiengangsgründer Prof. Dr. Stefan Schaltegger nach einem kurzen Impuls live auf der Bühne ins Gespräch – zum Konferenzthema „Unsere neue Realität – Mythos Nachhaltigkeit“.

Welche Mythen und Narrative prägen unser Denken und wer profitiert von ihnen? Und wie können wir Narrative nutzen, um nachhaltige Entwicklung voranzubringen? Der Live-Podcast ist zum Nachhören hier verfügbar: Spotify / Apple Podcasts

„Die entscheidende Frage ist nicht einfach: Wie werden wir all die destruktiven Mythen los? Sondern: Was für Narrative wollen wir erzählen und wie können wir positive Narrative schaffen, die nachhaltige Entwicklung stützen?“

Stefan Schaltegger
Premiere: Aufnahme eines Live-Podcasts mit Stefan Schaltegger und "The Greener Business"-Host Marie-Sophie Wilde

Mythen entlarven – Impulse aus Forschung und Praxis

Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema und daher ein besonderer Nährboden für Mythen. Welche Narrative prägen die Debatten – und was ist dran? Entlang von drei Themenbereichen räumten Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit weit verbreiteten Mythen auf: Julia Pantel (CIRCULAR REPUBLIC) und Joshua Edding (Dräger) zu Circular Economy, Prof. Dr. Matthias Glaubrecht (Universität Hamburg) und Claudia Kister (Bankenverband) zu Biodiversität, Philippe Diaz (Die Bürokratiemonster), Ellen Weiland (BAUM e.V.) und Henning Osmers-Rentzsch (VILSA) zu Regulierung und Reporting. Hier eine kleine Auswahl an Stimmen:

„Zirkuläres Wirtschaften ist nicht defensiv oder reaktiv, sondern sollte proaktiv und zukunftsorientiert gesehen werden – im Sinne des Geschäftspotentials, das darin steckt, und als Treiber für neue Arten der Wertschöpfung.“

Julia Pantel

„Das Problem ist nicht die Langlebigkeit des Produktes, sondern das Geschäftsmodell.“

Joshua Edding

„Klima ist nicht der Treiber der Artenverluste, sondern Landnutzungsänderungen. (…) Wie gehen wir intelligenter mit Flächen und Ressourcen um?“

Matthias Glaubrecht

„Biodiversität ist für die gesamte Wirtschaft von Bedeutung. (…) Was sind meine direkten und meine indirekten Abhängigkeiten von Natur und Ökosystemleistungen?“

Claudia Kister

„CSRD ist kein Projekt, sondern ein Prozess, den wir auch brauchen. (…) Was sagen uns die Daten und was müssen wir im Unternehmen ändern?“

Ellen Weiland

„Regulierung wird von bestimmen Stakeholdern getrieben. (…) Gibt es wirklich einen Bürokratieabbau oder gibt es einen Bürokratieumbau?“

Philippe Diaz

„Wir sollten multiple Krisen auch als multiple Chancen begreifen.“

Hennig Osmers-Rentzsch

Workshops am Samstag: Nicht lauschen, sondern machen.

Der Samstag stand im Zeichen des gemeinsamen Lernens: Dominic Ziegler, Marco Doninger, Simon Daum und Sonja Rezaii teilten ihr Wissen in vier Alumni-Workshops – von zirkulärer Transformation über nachhaltige Geschäftsmodelle bis hin zu Biodiversität in Unternehmen und Karrierewegen im Nachhaltigkeitsmanagement. Parallel startete eine neue Gruppe ins Peer-Mentoring 2026.

Und am Samstagnachmittag wurde es dann feierlich…

Herzlichen Glückwunsch! – CSM verabschiedet 42 Absolvent*innen

Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Schaltegger gratulierte den diesjährigen MBA-Absolvent*innen zum erfolgreichen Abschluss:

„Das ist ein Moment, glücklich zu sein. Darf man überhaupt glücklich sein in der heutigen Zeit? In diesem Umfeld? Bei diesem Gegenwind? Bei den Krisen?“

Seine kurze Antwort: Ja. Denn um wirksam zu sein, dürfe und müsse man sich inneres Glücklichsein oder zumindest innere Zufriedenheit erlauben. Nur wer zuversichtlich sei und Energie habe, könne positive Wirkung erzielen. Und dass der MBA Sustainability Management, dabei hilft, zeige die Reputation des Studiengangs:

„Ihr als Absolventinnen und Absolventen seid dafür bekannt, Lösungen für bisher als ausweglos betrachtete Probleme zu finden. (…) Und zwar, indem ihr konfligierende Stakeholder konstruktiv zusammenzuführt und sowohl für die eigene Organisation als auch für das Umfeld und die Welt einen echten Mehrwert schafft.“

Die Nachhaltigkeitstransformation benötige gerade jetzt Ermöglicher*innen:

„Nehmt die Herausforderungen an und wachst mit den Herausforderungen. Wer es sich in einer unbequemen Zeit – und in der sind wir unwidersprochen –, bequem macht, geht unter.“

Dass es aktuell nicht bequem sei, betonte auch MBA-Alumnus Martin Vogl von der AUDI AG, der in seinem Grußwort in der Rolle als Workshoppartner sprach. Er gab tiefe Einblicke in die Umsetzung der durch die Studierenden vorgeschlagenen Nachhaltigkeitskonzepte und zugleich in die „knallharte“ Realität in der Automobilindustrie, die von Kostendruck geprägt sei:

„Gleichzeitig lässt sich das Thema Nachhaltigkeit auch nicht wegdiskutieren. Die planetaren Grenzen sind da, der Sommer war außergewöhnlich heiß, es gab Waldbrände, (…) Es ist augenscheinlich, dass es nicht normal läuft.“

„Um in dieser für Unsicherheit und Herausforderung geprägten Realität handlungsfähig zu bleiben, braucht es meiner Meinung nach mindestens zwei Dinge: Erstens persönliche Resilienz und zweitens hartnäckigen Optimismus.“

Beides hätten die Studierenden im Praxisworkshop bei Audi mitgebracht und Ergebnisse mit hoher unternehmerischer Relevanz erarbeitet.

Auf dem Weg zu bleiben, wenn andere Nachhaltigkeit belächeln, ignorieren oder ablehnen, dafür brauchte es Mut. Mut war das zentrale Motiv von Andrea Dahm und Annette Malmann in ihrer gemeinsamen Absolvent*innenrede auf. Das M in Mut stehe für die Mitte:

„Mut bedeutet, für das einzustehen, woran wir glauben. Unseren Leidenschaften zu folgen und nach unseren Werten zu handeln. Auch dann, wenn Gegenwind aufkommt oder wir Gefahr laufen zu scheitern.“

 Andrea Dahm und Annette Malmann, Absolvent*innenjahrgang 2026

Das U für die Umsicht und die Unterstützung und das T für Tatendrang. Das Bild wurde im Raum sichtbar – durch einen gemeinsamen Schritt nach vorn.

„Denn ein besseres Morgen entsteht nicht durch Absichten. Es entsteht durch Menschen, die beherzt den ersten Schritt gehen. Lasst uns deshalb mutig bleiben.“

Andrea Dahm und Annette Malmann, Absolvent*innenjahrgang 2026

Herausragende Masterarbeit zu zirkulärem Wirtschaften ausgezeichnet

Den Master Thesis-Award des CSM-Alumni e.V., der jährlich für besonders innovative und praxisrelevante Abschlussarbeiten vergeben wird, erhielt in diesem Jahr Wiebke Jacobsen. Ihre Arbeit trägt den Titel „Zirkuläres Management von Freileitungen: Barrieren, Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen für die deutsche Übertragungsinfrastruktur.“ Ein Thema, das komplex klinge, aber „der Game-Changer der Elektro-Wende“ sein könne, so Britta Seidl-Bowe aus dem Vorstand des CSM-Alumni e.V. in ihrer Laudatio. Ihre Arbeit zeigt, dass Zirkularität bereits mit der Planung von Stromnetzen beginnt und welches Potential darin steckt, diese modular aufzusetzen und reparierbar zu gestalten. Britta Seidl-Bowe und Prof. Stefan Schaltegger übergaben Wiebke Jacobsen den Preis.

Auf die feierliche Urkundenübergabe folgte der traditionelle Hutwurf. 33 Hüte flogen vor dem Zentralgebäude und markierten den Beginn eines langen Abends: Die diesjährigen Absolvent*innen wurden ausgiebig gefeiert.

Save the Date: Die nächsten HCD finden am 10. und 11. September 2027 statt.
Das CSM dankt allen Teilnehmenden und Referent*innen der Fachkonferenz für die spannenden Diskussionen, Britta Seidl-Bowe für die tolle Moderation und dem CSM-Alumni e.V. für die gemeinsame Organisation. Herzlichen Dank an Martin Vogl von AUDI für den Impuls aus der Praxis sowie an Andrea Dahm und Annette Malmann für die Absolvent*innenrede.

Managen für morgen. Netzwerken für übermorgen.
Rund 1.000 Studierende und Alumni, Lehrende, Praxis- und Kooperationspartner*innen bilden inzwischen das größte universitäre Netzwerk zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement – ihr Zuhause ist das CSM der Leuphana Universität Lüneburg. Studieninteressierte können sich für den kommenden Studienstart des MBA Sustainability Management im Frühjahr 2027 online bewerben.

Text: Anna Michalski I Fotos: Anna Lorscheider (Titelverleihung), Anna Michalski (Fachkonferenz & Workshops)

Sich klar positionieren – noch freie Plätze im Peer-Mentoring-Angebot

Bei den Home Coming Days 2026 startet eine neue Runde des Peer-Mentoring-Programms des CSM Alumni e.V.. Dabei steht das Thema Positionierung im Fokus: Positionierung in der Rolle als Nachhaltigkeitsmanager*in, im Unternehmen, auf dem Arbeitsmarkt. In einem geschützen Rahmen dazu in den Austausch kommen und Raum für Entwicklung schaffen – diesen Prozess begleitet und unterstützt in diesem Jahr Joumana Kubiak.

Im Video bei LinkedIn erklärt Joumana, was die Teilnehmenden erwartet.

Joumana Kubiak begleitet Unternehmen und Menschen seit über 15 Jahren in anspruchs­vollen Veränderungsprozessen. Sie ist systemische Coachin und bringt mehr als 15 Jahre Führungsverantwortung in Linie und Projekten und sechs Jahre Beratungspraxis für DAX-Konzerne mit. Mehr über Joumana erfahren

Peer-Mentoring im Überblick: 

  • bis zu sechs Monate begleitet durch Joumana Kubiak
  • 3 Peer-Mentoring-Termine und 1:1 Coaching-Angebot  
  • Startworkshop am 12.9. auf dem Leuphana Campus 
  • Kostenbeitrag: 220 €
  • Begrenzte Teilnehmendenzahl: mind. 12 – max. 20 Personen – bei mehr als 20 Anmeldungen entscheidet das Los
  • Teilnahmevoraussetzung: Mitgliedschaft im CSM Alumni e. V.. (Mitglied werden)

Bei Rückfragen zum Peer-Mentoring gern bei Amelie Börries aus dem Vorstand des CSM-Alumni e.V. melden: LinkedIn / amelieboerries@csm-alumni.de

Jetzt anmelden und im September ins Peer-Mentoring starten

Lisa Bauer, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Lutz Aufzüge und Workshoppartnerin des MBA Sustainability Management

Lutz Aufzüge: Vom MBA-Workshop zum ersten Nachhaltigkeitsbericht

Vor zwei Jahren öffnete Lutz Aufzüge seine Türen für MBA-Studierende des Centre for Sustainability Management (CSM): Im Rahmen des Abschlussworkshops erarbeiteten 29 Studierende des MBA Sustainability Management konkrete Nachhaltigkeitskonzepte für das Familienunternehmen – von der Elektrifizierung des Fuhrparks bis hin zu Ansätzen für zirkuläre Produktentwicklung. Jetzt hat Lutz Aufzüge seinen ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht – und das ist für uns der willkommene Anlass, nachzufragen: Was hat den Weg vom Workshop in die Praxis gefunden?

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Home Coming Days 2026 – dabei sein

Change Agents unite, die Home Coming Days 2026 rücken näher. Am 11. und 12. September 2026 ist es wieder so weit: Die CSM-Community rund um den MBA Sustainability Management kommt auf dem Campus in Lüneburg zusammen.

Das Thema: „Unsere neue Realität – Mythos Nachhaltigkeit.“ Bei der Konferenz am Freitag schauen wir in drei Themenfeldern – Regulierung & Reporting, Circular Economy und Biodiversität – gemeinsam hin, was hält und was nicht.

Neu in diesem Jahr: ein moderiertes Networking-Format, das den fachlichen und persönlichen Austausch gezielt unterstützt. Denn gerade in Zeiten des Wandels zählt die Community mehr denn je.

Auch abends gibt es wieder viel Gelegenheit zum gemütlichen Netzwerken beim vegan-vegetarischen Brauhaus-Buffet.

Der Samstag gehört den Workshops und der feierlichen Titelverleihung. Wir feiern den Jahrgang 2026 wieder gebühren mit Hutwurf, Musik, gemeinsamen Abendessen und Tanz.

Wir freuen uns!

Die Anmeldung bis zum 15. August möglich. Neben Studierenden und Absolvent*innen des MBA Sustainability Management sind auch Studierende und Absolvent*innen der CSM-Zertifikate, CSM-Lehrende und Early-Bird-Bewerber*innen für den 24. Jahrgang des MBA herzlich eingeladen.

Und nun, hier entlang zum Programm und zur Anmeldung.

MBA-Absolventin Claudia Kister im Leuphana-Zentralgebäude vor einem Fenster

„Wer zögert, zahlt“- MBA-Absolventin Claudia Kister im Interview

MBA-Alumna Claudia Kister ist Director Sustainable Finance beim Bankenverband. Im Verband arbeitet sie gemeinsam mit den Mitgliedsbanken an zentralen Fragestellungen rund um nachhaltige Finanzmärkte und Regulierung. Sie hat 2024 den MBA Sustainability Management erfolgreich abgeschlossen und nach jahrelanger Tätigkeit im Risikomanagement einer Bank zum Bankenverband gewechselt. Im Interview spricht sie über die Dringlichkeit einer Transformation zur nachhaltigen Wirtschaft und zeigt, warum sie sich lohnt. Sie hat unter anderem das Positionspapier “Mit Transformation die Wirtschaft stärken“ federführend mitverfasst, das Perspektiven für den nachhaltigen Wandel aus Sicht der privaten Banken aufzeigt.

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MBA-Absolventin Janina Leupold-Ueschner in einem Aufzug

Circular Economy trifft Aufzugbranche: MBA-Absolventin Janina Leupold im Interview

Du steigst in einen Aufzug. Knopf drücken. Tür schließt. Fahrt nach oben. Ein alltäglicher Moment über den wir selten nachdenken. Für unsere Absolventin Janina Leupold-Ueschner wurde genau dieser Moment zum Ausgangspunkt ihrer Masterarbeit im berufsbegleitenden MBA Sustainability Management. Mit 15 Jahren Erfahrung im Maschinen- und Anlagenbau wollte sie verstehen: Welche Chancen und Hürden hat die Circular Economy in einer traditionellen Industrie?
Im Interview gibt sie Einblicke in ihre Masterarbeit „Einfluss der neuen EU-Ökodesign-Verordnung auf die Umsetzung zirkulärer Strategien in der deutschen Aufzugsbranche. Hürden und Potenziale“.

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Abschlussworkshop des MBA Sustainability Management bei der Gesundheitsholding Lüneburg - Gruppenfoto

Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen: MBA-Abschlussworkshop bei der Gesundheitsholding Lüneburg

Ein Heimspiel auf neuem Terrain: Für den diesjährigen Abschlussworkshop des MBA Sustainability Management kamen 25 Studierende zur Gesundheitsholding Lüneburg GmbH. In interdisziplinären Teams entwickelten sie praxisnahe Nachhaltigkeitslösungen für das Gesundheitswesen in der Region – eine herausfordernde Feuertaufe am Ende des berufsbegleitenden Studiums.

Die Aufgaben kamen direkt aus dem Unternehmen und hatten es in sich: Standorte gegen Extremwetterereignisse absichern, natürliche Lebensräume erhalten, Gemeinschaftsverpflegung nachhaltiger gestalten. Vier Tage arbeiteten die Teams konzentriert zusammen – oft erstmals in genau dieser Konstellation. Am fünften Tag präsentierten sie ihre Ergebnisse vor einer Expertinnenjury aus Vertreterinnen aus Unternehmen und Hansestadt.

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Studierende des MBA Sustainability Management bei der Einführungspräsenz des 23. Jahrgangs auf dem Leuphana Campus

23. Jahrgang startet in den MBA Sustainability Management

Schnee, Eis und Nebel lagen über dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg, als der 23. Jahrgang des MBA Sustainability Management ins Studium startete. Die äußeren Bedingungen passten zur Zeit: eisige Debatten, viel Gegenwind für Nachhaltigkeit. Und genau deshalb war im Raum auch etwas anderes spürbar: Entschlossenheit. Studierende mit Berufs‑ und Studienerfahrungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen beginnen jetzt gemeinsam ihre MBA‑Reise. Mit einem klaren Ziel: die Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung gestalten.

Wissen, Werkzeuge, Netzwerk, Praxis: Vieles, was den MBA Sustainability Management ausmacht, steckte kondensiert schon in der zweitägigen Einführungsveranstaltung auf dem Leuphana-Campus.

MBA-Start mit Impulsen und Netzwerken

Es gab fachliche Impulse zu nachhaltiger Entwicklung von Prof. Dr. Florian Lüdeke-Freund (ESCP Berlin) zu nachhaltiger Entwicklung und Gruppenarbeiten zu den Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagements mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Vorstellungsrunden und Kaffeepausen zum Netzwerken. Das Netzwerken stärkt auch Britta Seidl-Bowe, die als Co-Vorsitzende den CSM-Alumni e.V. vorstellte. Gemeinsam mit dem CSM organisiert der Verein die jährlichen Home Coming Days als großes Netzwerkevent für alle Jahrgänge. Online-Vorträge, regionale Stammtische und Studienreisen bieten weitere Gelegenheiten zum Austausch und Netzwerken.

Vielfältige Hintergründe für eine nachhaltige Zukunft

Und mit dem neuen Jahrgang wird das Netzwerk wieder reicher an Perspektiven und Erfahrungen. Im Schnitt bringt der 23. Jahrgang 9,7 Jahre Berufserfahrung nach dem Erststudium mit. Einzelne Studierende arbeiten bereits in Nachhaltigkeitsrollen, andere nutzen den MBA für einen bewussten Neuanfang. Die beruflichen Hintergründe sind vielfältig, u.a. Schifffahrt, Logistik, Telekommunikation, erneuerbare Energien, Naturkosmetik, Bau, Medizin und Beratung. Und die Vorstellungsrunde zeigte, wie viel Neugier und intrinsische Motivation in der Gruppe steckt.

Nachhaltigkeit machen: HEYHO und BLUME 2000

Wie schafft man unternehmerische Nachhaltigkeit radikal zu denken und umzusetzen? Wie treibt man nachhaltige Entwicklung in bestehenden Unternehmen voran? Praxisbeispiele sind ein zentraler Bestandteil des MBA Sustainability Management. Und deshalb gab es zum Auftakt gleich zwei Impulse.

„Wir stellen keine Menschen ein, um Hafer zu rösten, wir rösten Hafer, um Menschen einzustellen. Für uns war der Mensch zuerst da und erst dann die Arbeit.“

Linda Pulver

Linda Pulver von HEYHO stellte die soziale Granola-Rösterei aus Lüneburg vor. Hier kommen Menschen mit bewegten Lebensgeschichten zusammen, um hochwertige Produkte herzustellen – die Manufaktur schafft Arbeitsplätze und Teilhabe für Menschen, die sonst häufig  ausgegrenzt werden. Sozialer Anspruch und unternehmerische Klarheit: Nachhaltigkeit ist bei HEYHO das Kerngeschäft und das Geschäftsmodell löst soziale Herausforderungen. Dabei möchten sie, so Pulver, ein Ort sein, „für alle, die es wollen“.

Ina Reinders, MBA‑Absolventin und Nachhaltigkeitsmanagerin bei BLUME 2000, zeigte, wie sie Nachhaltigkeit im Unternehmen seit vielen Jahren weiterentwickelt – Stück für Stück, von Lieferketten über Produkte und Verpackungen bis zur Organisation, mit neuen Ideen, aber auch viel Geduld, Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz. Wie entsteht Wirkung im Unternehmensalltag, im Zusammenspiel mit dem CEO und Fachabteilungen, zwischen regulatorischen Anforderungen und dem „Schönen dahinter“? Bienenfreundliche Pflanzen, Insektizidreduktion, ein Mehrwegsystem für den Topfpflanzentransport – übrigens ein „Business Case for Sustainability“, denn es ist wirtschaftlich – und plastikfreie Schnittblumen, das fasst sie ganz norddeutsch mit nur zwei Worten zusammen:

„Es geht.“

Ina Reinders

Praxisimpulse wie diese verbinden Theorie und Anwendung, machen Mut und zeigen: Unternehmertum lässt sich neu und anders denken. Im MBA werden deshalb auch Prüfungen gemeinsam mit Partner*innen aus der Praxis gestaltet.

Herzlichen Dank an Linda Pulver und Ina Reinders für die starken Impulse.

Wir wünschen allen Studierenden des 23. Jahrgangs viel Erfolg auf ihrer Reise. Gerade jetzt braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit voranbringen. Wir freuen uns darauf, diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Wissen und Werkzeuge für morgen – Netzwerk für übermorgen

Wie lassen sich soziale und ökologische Herausforderungen unternehmerisch lösen? Auf dem Weg zum MBA Titel erwerben die Studierenden umfassendes Fachwissen zu Nachhaltigkeit und Management, ergänzt durch Methodenkompetenz und Soft Skills. Entscheidend sind dabei fundierte theoretische und konzeptionelle Grundlagen – sie ermöglichen argumentative Tiefe und Wirksamkeit in der Praxis. Das Studienkonzept erlaubt berufsbegleitendes, überwiegend digitales Lernen mit flexiblen Präsenzphasen für Austausch und Vernetzung.
Die neuen Studierenden werden Teil des größten universitären Netzwerks zum Nachhaltigkeitsmanagement mit über 1.000 Studierenden, Alumni, Lehrenden und Praxispartner*innen. Der CSM Alumni e. V. und das CSM schaffen dafür zahlreiche Räume für Austausch und Zusammenarbeit.

Der MBA Sustainability Management startet einmal jährlich im Frühjahr. Der Early-Bird-Bewerbungsschluss für den Studienstart 2027 ist der 15. August. Ein flexibler Einstieg über einzelne Module ist vorab möglich. >> Alle Informationen <<
RKW

Gastbeitrag: Twin Transition – Nachhaltigkeit und Digitalisierung gemeinsam denken

Die Twin Transition zählt zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Konzept? Es geht darum, die nachhaltige und die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzudenken und gemeinsam voranzutreiben. Wie können KMU digitale Technologien gezielt einsetzen, um Ressourcen zu sparen, neue Märkte zu erschließen und gleichzeitig ihren CO₂‑Fußabdruck zu senken? Der Beitrag zeigt praxisnahe Handlungsfelder, erklärt Stolpersteine wie Rebound‑Effekte und liefert konkrete Beispiele.

Ein Gastbeitrag von Sarah Herrlein aus dem MBA-Netzwerk

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