Monate: Juni 2022

Wie Unternehmen Effizienzgewinne sichern und der Umwelt zurückgeben können – Leitfaden zur Vermeidung von Rebound-Effekten

Wenn Unternehmen den Verbrauch von Rohstoffen und Energie reduzieren, führt dies oft zu Kosteneinsparungen. Diese an sich willkommenen Kosteneinsparungen führen jedoch oft zu neuen Aktivitäten, die die Umwelt wieder belasten. Die Rückwirkung durch Folgeentscheidungen und -handlungen nach der ursprünglichen Umweltschutzmaßnahme kann insgesamt zur Verminderung oder gar Kompensation der erhofften Entlastung von Umwelt und Klima führen. Dieser – als Rebound-Effekt bezeichneten – Problematik können Unternehmen proaktiv mit fortschrittlichem Nachhaltigkeitsmanagement begegnen. Hierfür müssen Effizienzgewinne ermittelt, analysiert, mögliche Folgen ausgewertet und geeignete Managementmaßnahmen getätigt werden. Die durch Ressourceneffizienz eingesparten Mittel können dann in weitere, ambitionierte Umwelt- und Effizienzmaßnahmen investiert werden. In dem gemeinsamen Forschungsprojekt „Ganzheitliches Management von Energie- und Ressourceneffizienz in Unternehmen“ (MERU) vom Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg, dem Öko-Institut Freiburg, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Berlin, dem Unternehmensverband B.A.U.M. e.V. und DATEV wurden Empfehlungen und ein konkreter Leitfaden erarbeitet. Dieser Leitfaden kann Unternehmen dabei unterstützen, Rebound-Effekte zu verhindern oder gar weitere umweltverbessernde Wirkungen zu erzielen. Zwei Fragen dazu an Prof. Dr. Stefan Schaltegger vom Centre for Sustainability Management (CSM): Warum ist …