MBA Sustainability Management

23. Jahrgang startet in den MBA Sustainability Management

Studierende des MBA Sustainability Management bei der Einführungspräsenz des 23. Jahrgangs auf dem Leuphana Campus

Schnee, Eis und Nebel lagen über dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg, als der 23. Jahrgang des MBA Sustainability Management ins Studium startete. Die äußeren Bedingungen passten zur Zeit: eisige Debatten, viel Gegenwind für Nachhaltigkeit. Und genau deshalb war im Raum auch etwas anderes spürbar: Entschlossenheit. Studierende mit Berufs‑ und Studienerfahrungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen beginnen jetzt gemeinsam ihre MBA‑Reise. Mit einem klaren Ziel: die Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung gestalten.

Wissen, Werkzeuge, Netzwerk, Praxis: Vieles, was den MBA Sustainability Management ausmacht, steckte kondensiert schon in der zweitägigen Einführungsveranstaltung auf dem Leuphana-Campus.

MBA-Start mit Impulsen und Netzwerken

Es gab fachliche Impulse zu nachhaltiger Entwicklung von Prof. Dr. Florian Lüdeke-Freund (ESCP Berlin) zu nachhaltiger Entwicklung und Gruppenarbeiten zu den Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagements mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Schaltegger, Vorstellungsrunden und Kaffeepausen zum Netzwerken. Das Netzwerken stärkt auch Britta Seidl-Bowe, die als Co-Vorsitzende den CSM-Alumni e.V. vorstellte. Gemeinsam mit dem CSM organisiert der Verein die jährlichen Home Coming Days als großes Netzwerkevent für alle Jahrgänge. Online-Vorträge, regionale Stammtische und Studienreisen bieten weitere Gelegenheiten zum Austausch und Netzwerken.

Vielfältige Hintergründe für eine nachhaltige Zukunft

Und mit dem neuen Jahrgang wird das Netzwerk wieder reicher an Perspektiven und Erfahrungen. Im Schnitt bringt der 23. Jahrgang 9,7 Jahre Berufserfahrung nach dem Erststudium mit. Einzelne Studierende arbeiten bereits in Nachhaltigkeitsrollen, andere nutzen den MBA für einen bewussten Neuanfang. Die beruflichen Hintergründe sind vielfältig, u.a. Schifffahrt, Logistik, Telekommunikation, erneuerbare Energien, Naturkosmetik, Bau, Medizin und Beratung. Und die Vorstellungsrunde zeigte, wie viel Neugier und intrinsische Motivation in der Gruppe steckt.

Nachhaltigkeit machen: HEYHO und BLUME 2000

Wie schafft man unternehmerische Nachhaltigkeit radikal zu denken und umzusetzen? Wie treibt man nachhaltige Entwicklung in bestehenden Unternehmen voran? Praxisbeispiele sind ein zentraler Bestandteil des MBA Sustainability Management. Und deshalb gab es zum Auftakt gleich zwei Impulse.

„Wir stellen keine Menschen ein, um Hafer zu rösten, wir rösten Hafer, um Menschen einzustellen. Für uns war der Mensch zuerst da und erst dann die Arbeit.“

Linda Pulver

Linda Pulver von HEYHO stellte die soziale Granola-Rösterei aus Lüneburg vor. Hier kommen Menschen mit bewegten Lebensgeschichten zusammen, um hochwertige Produkte herzustellen – die Manufaktur schafft Arbeitsplätze und Teilhabe für Menschen, die sonst häufig  ausgegrenzt werden. Sozialer Anspruch und unternehmerische Klarheit: Nachhaltigkeit ist bei HEYHO das Kerngeschäft und das Geschäftsmodell löst soziale Herausforderungen. Dabei möchten sie, so Pulver, ein Ort sein, „für alle, die es wollen“.

Ina Reinders, MBA‑Absolventin und Nachhaltigkeitsmanagerin bei BLUME 2000, zeigte, wie sie Nachhaltigkeit im Unternehmen seit vielen Jahren weiterentwickelt – Stück für Stück, von Lieferketten über Produkte und Verpackungen bis zur Organisation, mit neuen Ideen, aber auch viel Geduld, Beharrlichkeit und Frustrationstoleranz. Wie entsteht Wirkung im Unternehmensalltag, im Zusammenspiel mit dem CEO und Fachabteilungen, zwischen regulatorischen Anforderungen und dem „Schönen dahinter“? Bienenfreundliche Pflanzen, Insektizidreduktion, ein Mehrwegsystem für den Topfpflanzentransport – übrigens ein „Business Case for Sustainability“, denn es ist wirtschaftlich – und plastikfreie Schnittblumen, das fasst sie ganz norddeutsch mit nur zwei Worten zusammen:

„Es geht.“

Ina Reinders

Praxisimpulse wie diese verbinden Theorie und Anwendung, machen Mut und zeigen: Unternehmertum lässt sich neu und anders denken. Im MBA werden deshalb auch Prüfungen gemeinsam mit Partner*innen aus der Praxis gestaltet.

Herzlichen Dank an Linda Pulver und Ina Reinders für die starken Impulse.

Wir wünschen allen Studierenden des 23. Jahrgangs viel Erfolg auf ihrer Reise. Gerade jetzt braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit voranbringen. Wir freuen uns darauf, diese Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Wissen und Werkzeuge für morgen – Netzwerk für übermorgen

Wie lassen sich soziale und ökologische Herausforderungen unternehmerisch lösen? Auf dem Weg zum MBA Titel erwerben die Studierenden umfassendes Fachwissen zu Nachhaltigkeit und Management, ergänzt durch Methodenkompetenz und Soft Skills. Entscheidend sind dabei fundierte theoretische und konzeptionelle Grundlagen – sie ermöglichen argumentative Tiefe und Wirksamkeit in der Praxis. Das Studienkonzept erlaubt berufsbegleitendes, überwiegend digitales Lernen mit flexiblen Präsenzphasen für Austausch und Vernetzung.
Die neuen Studierenden werden Teil des größten universitären Netzwerks zum Nachhaltigkeitsmanagement mit über 1.000 Studierenden, Alumni, Lehrenden und Praxispartner*innen. Der CSM Alumni e. V. und das CSM schaffen dafür zahlreiche Räume für Austausch und Zusammenarbeit.

Der MBA Sustainability Management startet einmal jährlich im Frühjahr. Der Early-Bird-Bewerbungsschluss für den Studienstart 2027 ist der 15. August. Ein flexibler Einstieg über einzelne Module ist vorab möglich. >> Alle Informationen <<