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Bundesregierung betreibt erstmals Klimaausgleich für alle Dienstreisen

Die Bundesregierung gleicht die Klimawirkungen ihrer Dienstreisen erstmals schrittweise aus.  Für 2014, das erste Jahr der derzeitigen Bundesregierung, nutze das Umweltbundesamt (UBA) jetzt Emissionsgutschriften und gleicht die Emmissionen aller Dienstreisen der Bundesregierung, die von 16 Ministerien und 58 Bundesbehörden mit Flugzeug und Dienstfahrzeugen gemacht wurden.

Umweltbundesamt nutzt Gutschriften für Treibhausgasemissionen

Die Bundesregierung gleicht die Klimawirkungen ihrer Dienstreisen schrittweise aus. Für 2014, das erste Jahr der derzeitigen Bundesregierung, löschte das Umweltbundesamt (UBA) jetzt Emissionsgutschriften in Höhe von 138.038 Tonnen Kohlendioxidäquivalenten.

Maßnahme als deutliches Zeichen in die Gesellschaft

Die Bundesregierung hatte sich 2015 darauf verständigt, die Klimawirkung aller Dienstreisen ihrer Beschäftigten zu neutralisieren, ab Beginn der laufenden Legislaturperiode (2014 bis 2017).

„Wir wollen die Bürger und die Wirtschaft inspirieren, die Treibhausgase ihrer Reisen ebenfalls auszugleichen. Bei unseren Dienstreisen achten wir auf den Grundsatz, vermeiden, verringern, kompensieren.“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

Den Prozess zu klimaneutralen Dienstreisen versteht die Bundesregierung als ein wichtiges politisches Signal für zusätzliche, freiwillige Aktivitäten für den Klimaschutz. Zugleich ermutigt die Bundesregierung andere Institutionen und Unternehmen, in gleicher Weise ihre Emissionen von Dienstreisen durch Löschung von Emissionsgutschriften zu kompensieren.

Klimaschutzprojekte nach Clean Development Mechanism

Der Ausgleich erfolgt über Klimaschutzprojekte mit hohen Nachhaltigkeitsstandards. Man hat sich dabei für den Ankauf von Gutschriften aus fünf Projekten entschieden, die nach den UN-Regeln unter dem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung – dem sogenannten Clean Development Mechanism, zertifiziert sind. Bei den Klimaschutzprojekten werden in Ländern des Südens unter anderem Erneuerbare Energieanlagen ausgebaut und die Energieeffizienz gestärkt. Neben Emissionsminderungen stärken sie die lokalen Arbeitsmärkte und leisten einen direkten Beitrag zur lokalen Armutsbekämpfung.

Hinweis: Der Text basiert auf einer Meldung des Bundesumweltministeriums im Mai 2016

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Forschungsmeldung Nachhaltigkeitsmanagement: Unternehmen ist Akzeptanz wichtiger als Profit

Ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz ist für die Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vitäten von großen Un­ter­neh­men wich­ti­ger als die Aus­sicht auf mehr Ge­winn. Auch die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on spielt beim Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine größere Rol­le als der Pro­fit.

Hoerisch, JacobDies ist eine Er­geb­nis ei­ner in­ter­na­tio­na­len Stu­die der Pro­fes­so­ren Ste­fan Schal­teg­ger (Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg, linke Foto) und Ja­cob Hörisch (Ala­nus Hoch­schu­le, 2. v.l.).

Expertenpanel: Nachhaltigkeitsmanager in über 400 Unternehmen befragt

Be­fragt wur­den dazu Nach­hal­tig­keits­ma­na­ger der um­satzstärks­ten Un­ter­neh­men in zehn aus­gewähl­ten In­dus­tri­eländern in Eu­ro­pa, Nord­ame­ri­ka und Asi­en. Ins­ge­samt 432 Un­ter­neh­men be­tei­lig­ten sich an der Un­ter­su­chung.

„Die Stu­die räumt mit der gängi­gen Mei­nung auf, dass Un­ter­neh­men sich nur dann für Um­welt und So­zia­les en­ga­gie­ren, wenn sich dies für sie rech­net. Da­ge­gen zeigt un­se­re Stu­die erst­mals: Haupt­an­triebs­kraft beim The­ma Nach­hal­tig­keit ist die Le­gi­ti­mitätsori­en­tie­rung“,

sagt Schal­teg­ger, Lei­ter des Cen­tres for Sustaina­bi­li­ty Ma­nage­ment (CSM) an der Leu­pha­na Universität. Den meis­ten Un­ter­neh­men gehe es vor al­lem um ge­sell­schaft­li­che An­er­ken­nung. Außer­dem wird En­ga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit als ein Si­gnal nach in­nen ge­se­hen. Dafür spre­che die große Be­deu­tung, die der Ver­bes­se­rung der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on durch kon­se­quen­tes Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment bei­ge­mes­sen wer­de, so Schal­teg­ger.

Unternehmersiche Nachhaltigkeit: Starke Legitimationsorientierung

Gründe für die Le­gi­ti­mitätsori­en­tie­rung der Un­ter­neh­men se­hen die Au­to­ren un­ter an­de­rem im Ein­fluss ex­ter­ner Sta­ke­hol­der. Von Me­di­en oder nicht­staat­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen, die stark in der Öffent­lich­keit ver­an­kert sind, wird das The­ma Nach­hal­tig­keit ak­ti­ver un­terstützt als zum Bei­spiel von Ban­ken, Ra­ting­agen­tu­ren oder An­teils­eig­nern. Dies spie­gelt sich auch in der or­ga­ni­sa­to­ri­schen und per­so­nel­len Ver­ant­wor­tung. PR-, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Rechts­ab­tei­lun­gen ha­ben we­sent­lich häufi­ger mit Fra­gen des Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ments zu tun als Fi­nan­zie­rung, Rech­nungs­we­sen oder Con­trol­ling.

Blick auf öffentliche Wirkung

Auch bei der Um­set­zung von Maßnah­men agiert die Mehr­heit der Un­ter­neh­men vor al­lem mit Blick auf ihre öffent­li­che Wahr­neh­mung. Zu den am häufigs­ten ver­wen­de­ten In­stru­men­ten gehören Nach­hal­tig­keits- und So­zi­al­be­rich­te, so­zia­les oder kul­tu­rel­les Spon­so­ring, Cor­po­ra­te Ci­ti­zenship und Sta­ke­hol­der­di­alo­ge. Deut­lich da­hin­ter ran­gie­ren In­stru­men­te wie Öko-Ef­fi­zi­enz-Ana­ly­se, Ma­te­ri­al­fluss- oder Um­welt­kos­ten­rech­nung, die hel­fen könn­ten, dass Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vitäten zum Ge­winn bei­tra­gen.

Kaum Erfolgskontrolle fürs Nachhaltigkeitsmanagement

Al­ler­dings: Ver­fah­ren zur Mes­sung des Er­folgs von Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment spie­len in den Un­ter­neh­men durch­weg eine un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le. Am häufigs­ten wer­den die Kos­ten der Maßnah­men ge­mes­sen, ge­folgt von den  Fort­schrit­ten bei der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on und der Un­ter­neh­mens­re­pu­ta­ti­on. Zu­sam­men­fas­send wer­den Nach­hal­tig­keits­maßnah­men mit ei­nem vor­ge­ge­be­nen Bud­get, des­sen Kos­ten ge­mes­sen wer­den, vor al­lem getätigt, um die ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz des Un­ter­neh­mens zu si­chern. Das Vor­ur­teil, dass Un­ter­neh­men sich nur dann für Um­welt und So­zia­les en­ga­gie­ren, wenn sich dies für sie rech­net, ist em­pi­risch nicht zu hal­ten. Ob es zum Ge­winn beiträgt oder nicht, weiß kaum ein Un­ter­neh­men.

Publikation:

Schaltegger, Stefan; Hörisch, Jacob (2015). „In Search of the Dominant Rationale in Sustainability Management: Legitimacy- or Profit-Seeking?”, in: Journal of Business Ethics (DOI: 10.1007/210551-015-2854-3).

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Schaltegger
Centre for Sustainability Management / Leuphana Universität
Scharnhorststr. 1
21335 Lüneburg
Fon: +49.4131.677-2180
schaltegger@uni.leuphana.de

Hinweis: Der Beitrag basiert auf einer Veröffentlichung der Leuphana Universität, und wurde im Nachhaltigkeitsmanagement-Blog bereits auf Englichers publiziert.

Nachhaltigsmanagement_&_Unternehmensentwicklung_bei_KMU_2016

Neuerscheinung: Nachhaltige Unternehmensentwicklung im Mittelstand

Oft sind es findige Mittelständler, die mit Nachhaltigkeitsinnovationen neue Wege beschreiten. Aus dem Dialog mit solchen Unternehmen entstand das Buch „Nachhaltige Unternehmensentwicklung im Mittelstand“ am Centre for Sustainability Management (CSM).

Das Buch setzt Impulse für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung durch neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle und ist für Entscheiderinnen und Entscheider als Ideenleitfaden konzipiert und gründet auf den Erfahrungen in zahlreichen Praxisprojekten des Innovationsverbundes nachhaltiger Mittelstand (INaMi) am CSM.

Nachhaltigkeitsmanagement für Mittelständler

Gezeigt wird, womit Unternehmen ihr Angebot im Einklang mit ökonomischen Zielen auch ökologisch und sozial nachhaltiger gestalten können. Von der Strategiefindung über Ecodesign und produktbegleitende Dienstleistungen bis zur Preispolitik werden wesentliche Themen für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen angesprochen. Neben diesen wichtigen Themenbereichen aus dem Nachhaltigkeitsmanagement bzw. Nachhaltigkeitmarketing, bilden Fragen rund um die Motivation der Mitarbeitenden thematisch den tragenden Abschluss.

Inhaltsverzeichnis

  • Kapitel 1 – Neugierig unterwegs mit dem Innovationsverbund
    nachhaltiger Mittelstand
    (Autoren: Holger Petersen & Stefan Schaltegger)
  • Kapitel 2 – Vision, Leitbild und Strategie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung
    (Autoren: Holger Petersen, Stefan Schaltegger & Matthias Schock)
  • Kapitel 3 – Weitblick statt Glaskugel? Vom souveränen Umgang mit Trends
    (Autor: Andreas Schmitt-Sattelberg)
  • Kapitel 4 – Innovationsmanagement (Autor: Holger Petersen)
  • Kapitel 5 – Nachhaltigkeitsmarketing (PDF-Leseprobe des Verlags)
    (Autoren: Holger Petersen & Matthias Schock)
  • Kapitel 6 – Welches Produkt ist nachhaltig? (Autor: Holger Petersen)
  • Kapitel 7 – Eco-Design (Autor: Holger Petersen)
  • Kapitel 8 – Was bleibt gut? Nachhaltigkeit im Zusammenspiel von Innovation und Bewahrung (Autor: Holger Petersen)
  • Kapitel 10 – Preise für den nachhaltigen Mehrwert
    (Auoren: Holger Petersen & Stefan Schaltegger)
  • Kapitel 11 – Vertrieb nachhaltiger Produkte
    (Autoren: Andreas Schmitt-Sattelberg & Holger Petersen)
  • Kapitel 12 – Mitarbeitende motivieren & einbinden
    Schritte für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung
    (Autoren: Ursula Weber & Holger Petersen)

Einstieg in nachhaltige Unternehmensführung

Das Buch richtet sich an Inhaber oder Entscheidungsträgerinnen in Unternehmen sowie Studierende und an alle, die Interesse an einer nachhaltigen Unternehmensführung im Mittelstand haben und sich für das Thema Nachhaltigkeitsmanagement & KMU interessieren. Die Zielrichtung liegt weniger im Erteilen fertiger Antworten als darin, neugierige Leserinnen und Leser zu eigenen Lösungen anzuregen.

Neuerscheinung des Centre for Sustainability Management (CSM) (Hrsg.)

Dr. Holger Petersen &  Prof. Dr. Stefan Schaltegger:

„Nachhaltige Unternehmensentwicklung im Mittelstand: Mit Innovationskraft zukunftsfähig wirtschaften“

224 Seiten, oekom verlag, München – ISBN 978-3-86581-776-1

 

Hinweis: Das Buch ist im oekom Verlag erschienen. Der Text basiert auf Materialien des Verlags.

Call-for-Papers_Sustainability_Summit_2016

Call for Papers: Sustainability Summit 2016

Sustainability Summit 2016 – October 12 – 13, University of Freiburg, Germany

With its three thematic symposia on sustainable materials, energy systems and resilience engineering the Sustainability Summit has a decided focus on questions of sustainability engineering; this year, however, it will also have a more social science-oriented theme cutting across the three symposia, i.e. a focus on Responsible Research and Innovation (RRI). Responsible Research and Innovation stands for a new set of guiding principles and approaches that intend to make research more responsive to societal actors and their values, needs and expectations. For each of the three symposia we invite abstracts that address RRI in the sense of ethical, legal and social aspects of research and innovation.

Conference Topics:

1. Sustainable Materials

The optimization of materials, e.g. with regard to maximum lifetime, reusability or recycling, is an essential precondition for sustainable systems engineering helping to reduce the impact of the system on the environment.

2. Energy Systems

The transformation of the energy system is one of the central needs for a sustainable future. This symposium will focus on R&D of renewable energy technologies as well as their smart integration into the grid to build up a reliable energy supply.

3. Resilience Engineering

Resilience engineering researches preparedness, prevention, protection, response and recovery of (socio) technical systems to life cycle stresses and natural, natech, malevolent and cyber threats for increasing reliability, safety, security, sustainability and adaptability.

You can submit an abstract for the following specific research topics:

1. Sustainable Materials: 2. Energy Systems: 3. Resilience Engineering:
  • Materials Design
  • Materials Lifecycle
  • Bio- and Bioinspired Materials
  • Degradation Mechanisms
  • Materials Processing
  • Photovoltaic Technology
  • Concentrated Solar Power
  • Smart Grids
  • Transformation of the
    Energy System
  • Quantification of Resilience
  • Modelling and Simulation
  • Natural / Socio / Cyber /
    Technical Systems
  • Conceptual Approaches
  • Critical Infrastructure Protection

Due to many requests from authors, the abstract submission deadline for the Sustainability Summit 2016 has been extended to 3rd of June 2016. You can submit your abstracts via e-mail: info(at)sustainability-summit.de

HOW TO SUBMIT

  • Please use our template to write your abstract (no more than 250 words).
  • Fill in all the required information.
  • Choose your presentation format (oral or poster presentation).
  • Submit your abstract by sending an e-mail with the filled out template attached to: info(at)sustainability-summit.de
  • If your proposal is accepted you will be invited to submit a full paper using our full paper template by sending an e-mail to the same address.

Click here for official webite

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Where have all the doctors gone? – Eine Vergleichsanalyse der Promovierenden des CSM

In den vergangenen Jahren sind am Centre for Sustainability Management (CSM) zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten im Forschungsfeld Nachhaltigkeitsmanagement entstanden. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in diesem Rahmen am CSM die Promotion abgelegt.  Holger Petersen wirft einen Blick auf die aktuelle Entwicklung.

Mit Tobias Peylo und Matthew Johnson konnten in den letzten Monaten erneut zwei Nachwuchswissenschaftler am Centre for Sustainability Management (CSM) ihre Promotion ablegen. Herzlichen Glückwunsch!

Viele erfolgreiche Promotionen mit  Nachhaltigkeitsmanagement

Das klingt verheißungsvoll. Doch was ist eigentlich aus den vielen Menschen geworden, die ihre Promotion in den letzten Jahren am CSM und im Nachhaltigkeitsmanagement erfolgreich abgeschlossen haben? Sind sie weiterhin für Nachhaltigkeit als Change Agents unterwegs oder machen sie inzwischen ganz etwas anderes? Über 35 Wisssenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehören inzwischen dazu. Sie haben am CSM promoviert und waren in der Regel auch am CSM als wissenschaftliche Mitarbeiter in Forschung und Lehre beschäftigt.

Bis nach Südkorea: 3o Prozent sind im Ausland

Vom CSM ins weite LandÜber Bekannte, Kollegen und das Internet, haben wir ihren derzeitigen Aufenthalt und ihre berufliche Tätigkeit recherchiert. 32 Personen konnten auf diese Weise lokalisiert werden. Die große Mehrheit von ihnen nämlich 23 ehemalige Doktorenden leben und arbeiten in Deutschland, 6 sind im europäischen Ausland unterwegs und immerhin 3 Personen sind räumlich noch weiter von der Alma Mater in Lüneburg entfernt, in Australien, Südafrika und Süd-Korea.

Fast alle ehemaligen Doktoranden befassen sich weiterhin explizit oder implizit mit Nachhaltigkeitsthemen. Einen expliziten Bezug zur Nachhaltigkeit pflegen 21 von ihnen in ihrer Berufs-, Firmen- oder Stellenbezeichnung. Bei neun weiteren ist ein impliziter Bezug zu Nachhaltigkeitsthemen offenkundig. Nur 3 lassen derzeit keinen Nachhaltigkeitsbezug erkennen.

Viele in Forschung & Lehre aktiv

Ihren beruflichen Einsatz leisten etwa die Hälfte, nämlich 17 weiterhin an Hochschulen. Darunter befinden sich acht Professoren und neun Dozierende die als Postdoktoranden angestellt sind, drei davon arbeiten weiterhin, wie der Autor dieses Artikels, an der Leuphana Universität. Nur zwei weitere sind außerhalb der Hochschule im öffentlichen Dienst tätig, für die Arbeitsagentur und ein Biosphären-Reservat. Die übrigen 13 arbeiten in privaten Unternehmen. Drei davon sind selbst Unternehmerin oder Unternehmer. Zehn sind angestellt. Unter den zehn privatwirtschaftlich Angestellten befassen sich sieben Personen mit dem Nachhaltigkeitsmanagement ihres Unternehmens. Eine Person ist im Vertrieb tätig und zwei arbeiten als Consultants. Als Unternehmensberater verdienen auch die drei selbstständigen Geschäftsführer ihr Brot, wobei ihre Beratungsunternehmen alle explizit oder implizit mit Nachhaltigkeitsfragen zu tun haben.

Mehrheit weiterhin in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs

Zusammenfassend lässt sich feststellen, ja, die große Mehrheit der am CSM Promovierten ist als Change Agent in Sachen Nachhaltigkeit unterwegs und untergräbt subversiv oder völlig unverdeckt über Deutschland hinaus die Wirtschaft und Gesellschaft mit nachhaltigkeitsaffinem Gedankengut.

holger_petersen

Kontakt:
Dr. Holger Petersen
Tel.: +49-(0)-4131.677-2234
holger.petersen@uni.leuphana.de

Der Artikel hier erschien ursprünglich in CSM-Impulse  – dem Forschungs- und Wissenschafsmagazin des Instituts (Dezemberausgabe 2015).

Hintergrund

Das Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg ist ein international tätiges Kompetenzzentrum zu Forschung, Lehre, wissenschaftlicher Weiterbildung und Transfer in den Bereichen unternehmerisches Nachhaltigkeitsmanagement, Corporate Social Responsibility (CSR) und Social Entrepreneurship. Es wird von Professor Stefan Schaltegger geleitet.

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Nachhaltigkeit: Berufsbegleitende Studiengänge kennenlernen

Regelmäßig informiert die Leuphana Universität Lüneburg über ihr Studienangebot. Am 02. Juli 2016 bietet ein Infotag der Professional School jetzt die Gelegenheit die berufsbegleitende Studiengänge kennenzulernen. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Nachhaltigkeitsdisziplinen, etwa mit dem MBA Sustainability Management der jedes Jahr 50 Studienplätze bietet.

Am Samstag, den 2. Juli 2016, lädt die Leuphana Universität alle Interessierten am berufsbegleitenden Studium nach Lüneburg ein. Beim Infotag lernt man das umfangreiche Angebot an berufsbegleitenden Studiengängen mit Schwerpunkten Wirtschaft, Gesundheit & Soziales und natürlich Nachhaltigkeitsmanagement kennen.

Die  Verbindung von Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Handeln bietet das weiterbildende MBA-Studium Sustainability Management. Mit Schwerpunkten zu Social Entrepreneurship, nachhaltigen Geschäftsmodellen, CSR und verantwortungsvoller Unternehmensführung können Absolventen des Nachhaltigkeitsmanagements in Führungspositionen gelangen, um dann Nachhaltigkeit in Unternehmen und Organisationen umzusetzen.

Nachhaltigkeitsmanagement & Corporate Social Responibility berufsbegleitend studieren

 

Sie planen einen Karriereschritt mit Nachhaltigkeit oder wollen sich unternehmerisch drängenden Zukunftsfragen stellen? Wirtschaftliches Handeln kann Nachhaltigkeit begünstigen und zur Verbesserung und Problemlösung beitragen. Wie es gelingt Produkte und Dienstleistungen „grüner“ zu machen oder problematische Entwicklungen oder schädliche Produkte durch Innovationen abzulösen, darum drehen sich viele Fragen im Nachhaltigkeitsmanagement. Den berufsbegleitenden Studiengang MBA Sustainability Management (Nachhaltigkeitsmanagement) an der Leuphana Universität Lüneburg haben bereits viele hundert Führungskräfte und Manager absolviert.

„Die Teilnehmer des Programms, die oft aus dem mittleren Management kommen, wissen, wo für ihren Arbeitgeber Nachhaltigkeitsprobleme lauern und vor allem, wie sie zu Lösungen gelangen“,

sagt Professor Stefan Schaltegger, Nachhaltigkeitswissenschaftler und Gründer des Studiengangs. Für Unternehmen werden solche Mitarbeiter jeden Tag wichtiger. Denn sie helfen ihnen dabei, Nachhaltigkeit mit dem Kerngeschäft zu verknüpfen und sie in Innovation, Reputation und Erträge zu übersetzen.

Infotag berufsbegleitend studieren – 2. Juli 2016

Am Samstag, den 2. Juli 2016, lädt die Leuphana Universität Lüneburg und die Professional School alle Interessierten am berufsbegleitenden Studium von 10 Uhr bis etwa 16 Uhr an den Campus in Lüneburg ein.

 

Teilnehmende Studiengänge

  •  Bachelor-Studiengänge

    • Musik in der Kindheit (B.A.)
    • Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher (B.A.)
  •  Master-Studiengänge / MBA-Studiengänge

    • Baurecht und Baumanagement (M.A.)
    • Competition and Regulation (LL.M.)
    • Corporate and Business Law (LL.M.)
    • Governance and Human Rights (M.A.)
    • Manufacturing Management/Industriemanagement (MBA)
    • Nachhaltigkeitsrecht – Energie, Ressourcen, Umwelt (LL.M.)
    • Performance Management (MBA)
    • Prävention und Gesundheitsförderung (MPH)
    • Sozialmanagement (MSM)
    • Sustainability Management (MBA)
    • Tax Law – Steuerrecht (LL.M.)
    • Wirtschaftsingenieurwissenschaften (M.Sc.)

Außerdem werden die Zertifikate: Ausstellungsmanagement und Evaluation; Innovationsmanagement; Migrationsmanagement; Nachhaltigkeit und Journalismus; u.a. vorgestellt.

Beratungsgespräche zum MBA Sustainability Management

Beim Infotag der Leuphana Universität Lüneburg wird auch der MBA Sustainability Management in verschiedenen Foren vorgestellt werden: Sie haben Gelegenheit, in Vorträgen und Präsentationen mehr über Ihren Wunschstudiengang zu erfahren und sich rund um das berufsbegleitende Studium beraten zu lassen. Auch die Möglichkeit für persönliche Beratungsgespräche wird es im Anschluss an die Studiengangspräsentationen geben.

Link: Erfahren Sie mehr Details auf der Veranstaltungs-Website

Kontakt zum Studienberatungsteam im MBA Sustainability Management

Über den Infotag hinaus können Sie gerne auch für eine Beratung Termine mit dem MBA-Team vereinbaren. Wir freuen uns über Ihre Anfragen:

Ginette Ringwald
Fon +49.4131.677-2235
E-Mail: ringwald@uni.leuphana.de

 

Olaf Ledderboge
Fon +49.4131.677-2229
E-Mail: ledderboge@uni.leuphana.de

Abschlusskonferenz Schaufenster Elektromobilität 2016

Schaufenster Elektromobilität: Projektabschlusskonferenz in Leipzig

Mehr Know-how und Sichtbarkeit für Elektromobilität: Zentrale Ergebniskonferenz zum Projektabschluss im „Schaufenster Elektromobilität“ mit Bundesumweltministerin Barbara Hendriks, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel.

Mit dem ressortübergreifenden Förderprogramm „Schaufenster Elektromobilität“ hat die Bundesregierung seit 2012 Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das gesamte Projektinvestitionsvolumen – unter Einbeziehung des Projektengagements aller Projektpartner auf  Bundesebene und in den Bundesländern – beläuft sich insgesamt auf ein Investitions- bzw. Projektvolumen von 400 Millionen Euro, so die Bundesregierung.

CSM mit Fokus auf Geschäftsmodelle & Elektromobilität

Auch am Centre for Sustainability Management (CSM) hat man sich in den letzten Jahren intensiv mit den managementbezogenen Aspekten der Energiewende und Elektromobilität auseinandergesetzt. Neben der ‚Gastprofessur Geschäftsmodelle für Elektromobitlität‚ von Professor Nizar Abdelkafi gab es zahlreiche Projekte, auch mit Schwerpunkt zu Nachhaltigkeit und Tourismus oder zu leichter Elektromobilität.

Bundesministerien ziehen Bilanz

Auf der Konferenz wurden nun die Ergebnisse aus den Schaufensterregionen Sachsen-Bayern, Berlin-Brandenburg, Baden-Württemberg und Niedersachsen zusammen mit einer begleitenden Elektrofahrzeugausstellung dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Und auch die beteiligten Bundesministerien nutzten die Veranstaltung für eine Bilanz:

„Das Thema Elektromobilität entscheidet zusammen mit der Digitalisierung über die Zukunft der Automobilindustrie.“

Sigmar Gabriel: Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Umweltministerin betont die Verantwortung des Verkehrssektors

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte außerdem, dass man die Ziele im Klimaschutz nur erreichen wird, wenn man  die verkehrsbedingten Kohlenstoffdioxid-Emissionen deutlich senkt. Ein Schlüssel dazu sei der Ausbau von Elektromobilität, flankiert und gestützt auf  erneuerbare Energien.

Ziel: Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft

Ziel der Konferenz war es, die gesammelten Erfahrungen aus den Schaufensterprojekten gebündelt zugänglich zu machen und daraus entstehende Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft zu diskutieren. Demonstrations- und Pilotvorhaben waren zum Beispiel spezielle E-Rad-Schnellwege (Niedersachsen), eine Elektromobilitäts-Fahrschule (Berlin-Brandenburg), E-Fahrzeuge für Langstreckenpendler (Bayern-Sachsen) oder eine bürgeroffene Reparaturwerkstatt für Elektrofahrzeuge (Baden-Württemberg).

Hinweis: Der Text basiert auf einer Meldung der Bundesregierung

Finden Sie hier außerdem weitere Beiträge, die sich mit den wissenschaftlichen Aktivitäten am Centre for Sustainability Managment rund um das Thema Energiewende bzw. Elektromobilität auseinandersetzen und auf die entsprechenden Projekte etwas näher eingehen:

 

E-Mobilität: Wie die Energiewende dezentrale Mobilitätskonzepte ermöglicht

 

Neue Gastprofessur „Geschäftsmodelle für Elektromobilität“ am CSM