Autor: CSM

Nachhaltigkeitsberichte wirken: Unternehmen mit verbesserter Berichterstattung senken Emissionen

Nachhaltigkeitsberichte werden oft damit begründet, dass Transparenz über die Umwelt- und Sozialwirkungen des Unternehmens geschaffen werden soll. Nun wurde ein ganz anderer Nutzen von Nachhaltigkeitsberichten empirisch nachgewiesen: die Reduktion von CO2-Emissionen durch verbesserte Berichterstattung. Untersucht wurden Daten von 280 der 500 weltweit größten Unternehmen. Von Prof. Dr. Stefan Schaltegger Für ein Untersuchungsgruppe von 284 der fünfhundert größten Unternehmen der Welt, für die entsprechende Daten erhältlich waren, konnte für den Zeitraum von 2008 bis 2012 gezeigt werden, dass eine Verbesserung der Berichterstattung mit einer Reduktion der CO2-Emissionen einhergeht. 280 der 500 größten Unternehmen untersucht Dr. Wei Qian von der University of South Australia, Adelaide, und Professor Dr. Stefan Schaltegger vom Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg haben die Daten des Carbon Disclosure Projects (CDP) mit dem weltweit größten Datenset zu CO2-Emissionen von Unternehmen ausgewertet. Wirkung: Berichte schärfen Bewußtsein für Nachhaltigkeit bei Führungskräften Ihre Hypothese konnte bestätigt werden, dass qualitativ verbesserte Berichterstattung zu Klimaemissionen zur Reduktion von CO2-Emissionen führt. Die Grundlogik ist dabei, dass eine verbesserte Qualität der Berichterstattung zu einem erhöhten Bewusstsein bei …

Nachhaltigkeitsmanagement in Leipzig: Die Studienreise des Alumni-Vereins 2017

Jedes Jahr gibt es zwei bis drei größere Exkursionen bzw. Studienreisen für Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager, die der CSM-Alumni e.V. für Mitglieder in diesem Nachhaltigkeitsmanagement-Netzwerk organisiert. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Nachhaltigkeits-Projekten  in und um Leipzig. Die Idee, und auch die Ausgestaltung der einzelnen Programmschwerpunkte, geht zurück auf den MBA-Sustainability-Management-Stammtisch in Sachsen. Wie auch in den Vorjahren nehmen rund 20 Absolventinnen und Absolventen und Studierende des MBA Sustainability Management an der Studienreise teil. Die Nachhaltigkeitsmanager/innen interessieren sich dieses Jahr für Projekte zu Social Entrepreneurship, der Mobilitäts- und Energiewende sowie für Ökosystemdienstleistungen. Übersicht über die Programmpunkte: Nachhaltigkeitsmanagement in Leipzig 2017 Die Studienreise finde vom 18. bis 21. Mai 2017 statt und wird vom Stammtisch Sachsen organisiert. Die Veranstaltung wird zu dem auch unter nachhaltigen Veranstaltungskriterien durchgeführt. An den vier Tagen der Exkursion werden die folgenden inhaltlichen Stationen und Schwerpunkte gesetzt:  Präsentation der Ergebnisse: „Erwartungen an eine nachhaltige Studienreise“ des CSM-Alumni e.V. Führung: „Herstellung von Elektrofahrzeugen“ im BMW-Werk-Leipzig Vortrag: „Werk der Zukunft – Wie ökologische und soziale Belange in die Planung von Produktionsstätten mit einfließen“ mit dem …

Neuerscheinung: Sustainability-Oriented Business Model Assessment

Im Rahmen eines jetzt neu erschienen Sammelbandes „Analytics, Innovation, and Excellence-Driven Enterprise Sustainability“ setzen sich die Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftler des Centre for Sustainability Management (CSM) mit Fragestellungen zur Managementperspektive bei der Implementierung von Nachhaltigkeit in den Geschäftmodellen auseinander – bisher durchaus eine Forschungslücke. Abstract: Sustainability-Oriented Business Model Assessment

Unternehmen als Treiber einer nachhaltigen, regionalen Entwicklung – Besichtigung der Bohlsener Mühle

Wenn man sich für die Nachhaltigkeitstransformation durch Unternehmen interessiert ist der Blick auf Pioniere einer Branche hilfreich um die damit verbundenen Prozesse besser zu verstehen. Im Nachhaltigkeitsmanagement-Netzwerk um den CSM Alumni Verein finden deswegen regelmäßig Exkursionen und Studienreisen statt. Am 17. März  einem Freitagnachmittag  öffnete die Bohlsener Mühle ihre Pforten für 15 Mitglieder des CSM-Alumni-Vereins und Studierende im MBA Sustainability Management. Im Rahmen eines Fallstudienmoduls zum kooperativen und marktorientierten Nachhaltigkeitsmanagement nutzten die Studierenden diese Exkursion, um ihr praxisnahes Modul-Thema direkt vor Ort und mit einem Pionier-Unternehmen abzuklären. Mit alten Balken zum Treiber einer nachhaltigen Entwicklung Bohlsen ist einer der ganz alten Mühlenstandorte in Niedersachsen. Die Mühle ist heute neben dem Handel mit Mühlenprodukten auch mit eigenen Backwerk und Lebensmittelprodukten unternehmerisch erfolgreich. Die urkundlich bestätigte Geschichte der Wassermühle reicht zurück bis ins 13. Jahrhundert. Heute erfolgt die Verarbeitung von Bio-Getreiden sowohl über sehr alte Mühlen als auch über computergesteuerte Geräte. Die Bohlsener Mühle ist seit 1979 ein Bio-Betrieb mit „ökologischer Grundhaltung, höchsten qualitativen Ansprüchen und nicht zuletzt dem Willen einer kontinuierlichen Verbesserung aller Leistungen und Prozesse“. …

MBA-Absolventin im Nachhaltigkeitsmanagement gewinnt Forschungspreis

Mit ihrer Masterarbeit zum Thema bio-zertifizierte Agrarprodukte in Burkina Faso überzeugte sie die Fachjury: MBA-Absolventin Irina Voß bekam im Rahmen der Biofach-Messe in Nürnberg den Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft für die beste Masterarbeit verliehen. Die Arbeit entstand im Rahmen ihres Studiums im MBA Sustainability Management am Centre for Sustainability Management (CSM) der Leuphana Universität Lüneburg. Die Preisverleihung des Forschungspreises der Bio-Lebensmittelwirtschaft fand Ende Februar im Rahmen der weltweit größten Fachmesse für Biolebensmittel auf der Biofach in Nürnberg statt.  Der in diesem Jahr mit 8.000 Euro dotierte Forschungspreis wurde zum vierten Mal verliehen, und zwar in den Kategorien Bachelor-Arbeit und Master-Arbeit. Die insgesamt Preisträgerinnen untersuchten dabei Fragen, wie: Kann der Ökolandbau die Welt retten? Wie wird Gemeinschaftsverpflegung nachhaltiger Welche Transaktionsprobleme von Bio-Lebensmitteln gibt es im internationalen Markt? Die Ergebnisse, so Petra Wolf von der Messe Biofach, die zusammen mit der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) sowie der Lebensbaum-Stiftung und der Schweisfurth-Stiftung Träger des von zahlreichen Sponsoren unterstützen Preises ist, belege, dass das Thema Nachwuchs wichtiger denn je sei. „Nur so kommt die Branche weiter“, meinte auch Dr. Franz Ehrnsperger …

Lesetipp: Ländersache Nachhaltigkeit – nachhaltige Entwicklung und Bundesländer

Wegen ihrer Zuständigkeit für wichtige Politikfelder spielen die Bundesländer bei der Umsetzung der 2030-Agenda in und durch Deutschland eine zentrale Rolle. Das Global Policy Forum hat nun ein Arbeitspapier zur Thematik veröffentlicht Ganz im Sinne der im September 2015 in New York verabschiedeten Nachhaltigkeitsagenda sind davon prinzipiell alle Sektoren betroffen, von der Sozial- über die Landwirtschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik bis hin zur Wirtschafts- und Industriepolitik. Auswirkung auf die Nachhaltigkeitsstrategien der Akteure Dabei gilt, dass es weniger ein Problem sein dürfte, innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategien der Länder auf Diskurse aus dem wirtschafts-, sozial- oder umweltpolitischen Bereich zu rekurrieren. Vielmehr wird es darum gehen müssen, den Leitgedanken des Konzepts „Nachhaltigkeit“ auch dort Geltung zu verschaffen, wo sie bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen, oder es offenkundige Zielkonflikte gibt. Das gilt beispielsweise für die wirtschafts- und industriepolitischen Strategien einzelner Bundesländer. Das vorliegende Arbeitspapier gibt eine Übersicht über die Strategien und Strukturen, die die Bundesländer unter den Stichworten „Nachhaltigkeit“ und „Entwicklungszusammenarbeit“ bislang geschaffen haben. Hinweis: Der Text basiert auf der Meldung des Herausgebers

Praxistest für Nachhaltigkeitsmanager: Abschlussworkshop bei Konica Minolta gestartet

Nach der intensiven und vielschichtigen Auseinandersetzung mit den wesentlichen Themen zu Nachhaltigkeitsmanagement und Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein jährlicher Höhepunkt des Studienganges „MBA Sustainability Management“  der  Abschlussworkshop. In dieser Februarwoche stellen jetzt sich 20 Studierende der Praxisprüfung ihres MBA-Studiums beim IT-Unternehmen Konica Minolta. Fachwissen und Praxistest für angehende Nachhaltigkeitsmanager/innen Nun wird es real: Für eine Woche beweisen 20 Studierenden des MBA-Abschlussjahrgangs 2017 bei der Konica Minolta GmbH in Hannover ihr Wissen und Können in der Praxis. Dabei werden alle inhaltlichen Themen wie Forschung & Entwicklung, Einkauf, Marketing, Vertrieb und Kommunikation, selbstverständlich unter dem Blickpunkt „Nachhaltige Unternehmensführung“ betrachtet! Eine echte Herausforderung sind die Begleitumstände dieses intensiven Praxisszenarios im MBA-Studiengang Sustainability Management: Es werden daher immer auch die Teamprozesse reflektiert und natürlich ‚business ready‘ das Präsentieren der erabeiteten Konzepte vorbereitet. Ziel: Nachhaltigkeit in die unternehmerischen Praxis umzusetzen Der Abschlussworkshop ist des Herzstück der praxisbezogenen Nachhaltigkeitsmanagement-Ausbildung am Centre for Sustainability Management (CSM). Dort gilt es die Konzepte, Methoden und Fachdiskurse aus den Fach- und Grundlagenmodulen des MBA-Studiums in einem echten und also realen unternehmerischen Szenario anzuwenden. Die …

Konzernatlas 2017: Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie

Wie entwickelt sich die globale Lebensmittelindustrie? Dieser Frage geht der Konzernatlas 2017 nach. Auf knapp 60 Seiten werden wesentliche Trends ausgemacht. Das Fazit der Autoren: Immer weniger Konzerne bestimmen weltweit über einen immer höheren Anteil der Lebens­mittel­erzeugung und Ernährung. Im Wesentlichen zum Nachteil von Kleinbäuerinnen und -bauern, sowie einer regionalen Lebensmittelversorgung. Der jetzt vorgestellte „Konzernatlas 2017“ ist eine Zusammenstellung von Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie. Die Herausgeber (Heinrich-Böll-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Oxfam Deutschland, Germanwatch und Le Monde Diplomatique) warnen davor, dass die laufenden Konzentrationsprozesse im Agrarsektor die 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen gefährden und fordern stärkere Kontrolle im Agrar- und Ernährungsbereich. Fünf der zwölf kapitalintensivsten Übernahmen börsennotierter Konzerne in 2015 und 2016 fanden  im Agrar- und Ernährungsbereich statt. Inzwischen kontrollieren lediglich vier Großkonzerne rund 70 Prozent des Welthandels mit Agrarrohstoffen. Drei Konzerne dominieren 50 Prozent des Weltmarkts für Landtechnik. Diese Entwicklung geschieht auch im landesweiten Maßstab: In Deutschland decken vier Supermarktketten 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels ab. Die Herausgeber folgern entsprechend: Die wachsende Marktmacht einiger weniger Großunternehmen gefährde eine bäuerliche, …

Klimaschutz-Index: Hat die globale Energiewende begonnen?

Die Nichtregierungsorganisation Germanwatch hat jetzt ihren aktuellen Klimaschutz-Index für dieses Jahr veröffentlicht. Und titelt: Die globale Energiewende hat begonnen. Schwellenländer holen beim Umbau zu emissionsarmer Wirtschaft auf, wohingegen der Schwung in Europa nachlässt. Das gelte auch für Deutschland. Früherer Index-Vorreiter Deutschland setzt Abwärtstrend fort und kein Land der Erde tut genug für das globale Zwei-Grad-Ziel. Das Klimaabkommen von Paris hat Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz weltweit Rückenwind gegeben. Auch der heute vorgestellte Klimaschutz-Index 2017 von Germanwatch verzeichnet einen stabilen Aufwärtstrend. Insgesamt verlaufe die weltweite Energiewende aber noch zu langsam, um ihren Beitrag zu den Pariser Klimazielen zu leisten, warnt die Umwelt- und Entwicklungsorganisation. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten könnte in den USA den notwendigen Umbau verlangsamen oder gar abbremsen.

Verkehrssektor: Umweltschädliche Subventionen auf Rekordniveau

Das Umweltbundesamt (UBA) rät zu einem deutlich schnelleren Abbau umweltschädlicher Subventionen: Den größten Anteil haben seit Jahren die umweltschädlichen Subventionen im Verkehrssektor. Im Jahr 2012 betrugen sie 28 Milliarden Euro. Das behindert Investitionen in saubere Technik“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. „Alle umweltschädlichen Subventionen müssen auf den Prüfstand und sollten möglichst bis 2025 auslaufen. Das freiwerdende Geld könnte genutzt werden, um in den Klimaschutz zu investieren und um die Mobilität fit für die Zukunft zu machen“, sagte Krautzberger während der Vorstellung des Jahresberichts „Schwerpunkte 2016“ der Behörde in Berlin. Eine der Folgen umweltschädlicher Subventionen ist die Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge in den Innenstädten. Dieselfahrzeuge zahlen pro Liter Kraftstoff 18,4 Cent weniger als Benzin und sind daher entsprechend populär. Den Staat kostet diese Subventionierung mittlerweile 7,8 Milliarden Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Die Förderung für Elektromobilität beträgt knapp eine Milliarde – aber bis 2020. Umweltschädliche Subventionen auch sozial ungerecht Viele umweltschädliche Subventionen sind daneben auch sozial ungerecht. Ein Beispiel ist das Dienstwagenprivileg, das der Staat mit rund drei Milliarden Euro pro Jahr subventioniert. Dienstwagen kommen praktisch nur gut …