Autor: CSM

Absolventen im Nachhaltigkeitsmanagement feiern ihren MBA-Abschluss

Jedes Jahr im September ist man am Centre for Sustainability Management (CSM) in höchster Feierstimmung. Mit großen Feierlichkeiten begehen dann die Absolventen im Nachhaltigkeitsmanagement den Abschluss ihres MBA-Studiums. In diesem Jahr haben 35 Absolventinnen und Absolventen erfolgreich ihr Nachhaltigkeitsmanagement-Studium abgeschlossen und führen nun den internationalen MBA-Titel. Namhafte Persönlichkeiten und Vertreter/innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft feierten den diesjährigen Absolventenjahrgang im MBA Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg. Aus ganz Deutschland reisten die Absolventen, deren Freunde und Familien und die Ehrengäste an. 35 Absolventinnen und Absolventen schlossen 2016 erfolgreich ihr Nachhaltigkeitsmanagementstudium ab und sind von nun an ‚diplomierte‘ Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager. In Lüneburgs historischer Innenstadt feierten insgesamt 140 Gäste die erfolgreichen Absolventen. Einen traditionellen Höhepunkt der Festlichkeiten bildet der Hutwurf: Vor dem altehrwürdigen Glockenhaus der Hansestadt Lüneburg versammeln sich alle MBA-Absolventen und werfen als Zeichen der gemeinsam bestandenen und gemeisterten Studienzeit ihre MBA-Hüte in die Luft. Im Anschluss an den Festakt wurde der Tag mit einem Galadinner begangen. In seiner Dinner-Speech richtete Professor Claus Dierksmeier vom Weltethos-Institut der Universität Tübingen einen hochaktuelle Impuls zu seinem Konzept …

Internationale Studie: Deutsche Konsummuffel bei ethischen Produkten

Über einen Zeitraum von 5 Jahren wurden weltweit Konsumenten nach ihren Entscheidungmotiven befragt. Ein Ergebnis: Im internationalen Vergleich orientieren sich deutsche Konsumenten deutlich seltener an ethischen Kriterien bei ihren Kaufentscheidungen. Ein Ergebnis der Studie „The Future of Consumer Demand“, die im Auftrag von HSBC erstellt wurde: Lediglich 41 Prozent der deutschen Befragten gibt an, beim Kauf von Waren und Dienstleistungen auf ethische Prinzipien zu achten. Die Deutschen lägen damit weit abgeschlagen hinter den Konsumenten aus 15 anderen Länder. Von den Briten lassen sich immerhin 51 Prozent und von den Australiern und Franzosen jeweils 58 Prozent von ethischen Überlegungen leiten. Spitzenreiter ist Mexiko, wo ethische Kriterien für 82 Prozent der Befragten maßgeblich sind. Deutlich wichtiger ist den Deutschen (59 Prozent) der Kauf von Markenprodukten. Zwischen 2011 und 2015 hat die Unternehmensberatung über 90.000 Konsumenten in 16 Ländern befragt. Über diese deskriptiven Daten hinaus treffen die Autoren keine Aussage zu den Gründen für die ermittelten Fakten. Hinweis: Der Text basiert auf einer Meldung der Studien-Initiatoren

Debatte: Heben SDGs Nachhaltigkeitsmanagement auf neue Ebene?

Seit Anfang diese Jahres gelten bis 2030 die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Die SDGs lösen damit die UN-Milleniumsziele ab und sollen in die nationalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsprogramme eingehen. Für Deutschland ist die Einbeziehungen in die Neufassung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie bereits formuliert – Aber was machen die Unternehmen? Nachhaltigkeit geht alle Nationen an Die Sustainable Development Goals richten sich jedoch nicht nur an Regierungen, sondern auch an Unternehmen und Bürger. Jede/r ist eingeladen, sich direkt an der Umsetzung der Ziele zu beteiligen. Damit heben sich die Ziele in zweifacher Hinsicht von den Milleniumszielen ab. Schwellen- und Entwicklungsländer liegen nicht mehr im alleinigen Fokus – Nachhaltigkeit geht alle Nationen an. Als Akteure werden nicht nur Regierungen angesprochen. Insb. die gewichtige Rolle von Unternehmen bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen wird stärker anerkannt. Viele Unternehmen bekennen sich zu Sustainable Development Goals Das Echo von Unternehmen zeigt, dass diese Botschaft angekommen ist. während die Milleniumsziele in der Programmatik des Nachhaltigkeitsmanagements in der Vergangenheit wenn überhaupt dann nur eine untergeordnete Rolle spielte, bekennen sich neuerdings viele Unternehmen ausdrücklich …

Erfolgreicher Start für Smartphone-Projekt: Innovationsverbund Nachhaltige Smartphones am CSM der Leuphana Universität

Am Centre for Sustainability Management (CSM) wurde ein neues Transferprojekt gestartet: Es bringt Wissenschaftler/innen, Hersteller und Akteure entlang der Smartphone-Wertschöpfungskette zusammen und analysiert die Nachhaltigkeitspotenziale der Produkte. Bereits seit einiger Zeit werden vielfältige Ansätze diskutiert, wie die IKT-Branche nachhaltiger werden kann. Wegen der weltweiten Verbreitung, millionenfacher Verkaufszahlen und IKT-typischen kurzen Lebenszyklen rücken insbesondere Smartphones besonders in den Blick. Diese Technologie und der Umgang mit ihr muss dringend für mehr Nachhaltigkeit verändert werden! Smartphones aus Sicht des Nachhaltigkeitsmanagements Ende Juni begrüßte Professor Stefan Schaltegger, Institutsleiter des CSM, die 20 Teilnehmenden aus Wirtschaft und Wissenschaft zum Auftaktworkshop des ‚Innovationsverbunds Nachhaltige Smartphones‘ am Centre for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg. Er führte aus der Perspektive des Nachhaltigkeitsmanagements in die Veranstaltung zu Nachhaltigen Design und Lieferketten ein. Professor Erik Hansen (Institut für Integrierte Qualitätsgestaltung, Johannes Kepler Universität Linz und Gastprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg) sprach über Innovationspotenziale mobiler Endgeräte in der Circular Economy. Das Ziel der Circular Economy ist es u.a. den notwendigen Energieaufwand in der Produktionsphase durch einen höheren Anteil an Arbeitskraft zu ersetzen. Dafür müssen …

Wandel der Automobilklubs: Pannenhilfe mit E-Bike

Jetzt auch in Deutschland:  Nach dem österreichischen Mobilklub (ÖAMTC), der bereits seit einem Jahr ein vergleichbares Projekt betreibt, hat sich nun auch der ADAC entschieden, umweltfreundlichere E-Bikes für die großstädtische Pannenhilfe zu nutzen. In Berlin startet jetzt das erste deutsche Pilotprojekt. Im Stau belasteten innerstädtischen Verkehr will der ADAC ab sofort in einem Pilotprojekt des Regionalvereins ADAC Berlin-Brandenburg prüfen, ob man mit E-Bikes schneller agieren kann. Deshalb setzt der Automobilclub seit Juni 2016 zwei radelnde Pannenhelfer in der Hauptstadt Berlin ein. Die Mechaniker sind ab sofort im Zentrum mit Werkstatt-Anhänger und E-Bike unterwegs. Projektbaustein der neuen Nachhaltigkeitsstrategie? Bereits vor einem Jahr wurde in Wien vom ÖAMTC ein vergleichbares Projekt gestartet und auf Rückfrage gab es vom ADAC im Sommer 2015 noch die Einschätzung, dass eine sinnvolle Pannenhilfe mit einem Pedelec oder E-Bike in Deutschland nicht möglich erscheine. Als Hauptgrund wurde die Zuladung von Werkstattausrüstung genannt. Ein Jahr später hat man sich nun entschlossen, ein eigenes Projekt zu starten: „Neben dem Zeitgewinn sind wir auch daran interessiert, unsere Einsätze so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich zu …

Forschungsmeldung Nachhaltigkeitsmanagement: Unternehmen ist Akzeptanz wichtiger als Profit

Ge­sell­schaft­li­che Ak­zep­tanz ist für die Nach­hal­tig­keits­ak­ti­vitäten von großen Un­ter­neh­men wich­ti­ger als die Aus­sicht auf mehr Ge­winn. Auch die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on spielt beim Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment eine größere Rol­le als der Pro­fit. Dies ist eine Er­geb­nis ei­ner in­ter­na­tio­na­len Stu­die der Pro­fes­so­ren Ste­fan Schal­teg­ger (Leu­pha­na Uni­ver­sität Lüne­burg, linke Foto) und Ja­cob Hörisch (Ala­nus Hoch­schu­le, 2. v.l.). Expertenpanel: Nachhaltigkeitsmanager in über 400 Unternehmen befragt Be­fragt wur­den dazu Nach­hal­tig­keits­ma­na­ger der um­satzstärks­ten Un­ter­neh­men in zehn aus­gewähl­ten In­dus­tri­eländern in Eu­ro­pa, Nord­ame­ri­ka und Asi­en. Ins­ge­samt 432 Un­ter­neh­men be­tei­lig­ten sich an der Un­ter­su­chung. „Die Stu­die räumt mit der gängi­gen Mei­nung auf, dass Un­ter­neh­men sich nur dann für Um­welt und So­zia­les en­ga­gie­ren, wenn sich dies für sie rech­net. Da­ge­gen zeigt un­se­re Stu­die erst­mals: Haupt­an­triebs­kraft beim The­ma Nach­hal­tig­keit ist die Le­gi­ti­mitätsori­en­tie­rung“, sagt Schal­teg­ger, Lei­ter des Cen­tres for Sustaina­bi­li­ty Ma­nage­ment (CSM) an der Leu­pha­na Universität. Den meis­ten Un­ter­neh­men gehe es vor al­lem um ge­sell­schaft­li­che An­er­ken­nung. Außer­dem wird En­ga­ge­ment für Nach­hal­tig­keit als ein Si­gnal nach in­nen ge­se­hen. Dafür spre­che die große Be­deu­tung, die der Ver­bes­se­rung der Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on durch kon­se­quen­tes Nach­hal­tig­keits­ma­nage­ment bei­ge­mes­sen wer­de, so Schal­teg­ger. Unternehmersiche Nachhaltigkeit: Starke Legitimationsorientierung Gründe für …

Sustainability management: Legitimacy is more important than profit for large companies

It is commonly believed that companies are only committed to environmental and social issues if this contributes to increase their profits. A new study now shows that this stereotype is not true at least for large companies in developed countries. The driving force behind sustainability management activities of large companies is mainly the pursuit of social acceptance. Conversely, profit maximisation plays a subordinate role. This counterintuitive result of a broad empirical study has recently been published in the Journal of Business Ethics by Prof. Dr. Stefan Schaltegger (Leuphana University of Lüneburg) and Prof. Dr. Jacob Hörisch (Alanus University) (DOI: 10.1007 / 210551-015-2854-3). Survey of largest companies in industrial countries The study is based on a survey of 432 of the largest companies in ten industrial countries in Europe, North America and Asia. Sustainability managers were asked about the aims, actors, methods and effects of the company’s sustainability management activities. The survey results are clear: A legitimacy-oriented perspective is prevalent not only in the aims, but also in the organisational implementation and the application of sustainability …

Green Skills – Interview: Die deutsche Energiewende, eine Lokomotive für den Arbeitsmarkt

Joachim Kreye ist Unternehmer und studierte neben seiner beruflichen Tätigkeit den MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Interview berichtet Kreye von wichtigen Erfahrungen, neuen Projekten und wie bei ihm Nachhaltigkeit zum beruflichen Thema geworden ist. Ein Fazit: Windkraft und Solarenergie haben heute bereits ein Vielfaches an Arbeitsplätzen geschaffen, als in der Kernenergie und Kohleindustrie wegfallen können.

Das passt zusammen: Nachhaltigkeitsmanager bei Stecksystem-Unternehmen Werkhaus

Das nördlichen Niedersachsen ist die Heimat eines innovativen, mittelständischen Familienunternehmens das seit der Gründung bereits viele Ideen unternehmerischer Nachhaltigkeit realisiert hat. Ein wichtiger Grund für die angehenden MBA-Absolventen und Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager der Stecksystem-Firma Werkhaus einmal ausführlicher über die Schulter zu blicken. In der Woche vom 30. November bis zum 04. Dezember waren zwölf Studierende des MBA Sustainability Management im Rahmen ihres Abschlussworkshops bei dem Unternehmen Werkhaus zu Gast. Dieser Workshop bildet den fachlichen Abschluss Ihres Studiengangs im Nachhaltigkeitsmanagement bevor sie die Masterarbeit beginnen. Sie können also erstmals ihr fachliches Know-how auch ganz praktisch im unternehmerischen Alltag anwenden. Direkt vor Ort erarbeiteten die Studierenden neue Ansätze und Konzepte für den weiteren Ausbau der unternehmerischen Nachhaltigkeit und die Erweiterung der Produktpalette des Unternehmens. Ziel: Konzepte entwickeln und praxisnah anwenden Die Studierenden des MBA entwickelten innerhalb der Workshopwoche verschiedene Konzepte, um Werkhaus bei einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine nachhaltige Unternehmensausrichtung zu unterstützen. Die Arbeitsschwerpunkte umfassten Themen wie neue Vermarktungskonzepte für Container-Produkte, ein nachhaltiger Umgang mit Zweite-Wahl-Artikeln, Nachhaltigkeitskommunikation und Social Media sowie kompromisslose Nachhaltigkeit im Outdoor-Produkt-Bereich. Begleitet …

Green Skills – Interview: Vom Management natürlicher Ressourcen

Andreas Knoell ist Berater für Corporate Social Responsibility (CSR) und studiert neben seiner beruflichen Tätigkeit den MBA Sustainability Management an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Interview berichtet Knoell wie er all das unter einen Hut bekommt und wie bei ihm Nachhaltigkeit zum beruflichen Thema geworden ist. „Green Skills“ sind zurzeit in aller Munde. Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser vermeintlichen Zauberformel und wie entwickelt man Green Skills? In dieser Interviewreihe präsentieren wir Ihnen Persönlichkeiten, die es geschafft haben und zeigen auf Projekte, die in neue Richtungen weisen. Lesen Sie hier von Lösungen, Initiativen und professionellen Wegen wie Nachhaltigkeit unternehmerisch umgesetzt werden kann. LEUPHANA: Herr Knoell, Sie beraten Unternehmen und Organisationen zu Themen wie verantwortungsvolles Management und Beschaffung natürlicher Ressourcen, relevante Nachweisverfahren und Zertifizierungssysteme, wie z.B. dem Forest Stewardship Council (FSC). War das schon lange ein Berufswunsch oder hat es sich durch bisherige Etappen im Leben so ergeben? ANDREAS KNOELL: Bisherige Etappen waren sicherlich wegweisend für mein aktuelles Tätigkeitsprofil. Diese wiederum wurden durch meine Wünsche und Neigungen geprägt, was ich als großes Glück empfinde. Das …