Autor: CSM

Online-Portal „Grünes Wissen“ gestartet

Was wird eigentlich im Bereich Nachhaltigkeit geforscht? Welche Themen im großen Feld nachhaltiger Entwicklung gibt es? Wie entstehen Ergebnisse in der Wissenschaft? Und wie läuft eine Forschung eigentlich ab? Zu diesen Fragen gibt das Portal gruenes-wissen.net Antworten und liefert neue Impulse. Nachhaltigkeitswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Leuphana Universtität Lüneburg haben jetzt ein neues Online-Wissenschaftsportal gestartet, das frei zugänglich Orientierung zu unterschiedlichsten Fragen einer nachhaltigen Entwicklung bietet. Dafür stellt das Portal redaktionell bereitete Inhalte und auch Recherchemöglichkeiten in einer Datenbank zur Verfügung. Nachhaltigkeitswissenschaft allgeminverständlich präsentiert Ziel des Portals ist es, wissenschaftliche Inhalte aus dem Feld nachhaltige Entwicklung allgemeinverständlich aufzubereiten. Zu den behandelten Themengebieten gehören beispielsweise Klimawandel, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Chemie oder Social Entrepreneurship. Das Vorgehen ist dabei auch prozessorientiert: Neben der Präsentation von Forschungsergebnissen, finden auch die Prozesse des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns sowie die Perspektiven in der Nachhaltigkeitsforschung Berücksichtigung. Die Spannbreite der dargestellten Inhalte reicht von theoretischen Hintergründen bis zu praktischen Materialien, die auch für Lehrzwecke genutzt werden können. Zur Zielgruppe gehören alle, die sich beruflich, zivilgesellschaftlich oder privat mit dem Thema nachhaltige Entwicklung beschäftigen – beispielsweise Journalistinnen …

TEDx-Konferenz: Vom Reparieren des Kapitalismus

In diesem Sommer fand die erste Tedx-Konferenz auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg statt. Natürlich spielten auch Nachhaltigkeitsmanagement-Innovationen eine große Rolle. Acht Speakerinnen und Speaker stellten ihre Ideen vor. Uwe Lübbermann stellte seine Ideen eine vom Reparieren des Kapitalismus und dem Funktionieren von Transparenz in einem hart umkämpften Geschäftsfeld vor: Der Soft-Getränkeherstellung. Lübermann ist bekannt und auch beforscht als  innovativer Cola-Unternehmer: So spricht er darüber, wie Unternehmen als Konsensdemokratie organisiert werden können. Als Geschäftsführer einer Getränkemarke erhält er den gleichen Lohn wie alle anderen Mitarbeiter, Verträge schließt er grundsätzlich nicht ab, auch nicht mit Lieferanten, denn das Ehrenwort unter Kaufleuten genügt. Und es funktioniert: „Mein Produkt ist nicht das Getränk. Mein Produkt ist das Reparieren des Kapitalismus.“ Uwe Lübbermann, Premium-Cola

Namhafte Unternehmensvertreter feiern Nachhaltigkeitsmanager

Am ersten Septemberwochenende feierten zahlreiche namhafte Persönlichkeiten und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft den diesjährigen Absolventenjahrgang im MBA Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg. 31 Absolventinnen und Absolventen schlossen erfolgreich ihr nebenberufliches Studium ab und führen nun den begehrten MBA-Titel. Die feierliche Übergabe der MBA-Urkunden war außerdem Anlass für ein mehrtägiges Konferenzprogramm zum Nachhaltigkeitsmanagement. Bei den sogenannten „Home-Coming-Days“ tagten und diskutierten zahlreiche Nachhaltigkeitsexperten aus ganz Deutschland in Lüneburg. Zur feierlichen Titelübergabe im Lüneburger Glockenhaus zeigte sich Torsten Kallweit von den Leistungen der Absolventen beeindruckt. Er ist „Head of Corporate Sustainability“ beim Maschinenbauunternehmen Voith in Baden-Württemberg und war Praxispartner des MBA-Abschluss-Workshops im vergangenen Semester. Das Unternehmen Voith gilt als Global-Player u.a. im Papiermaschinen- und Turbinenbau und sieht sich als Familienbetrieb mit Milliardenumsatz im Selbstverständnis der Nachhaltigkeit verpflichtet. Während ihres einwöchigen Abschluss-Workshops hatten die Absolventen neue Nachhaltigkeitskonzepte für das Unternehmen diskutiert und erarbeitet und wechselseitig für Lernkurven und neue Impulse gesorgt. Vorschläge zur Verbesserung des Führungskräftedialogs beispielsweise habe man aufgegriffen und bereits realisiert, berichtete Kallweit daher vor den frisch diplomierten Nachhaltigkeitsmanagerinnen und Nachhaltigkeitsmanagern. Neue Ideen und …

Nachhaltigkeitsmanagement: Unternehmen erkennen Potenziale nicht

Viele Manager gestalten ihr Nachhaltigkeitsmanagement zu wenig wirtschaftlich aus, weil sie nicht daran glauben, so die Erkenntnis von Professor Stefan Schaltegger. Er erläutert, warum Unternehmen sich mit ihren CSR-Aktivitäten vor allem legitimieren wollen. Auf dem CSR-Forum 2015 haben Sie aufgezeigt, dass der Geschäftserfolg im Nachhaltigkeitsmanagement mit den so genannten Mindsets von Managern zusammenhängen. Was ist damit genau gemeint? Stefan Schaltegger: Jahrelang haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welchen Beitrag Nachhaltigkeitsaspekte zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens leisten können. Zu diesem Thema gibt es inzwischen viele Methoden und Konzepte. Doch viele Unternehmen scheinen die wirtschaftlichen Potenziale von Nachhaltigkeitsmaßnahmen kaum zu erkennen. Ein Erklärungsansatz ist, dass dem Nachhaltigkeitsmanagement eine gedankliche Werthaltung und eine Prädisposition – wir nennen es gedankliche Vorspurung – vorausgeht. Was ist bei der Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie am wichtigsten? Zunächst einmal müssen die Ziele des Engagements definiert werden. Der Kern des Nachhaltigkeitsmanagements ist, die Umwelt- und die Sozialleistungen zu verbessern. Dabei ist eine solche Zielsetzung allerdings immer im organisationalen Kontext zu sehen, denn ein Unternehmen ist ein Wirtschaftsunternehmen. Diesbezüglich haben wir zwei mögliche organisationale Zielrichtungen …

Nachhaltige Geschäftsmodelle: Unternehmen in der Transformation

Wie unterstützen nachhaltige Geschäftsmodelle die Nachhaltigkeitstransformation? Auf der Jahrestagung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) referierte Dr. Florian Lüdeke-Freund über Nachhaltigkeit und Geschäftsmodelle im Rahmen der Tagung: „Geschäftsmodell Nachhaltigkeit – Wirtschaft und Wirtschaftsförderung in der Transformation“. Sein Vortrag ist jetzt auch als Konferenzvideo verfügbar. Geschäftsmodelle als unternehmerische Konzepte bzw. Orientierungsraster sind in den letzten Jahren sehr stark in den Blickpunkt der Managementforschung geraten. Dr. Florian Lüdeke-Freund erläutert, wie Geschäftsmodelle als Konzept und Orientierungsrahmen in den Köpfen von Unternehmerinnern und Unternehmern in der Lage sond, Nachhaltigkeitsinnovationen zu befördern: Video zum Vortrag: Dieses Video auf YouTube ansehen Außerdem ordnet der Nachhaltigkeitswissenschaftler die Forschung zu nachhaltigen Geschäftsmodellen in den Kontext weiterer Debatten um Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitstransformation und Nachhaltigkeitsmanagement ein. Man könne davon ausgehen, dass Geschäftsmodelle in der Lage sind bereits vorhandene positive Entwicklungen und Tendenzen aufzuspüren und zu verstärken. Das Aufgreifen positiver Entwicklungen und die Realisisierung in unternehmerisches Handeln verstetigt und institutionalisiert dann neue, positive Konsum- bzw. Produktionsansätze.

Interviewreihe Green Skills: Fair-Trade in der Gastronomie

„Green Skills“ sind zurzeit in aller Munde. Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser vermeintlichen Zauberformel und wie entwickelt man Green Skills? In dieser Interviewreihe präsentieren wir Ihnen Persönlichkeiten, die es geschafft haben und zeigen auf Projekte, die in neue Richtungen weisen. Lesen Sie hier von Lösungen, Initiativen und professionellen Wegen wie Nachhaltigkeit unternehmerisch umgesetzt werden kann. Schweizerinnen und Schweizer sind Weltmeister im Einkauf von Fair-Trade-Produkten. Und Gäste interessieren sich zunehmend für die Herkunft ihres Essens. Ist die Zeit also reif für ein Fair-Trade-Engagement der Gastronomie? Dieser Frage ist Wiebke Suter-Blume im Rahmen ihrer MBA-Abschlussarbeit mit Schweizer Gastronomen nachgegangen. Im Gespräch verrät sie wichtige Ergebnisse, wie sich Fair Trade für Gastbetriebe lohnen kann und worauf dabei zu achten ist.* Worum geht es bei Fair Trade eigentlich genau? Wiebke Suter-Blume: Der Faire Handel will benachteiligten Bauern im Weltsüden helfen, von ihrer Arbeit und nicht von Almosen zu leben. Dafür müssen sie Preise erzielen, von denen sie leben und ihre Kinder in die Schule schicken können. Dies garantiert der Faire Handel. Wer beim Einkauf auf Fair Trade …

Unternehmerische Nachhaltigkeit: VOITH Praxisspartner für Managementausbildung am CSM

Wie lernt man Nachhaltigkeit in Unternehmen zu gestalten und umzustzen? Angehende Führungskräfte im Studiengang MBA Sustainability Mangement bestehen dazu ein Praxisszenario. Eine Woche lang blicken sie zum Ende der Ausbildung hinter die Kulissen eines deutschen Unternehmens.  Im November 2014 war der Technologiekonzern Voith  der Praxispartner des aktuellen MBA-Abschlussjahrgangs. Da Voith künftig noch stärker auf Nachhaltigkeit setzen will, wurden die Nachhaltigkeitsexperten des MBA Sustainability Management im Rahmen des Praxisworkshops eingeladen. Vom 10. bis zum 14. November 2014 waren 27 Studierende des MBA Sustainability Management für einen Unternehmensworkshop bei dem weltweit agierenden Technologiekonzern Voith zu Gast. Am Hauptsitz des Konzerns im schwäbischen Heidenheim erarbeiteten sie praxisnah neue Ansätze und Konzepte für die Umsetzung unternehmerischer Nachhaltigkeit. Die Erfahrung aus vergangenen MBA-Workshops zeigt: In vielen Fällen führen die Ideen zu neuen Projekten und Impulsen beim Gastgeber-Unternehmen. Ingenieurskunst als Wertebasis der Nachhaltigkeitsbemühungen bei Voith Das im Jahre 1867 von Friedrich Voith gegründete Familienunternehmen ist heute mit über 43.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in mehr als 50 Ländern der Welt zu Hause. Mit dem Motto „Engineered Reliability“ ist Voith mit einem Portfolio …

Nachhaltigkeitsmanagement studieren – Interview mit Prof. Stefan Schaltegger

In den kommenden Wochen endet die Bewerbungsfrist für den MBA-Jahrgang 2015 im Studiengang MBA Sustainability Management. Anlass für ein Interview mit Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Schaltegger und den wichtigsten Eckdaten zum Nachhaltigkeitsmanagement-Studiengang. Können Sie uns etwas über die Entstehungsgeschichte dieses MBAs erzählen? Ich hatte mich bereits während meiner Zeit in Basel mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt und mit einem Kollegen dort das Wahlfach Umwelt für die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät aufgebaut. Die Absolventen kamen zwar teilweise in Führungspositionen, aber ihr Wissen über Nachhaltigkeit war nicht vertieft genug, um wirklich etwas zu bewegen. In Lüneburg hoffte ich, den Umweltwissenschaftlern ausreichend Managementkenntnisse vermitteln zu können. Allerdings kommen diese Absolventen später meist nicht in Führungspositionen. Wir haben dann nach dem besten Format für Führungskräfte gesucht, die Nachhaltigkeit in und mit Unternehmen vorantreiben wollen und können. Der MBA hat sich als geeignetes Format erwiesen, um in der Kombination mit Fachwissen Nachhaltigkeitsmanagement höher qualifiziert und praxisnah vertiefen zu können. 2003 war es dann soweit und der MBA Sustainability Management konnte starten – als unseres Wissens weltweit erster MBA Studiengang. Persönliche Bewerbungsgespräche finden …

“Green Skills” – Interview mit Andreas Mayer

„Green Skills“ sind zurzeit in aller Munde. Was genau verbirgt sich eigentlich hinter dieser vermeintlichen Zauberformel? Was unterscheidet „Green Skills“ von „Soft Skills“ und wo kann man sie erwerben? Die Situation dürfte den meisten vertraut sein: Ein Unternehmen beschließt eine Nachhaltigkeitsstrategie und will dazu Messungen und eine entsprechende Berichterstattung einführen. Etwas ratlos wird in der Personalabteilung nachgefragt, wer sich im Unternehmen damit auskennen könnte. Wer hat die Qualifikationen, um die Maßnahmen umzusetzen und wer kann die Kolleginnen und Kollegen zur Mitarbeit motivieren? Wenn die Antwort vor allem aus ratlosem Schweigen besteht, sind Sie in bester Gesellschaft. Manchmal jedoch erinnert man sich: Da gibt es doch jemanden in einer der Abteilungen, eine wie-hieß-sie-noch-gleich, die diesen MBA-Studiengang Sustainability Management studiert. Ein Blick in die Stellenanzeigen zeigt, dass sie immer öfter gesucht werden – die Expert/innen des Nachhaltigkeitsmanagements, die mit kühlem Sachverstand und hoher Nachhaltigkeitsexpertise beherzt zur Sache gehen. Hier erfahren Sie, was Change Agents for Sustainability dazu motiviert, sich gestaltend in die Wirtschaft einzubringen, welche Hindernisse sie zu bewältigen haben, welche Fähigkeiten sie für besonders wichtig halten …

Mit fliegenden Hüten: MBA-Absolventen feiern Abschluss

Titelverleihung an der Leuphana Universität Lüneburg: Nach bewährter Tradition lassen Absolventen des MBA Sustainability Management vor Lüneburgs historischer Altstadtkulisse ihre Master-Hüte fliegen. Lüneburg, den 15. September 2013 Seit 2003 Tradition am CSM – In tradionellen Talaren geht es mit Schwung in eine neue Lebensphase Kaum ein größeres Unternehmen kommt heutzutage ohne eine professionelle Nachhaltigkeitsabteilung aus. Auch immer mehr Mittelständler entwickeln nachhaltige Geschäftsideen und schaffen so neue Märkte. Eine weitreichende  Entwicklung zu deren Chancen schon jetzt 30 Uni-Absolventen viele neue Ideen haben: Als frischgeprüfte Nachhaltigkeitsmanager des MBA-Studiengangs „MBA Sustainability Management“ der Leuphana Universität Lüneburg erhielten sie jetzt ihre Abschlusszeugnisse. Institutsleiter Prof. Stefan Schaltegger begrüßt die Gäste zur MBA-Abschlussfeier im Glockenhaus in der Lüneburger Altstadt Die Motive der Absolventen sind vielfältig: Sie wollen Unternehmen ökologisch und sozial verantwortungsvoller gestalten. Oder Verwaltungen und öffentliche Organisationen für ökologisch sinnvolle Arbeitsprozesse gewinnen und sie gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreicher machen. Vor diesem Hintergrund zieht der Weiterbildungsstudiengang Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen an: Juristen, Mediziner, Ingenieure, Wirtschafts- oder Naturwissenschaftler entscheiden sich für das MBA-Studium. Gemeinsam treibt sie die Idee an, neue Lösungen zu …